Lettisches Museum für Fotografie in Riga

Die Geschichte der Fotografie ist bei genauem Hinschauen älter als das christliche Abendland. Sie reicht zurück bis in die Zeit des griechischen Universalgelehrten Aristoteles, doch perfektioniert wurde das Fotografieren erst seit dem frühen 19. Jahrhundert. Die Experimente mit chemischen Substanzen auf der Suche nach dem beständigen Bild und die ersten Erfolge in Frankreich lösten Begeisterung und Faszination aus. Diesem Werdegang und der Historie widmet sich in Riga das Lettische Museum für Fotografie. Wer im Rahmen einer Klassen- oder Schulfahrt in dieser interessanten Stadt weilt, der sollte dieses kleine Museum nicht übersehen, denn es bietet einen Spaziergang durch die Geschichte der Bilder. Von den Anfängen mit Silbernitrat bis zur digitalen Fotografie dieser Zeit.

Museum in einem historischen Kaufmannshaus

Das Lettische Museum für Fotografie versteht sich als eine Unterabteilung des Museums für Rigaer Geschichte und Schifffahrt. Es öffnete im Jahr 1993 seine Tore und befindet sich in einem der ältesten bebauten Viertel von Riga in einem historischen Kaufmannsgebäude aus dem 16. Jahrhundert. In der Nähe wurden auch das Rigaer Filmmuseum und das Lettische Sportmuseum untergebracht. In der ersten Etage des Hauses beschäftigen sich die dort ausgestellten Exponate mit der Entwicklung der lettischen Fotografie in der Zeitspanne von 1839 bis 1940. Der zweite Stock ist auch der internationalen Fotografie gewidmet. Die Sammlung des Museums umfasst derzeit etwa 60.000 Objekte. Darunter befinden sich zahllose Filmnegative, Dias, Glasplatten sowie sehr alte Kameras, Alben und Postkarten.

Die ältesten fotografischen Abbildungen

Der lettische Historiker Pēteris Korsaks, der etliche Jahre im Museum für Rigaer Geschichte und Schifffahrt gewirkt hatte, machte sich im Fotomuseum für die Dauerausstellung „Entwicklung der Fotografie“ stark. Seine Mitarbeiter stehen heute den Besuchern bei Führungen zur Seite und halten dort Vorträge. Glanzstücke des Museums sind die ältesten fotografischen Abbildungen, die im 19. Jahrhundert zumeist in Frankreich entstanden. Zu den wertvollsten Exponaten der Ausstellung zählt die Miniaturkamera „VEF Minox“, die Ende der dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts auf den Markt kam und wohl auch zu Spionagezwecken eingesetzt wurde.

Panorama-Fotografien des 20. Jahrhunderts

Etliche Ausstellungsstücke stammen aus der umfangreichen Sammlung der bekannten Fotowerkstatt Strencu. Die Bilder geben intensive Eindrücke des früheren Lebens in den Dörfern und Städten Lettlands. Einzigartig sind aber auch die Panorama-Fotografien aus dem 20. Jahrhundert. Dazu zählt ein rund ein Meter großes Foto mit rund fünfhundert Menschen. Beachten sollten die Besucher beim Rundgang durch das Museum auch die Auswahl an Postkarten, die Szenen in Riga, Liepāja und anderen Städten darstellen. Regelmäßig ist dieses Haus der Schauplatz von Ausstellungen lettischer und ausländischer Fotografen sowie der Ort internationaler Konferenzen zur Geschichte der Fotografie. Besucher des Museums sollten aber auch die restaurierten Wandmalereien und die Ornamente des historischen Parkettbodens nicht übersehen. Community: 0 Bewertungen
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