Klassenfahrten in der Republik Polen- Gestern und Heute

So sehr man sich als Lehrer auch bemüht – Kinder finden Schule manchmal öde. Sie für das Lernen zu begeistern, ist oft gar nicht so einfach. Es gibt aber eine Sache, bei der der Spaß am Lernen fast von selbst kommt: die Klassenfahrt. Gemeinsam unterwegs zu sein, neue Orte zu sehen, Abenteuer zu erleben und ganz nebenbei auch noch jede Menge zu lernen – das ist ein tolles Unterrichtskonzept. Wie Schulfahrten in Polen früher ausgesehen haben, wie sie sich aktuell entwickeln, welche Arten von Ausflügen und Reisen es für Schulen gibt und warum sie Sinn machen, erklärt euch dieser Artikel. Selbstverständlich enthält er auch jede Menge Tipps für spannende und lehrreiche Reiseziele – in Polen und darüber hinaus.


Schulfahrten in Polen früher


Reisen und Ausflüge mit einer Gruppe von Kindern oder Jugendlichen gibt es in Polen schon sehr lange. Sie sahen allerdings früher etwas anders aus als heute. Sehr beliebt waren in der Vergangenheit kürzere Ausflüge von einigen Stunden bis hin zu einem Tag. Der Lehrer oder Gruppenleiter organisierte diese Reise ganz eigenständig. Schulklassen gingen gemeinsam Wandern oder besichtigten die nächste größere Stadt. Jugendgruppen fuhren mit dem Bus an einen See oder ans Meer. Pfadfindergruppen veranstalteten ein Abenteuercamp im Wald oder in den Bergen. Man reiste mit einfachen Mitteln: Die Gruppe zog entweder zu Fuß los oder war mit dem Bus oder dem Zug unterwegs. Die Ausflüge waren meistens eher lokal oder regional. Man besuchte kaum andere Regionen oder gar Länder. Im Mittelpunkt standen Spaß in der Gemeinschaft und konkrete Lernziele: Man besuchte eine Schmiede, um das Schmiedehandwerk kennenzulernen. Man fuhr in ein Naturkundemuseum, um naturwissenschaftliches Wissen zu erwerben. Oder man ging im Wald Wandern, um Pflanzen bestimmen zu lernen.


Klassenfahrt-Trends in Polen


Heutzutage sehen Kursfahrten manchmal ziemlich anders aus. Der Trend geht hin zu längeren, Reisen zu weiter entfernten Orten. Der finanzielle wie organisatorische Aufwand für Reisen mit Schulklassen steigt.

  • Moderne Wissensparks statt staubiger Museen:
    Man besucht statt traditioneller Museen moderne Wissensparks, in denen erninhalte spannend und interaktiv aufbereitet sind. Davon gibt es in Polen drei besonders beliebte. Das Copernicus Science Center in Warschau beschäftigt sich mit Naturwissenschaft und Technik. Es gibt dort verschiedene Labore, in denen man Kurse zu Physik, Chemie, Biologie und Robotik besuchen kann. Es werden auch verschiedene Shows veranstaltet, zum Beispiel ein - im wahrsten Sinne des Wortes - Hochspannungs-Theater. Auch ein Planetarium ist Teil des Science Centers. Die Hydropolis in Breslau dreht sich ganz und gar um das Thema "Wasser". Von Hochwasser über Wasserkraft bis hin zu der Rolle von Wasser im menschlichen Körper - Wasser wird in der Hydropolis von allen Seiten betrachtet. Auch dort gibt es Workshops, bei denen junge Leute lebensnah lernen können. Ein Highlight ist der "Wasserdrucker", ein riesiger Wasservorhang, in dem durch eine besondere Technik wie "herausgestanzt" Wörter erscheinen. Das European Solidarity Center in Danzig zeigt anschaulich die Geschichte der Freiheitsbewegung und der Einführung der Demokratie in Polen. Dabei werden vor allem wichtige Schlüsselpersonen vorgestellt, sodass das Kinder und Jugendliche einen besseren Bezug zu der Problematik bekommen. Solche Wissensparks heben die Motivation und machen Freude am Lernen.
  • Adrenalin und Entertainment:
    Freizeitparks sind stark im Kommen. Sie waren traditionellerweise kein Ziel für Schulreisen, da weniger der Lernaspekt im Vordergrund steht, sondern vor allem Spaß, Gemeinschaft und Unterhaltung. Sie eignen sich aber besonders gut, um Beziehung zu einer Klasse aufzubauen und die Gruppengemeinschaft zu stärken. Typischerweise werden Freizeitparks mit einem lehrreicheren Element kombiniert.
  • Abenteuerreisen:
    Sport und Abenteuer rücken immer mehr in den Fokus von Reisen mit Schulklassen. Auch motorisches Lernen und Stärkung von Selbstbewusstsein und Orientierungsfähigkeit können sinnvolle Lernziele für Klassenreisen sein. Beliebte Aktivitäten sind dabei Outdoor-Spiele oder Sportarten wie Klettern und Bogenschießen.
  • Themenreisen:
    Schulreisen zu einem bestimmten Thema werden ebenfalls immer beliebter. Man kann sich beispielsweise mit Ökologie auseinandersetzen und dabei die Schönheit der Natur kennenlernen, die Problematik der Umweltverschmutzung aufzeigen und die Kinder für Lösungsansätze sensibilisieren. Oder man macht eine Reise zu einer bestimmten Epoche in der Geschichte und besucht historische Orte.
  • Flugreisen:
    Nicht immer bleiben Lehrer mit ihren Klassen im eigenen Land. Fernreisen werden günstiger, die Organisation einer Schulreise wird einfacher und Familien haben mehr Geld als früher. All diese Dinge rücken sogar Flugreisen in den Fokus von Schulreisen.
  • Interkulturelle Bildungsreisen:
    Interkulturelle Bildung wird immer wichtiger. Deshalb reisen auch Lehrer mit ihren Schulklassen gerne ins Ausland. Die Schülerinnen und Schüler lernen so andere Kulturen kennen und verstehen, erweitern ihren Horizont und lernen neue Landschaftsformen kennen. Besonders praktisch sind Auslandsreisen in Verbindung mit Sprachunterricht in der entsprechenden Fremdsprache.
  • Heimatverbundenheit stärken:
    Es gibt jedoch auch einen Gegentrend zu den Schulreisen ins Ausland. Einige Schulen planen bewusst Ausfluge in Polen, um die Heimatverbundenheit zu stärken und die jungen Menschen zu sensibilisieren für die Schätze, die sie in ihrem eigenen Land finden können.
  • Fremdorganisierte Reisen:
    Vor einigen Jahren wäre es vermutlich noch nicht vorstellbar gewesen, aber heutzutage gewinnt es an Beliebtheit: Nicht immer organisieren Lehrer die Reisen für ihre Klassen selbst. Es gibt Agenturen, die sich auf Jugend- und Schulreisen spezialisiert haben und die Koordination solcher Ausflüge nach den Vorgaben des Lehrers oder der Lehrerin übernehmen.

Auch wenn es viele aktuelle Trends gibt, sind die wesentlichen Aspekte von Schulreisen doch noch dieselben: Spaß und Lernen. Und auch die wesentlichen Grundtypen von Schulreisen sind dieselben geblieben.


Arten von Schulfahrten


Es gibt einige typische Arten von Klassenreisen. Dabei werden die Reisen meist nach einigen wesentlichen Merkmalen kategorisiert:


  • Länge: Schulreisen können ganz unterschiedliche Längen haben – von wenigen Stunden bis hin zu einer Woche oder in seltenen Fällen noch länger. Typisch sind Halb- oder Ganztagesausflüge wie Wandertage oder Exkursionen und Schulreisen von etwa fünf bis sieben Tagen.
  • Ort: Schulreisen können lokal, regional, national oder sogar international stattfinden. Am häufigsten sind noch immer Exkursionen in der eigenen Region oder Reisen im eigenen Land, auch wenn inzwischen internationale Reisen beliebter werden.
  • Zeitpunkt: Für Schulreisen macht es einen großen Unterschied, wann sie stattfinden: am Anfang des Schuljahres, in der Mitte oder am Ende; in der Einstiegsklasse, in den Zwischenjahren oder im Abschlussjahrgang; im Sommer oder im Winter. Häufig finden Klassenfahrten eher am Anfang oder Ende des Schuljahres statt.
  • Zweck: Schulreisen können unterschiedlichen Zwecken dienen. Neben verschiedenen Lernzielen gibt es auch aus sozialer Hinsicht vielfältige Möglichkeiten: Wenn eine Klasse sich neu zusammenfindet, soll die Reise meist eher zum Kennenlernen beitragen. Wenn dagegen die Schulzeit zu Ende geht, nimmt man häufig mit einer Reise Abschied und feiert den Schulabschluss. Solche Kennenlern- oder Abschlussfahrten sind die typischsten Formen von Klassenreisen. Generell ist meistens eine Mischung aus Lernen und Spaß der Zweck der Reise.

Je nachdem, ob also eine Studienreise kürzer oder länger dauert und ob sie den Fokus starker auf Spaß und Gemeinschaft oder mehr auf Lernen und Erkunden legt, bieten sich verschiedene Reiseziele an – sowohl im In- als auch im Ausland.


Reiseziele für Schulreisen in Polen


Auch wenn der Trend zu Auslandreisen geht: Polen selbst hat für Schulreisen sehr viel zu bieten! Das Land hat malerische Dörfer, geschichtsträchtige Städte, einzigartige Denkmäler und Monumente. Es gibt aber auch wunderschöne Natur: grüne Wälder, erfrischende Seen und die tollen Strände am Baltischen Meer. Egal, ob man für seine Klasse Sport, Spaß, Kultur oder Geschichte sucht – in Polen wird man bei allem leicht fündig.


Die besten Reiseziele für Klassenfahrten im eigenen Land sind wohl folgende:


  • Ostsee:
    Die Ostsee bietet viele Perlen der Vergangenheit und Schätze der Natur: hübsche Küstenorte wie Pobierowo, wunderschöne Inseln wie Wollin und die schönsten und breitesten Strände Europas warten nur darauf, von den Kindern und Jugendlichen erkundet zu werden.
  • Danzig
    In Danzig wird der Geschichtsunterricht lebendig. Viele Gebäude geben Zeugnis von früheren Zeiten und bieten einen anschaulichen Startpunkt dafür, sich mit der Geschichte Polens auseinanderzusetzen. Aber durch den Slowinski-Nationalpark und die Strände der Bohnacker Insel kommen auch Natur und Badespaß nicht zu kurz. Und selbstverständlich ist auch Günter Grass ein guter Grund, um Danzig zu besuchen.
  • Krakau
    Auch die Stadt der Könige bietet einen Anlass, sich mit der Geschichte des eigenen Landes zu beschäftigen. Gleichzeitig gibt es die Möglichkeit zu einem Besuch des Konzentrationslagers Ausschwitz-Birkenau. Um die Stimmung nach einem so ernsten Thema wieder etwas aufzulockern, kann man zum Beispiel einen Ausflug nach Zakopane oder ins Salzbergwerk Wieliczka machen.
  • Masuren
    Die Ferienregion besticht durch das Seenparadies mit seiner Ursprünglichkeit. Für Schulreisen bieten sich Wanderungen in der Natur besonders an, ebenso wie Wassersport und andere Freizeitaktivitäten.
  • Polnisches Riesengebirge
    Ebenfalls ein staunenswertes Naturerlebnis bietet das Polnische Riesengebirge. Große Gebirgskämme, Hochmoore und beeindruckende Wasserfälle laden zu Wanderungen und sportlichen Aktivitäten ebenso ein wie zur Auseinandersetzung mit Flora und Fauna.
  • Städtereisen
    Besonders beliebt sind früher wie heute Städtereisen. Warschau, Poznan oder Breslau bieten Geschichte, Kultur und Unterhaltung auf engem Raum. Und natürlich freuen sich die Schülerinnen und Schüler auch über einige Freizeit, in der sie die Stadt erkunden oder einkaufen gehen können.
  • … und vieles mehr!
    Auch viele andere Orte in Polen sind eine Reise wert und können gut im Rahmen einer Klassenreise besucht werden: Zum Beispiel ist der Glatzer Kessel mit seinen wunderschönen Hügellandschaften und Gebirgswäldern einer der schönsten Orte zum Wandern in Polen. Außerdem kann man in der Gegend viele historische und kulturelle Stätten besuchen: unzählige Schlösser und Herrenhäuser sowie die barocke Wallfahrtskirche „Mariä Heimsuchung“. Torun beeindruckt mit seiner mittelalterlichen Altstadt, die zum Beispiel ein historisches Rathaus, den bekannten Dom St. Johannes und die imposante Marienkirche enthält. In der Stadt gibt es auch viele Museen und Festivals, zum Beispiel das internationale Filmfestivel "TOFIFEST". Auch die Kaschubei eignet sich gut als Ziel einer Schulreise: Mit schmalen, langgestreckten Seen, der Halbinsel Hel und den "Hochburgen" Danzig und Sopot hat die Region einiges zu bieten. Nicht in den Wilden Westen, aber in den "Wilden Osten" fahren Schulklassen ebenfalls gerne - nach Bieszczady. Das ist ein Gebirgszug der Karpaten, der zu 80 Prozent mit Wald bedeckt ist. Bieszczady ist eine Zuflucht für viele Tierarten und eines der am wenisten gestörten Ökosysteme Polens. Es gibt also in Polen für Schülerinnen und Schüler viel Spannendes und Lehrreiches zu sehen und zu erleben. Und durch Bildungsreisen in Polen stärkt man gleichzeitig das Heimatbewusstsein und damit auch die Identität der jungen Leute.

Reiseziele für Kursfahrten in Europa


Aber auch über Polen hinaus gibt es viele spannende und lehrreiche Ziele für Klassenreisen. Vor allem die größeren Städte der europäischen Länder sind geeignet, da sie mit Bus, Zug oder günstigen Flügen relativ leicht erreichbar sind. Außerdem bieten sie vielfältige Möglichkeiten, sich mit der europäischen Geschichte, der entsprechenden nationalen oder regionalen Kultur und mit lokalen Sehenswürdigkeiten auseinanderzusetzen.


Typische Reiseziele für Studienreisen in Europa sind die folgenden Orte:


  • Deutschland
    In Deutschland sind besonders Berlin, Dresden, die bayrischen Alpen und das Legoland beliebte Reiseziele für polnische Schulklassen.
  • England
    In England laden London, Brighton und die „Seven Sisters“ zu einem lehrreichen und unterhaltsamen Besuch ein.
  • Italien
    Italien hat mit Rom und dessen langer interessanter Geschichte für Schulreisen einiges zu bieten. Auch Städte wie Venedig, Florenz und Mailand eigenen sich für Bildungsfahrten polnischer Schulen.
  • Spanien
    Die beliebteste spanische Stadt für Kursreisen ist Barcelona. Aber auch Madrid, Valencia und andere Orte in Spanien sind interessante Reiseziele für junge Leute.
  • Frankreich und Belgien
    Paris, Brüssel und das Disneyland – diese Orte kommen einem sofort in den Kopf, wenn man an Jugendreisen in Frankreich und Belgien denkt. Aber auch darüber hinaus gibt es in den beiden Ländern einiges zu sehen.
  • Österreich, Slowakei und Ungarn
    Österreich, die Slowakei und Ungarn bestechen mit beeindruckenden Städten. Prachtvolle historische Gebäude machen Wien, Bratislava und Budapest zu Orten, die junge Leute nicht so schnell wieder vergessen.
  • Tschechien
    Für Gruppen von Jugendlichen eignen sich in Tschechien vor allem Prag und Brno. Aber auch andere der größeren Städte sind einen Besuch wert.
  • Weitere (ost-)europäische Länder
    Dies sind aber nur die beliebtesten Länder für Reisen polnischer Schulen in Europa. Grundsätzlich eignet sich jedes europäische Land für die Reise mit einer Schulklasse. Gerade Griechenland, Bulgarien, Albanien und Montenegro werden bei polnischen Schulen immer beliebter.

Besonders bieten sich natürlich Austauschprogramme an, bei denen die Schülerinnen und Schüler Gleichaltrige aus dem anderen Land kennenlernen. Solche internationalen Begegnungen tragen zur Völkerverständigung und Horizonterweiterung bei.


Außerschulische Jugendfahrten


Selbstverständlich müssen solche Erlebnisse und Begegnungen nicht immer im schulischen Kontext stattfinden. Es gibt auch zahlreiche Beispiele für Jugendreisen, die von privaten Organisationen oder öffentlichen Stellen organisiert werden. Auch hier gibt es vielfältige Arten mit unterschiedlicher Länge, verschiedenen Reisezielen und einem je eigenen Zweck: Von Konzertfahrten und Partyreisen über Sommercamps und Skifreizeiten bis hin zu Sprachreisen oder Pfadfinderaktionen reicht die Bandbreite an Angeboten für junge Leute.


Pilgerreisen für Jugendliche


Eine besondere Art von außerschulischen Jugendreisen sind Pilgerfahrten. Polen ist ja ein sehr katholisches und stark religiös geprägtes Land. Daher gibt es eine lange Tradition an religiösen Reisen auch für junge Leute. Viele dieser Angebote erfreuen sich auch heutzutage noch großer Beliebtheit. Der wohl bekannteste Wallfahrtsort in Polen ist Jasna Góra, ein Heiligtum mit einem Paulinerkloster. Es ist einer der wichtigsten Marienwallfahrtsorte und dreht sich um die wundertätige Ikone der Schwarzen Madonna von Tschenstochau. Jedes Jahr pilgern drei bis vier Millionen Gläubigen nach Jasna Góra, viele davon zu Fuß. Regelmäßig gibt es auch spezielle Jugendwallfahrten dorthin, bei denen gemeinsam gebetet und gesungen wird. Man geht lange Strecken gemeinsam zu Fuß und hat dabei die Gelegenheit, andere Pilger kennenzulernen und sich zu unterhalten. Neben Jasna Góra gibt es noch weitere bekannte Pilgerorte in Polen: Lichén Stary ist einer davon, mit seinem marianischen Schrein mit dem wundersamen Bild Unserer Lieben Frau der Schmerzen, Königin von Polen. Ein anderer ist Krzeptówki in Zakopane mit dem Schrein Unserer Lieben Frau von Fatima. Auch das Sanctuarium der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki, die barocke Basilika in Heiligelinde und das Heiligtum des Leidens Jesu und der Schmerzensmadonna in Kalwaria sind beliebte Wallfahrtsorte. Wichtig ist auch Dietrichswalde, da dieser Wallfahrtsort der einzige in Polen ist, wo es von der katholischen Kirche offiziell anerkannte Marienerscheinungen gab. Immer wieder gibt es auch Jugendpilgerreisen ins Ausland, meistens zu bekannten Marienwallfahrtsorten wie Lourdes, Fatima oder Medugorje. Selbstverständlich sind auch die katholischen Hochburgen Rom und Assisi, das Heilige Land, Santiago de Compostela und das französische Kloster Taizé beliebte Ziele für religiöse Jugendreisen. Alle zwei bis drei Jahre versammeln sich besonders große Ströme von polnischen Jugendlichen, um zum Internationalen Weltjugendtag der katholischen Kirche zu fahren, der jeweils an wechselnden Orten stattfindet.


Das spricht für eine Studienreise


Junge Leute lernen erwiesenermaßen am besten und effektivsten, wenn sie sich nicht nur theoretisch mit Schulbüchern beschäftigen, sondern auch die Gelegenheit haben, herauszugehen und den Schulstoff draußen in der Welt zu erleben. Dadurch verknüpfen sie das erworbene Wissen stärker mit ihrem persönlichen Leben, behalten ihn besser im Gedächtnis und sind viel motivierter bei der Sache. Bildungsfahrten erweitern den Horizont, schärfen die Wahrnehmung und regen zum Denken an. Sie fördern die Verständigung zwischen verschiedenen Kulturen oder stärken das Heimatbewusstsein und die eigene Identität. Sie schulen die Schülerinnen und Schüler in ihrem Verantwortungsbewusstsein, tragen zur Persönlichkeitsbildung bei und fördern die Gruppengemeinschaft. Gerade bei Reisen mit einem Fokus auf Natur und Sport werden außerdem Gesundheit, Bewegungsfähigkeit und ökologisches Bewusstsein verbessert.


Das ist zu organisieren für eine Kursfahrt


Viele Lehrer scheuen sich etwas, eine Reise mit ihrer Schulklasse zu organisieren. Formulare und Einverständniserklärungen schrecken sie ab. Sie fürchten, mit Programmgestaltung und Organisation der Verpflegung überfordert zu sein, keine zusätzlichen Begleitpersonen zu finden oder bei Finanzen und rechtlichen Besonderheiten nicht durchzublicken. Dies sind jedoch alles keine wirklichen Hinderungsgründe. Inzwischen gibt es so einige Ratgeberseiten im Internet, die mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen auf Polnisch bei der Planung von Reisen mit einer Schulklasse helfen. Und im Notfall gibt es auch noch eine Menge Jugendreise-Agenturen, die bei der Organisation unterstützen.


Der Spaß und die Motivation, die Kinder und Jugendliche sich aus einer solchen Reise mitnehmen, sind den Aufwand auf jeden Fall wert. Dass die Schülerinnen und Schüler auf ganz anschauliche Art und mit hoher Aufmerksamkeit lernen – Schulstoff und persönliche Fähigkeiten – und dass man als Lehrer oder Lehrerin auf ganz natürliche Art Beziehung zu seiner Klasse aufbauen kann – das macht Schulreisen aller Mühe wert.

© 2021 Schulfahrt Touristik SFT GmbH
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