Technisches Museum Wien

Leistungen österreichischer Forscher

Das technische Museum Wien befindet sich in der Mariahilfer Straße im 14. Wiener Bezirk. Es präsentiert Ausstellungsstücke - Originale und Modelle - aus der Entwicklung der Technikgeschichte und berücksichtigt hierbei besonders den Anteil österreichischer Forscher und Ingenieure am technischen Fortschritt. Bemerkenswert sind besonders die teils ziemlich großen historischen Modelle, etwa aus der Welt des Schiffbaus, der Luftfahrt und der Eisenbahn. Vor allem die voll funktionsfähigen Dampfmaschinen sind bei den Besuchern sehr beliebt.

Dem Kaiser zu Ehren

Im Jahr 1908 wurde beschlossen, die Stadt Wien solle aus Anlass des 60-jährigen Jubiläums der Thronbesteigung von Kaiser Franz Joseph I. ein technisches Museum erhalten. Die Idee dazu gab es bereits seit der Wiener Weltausstellung im Jahr 1873, und gerade war das Technische Nationalmuseum in Prag eröffnet worden. Da musste Österreich nun einfach nachziehen. Mit dem Bau des Museums wurde 1909 begonnen, die Grundsteinlegung erfolgte durch den Kaiser persönlich. 1913 war das Gebäude fertiggestellt, und eigentlich sollte das Museum im folgenden Jahr eingeweiht werden, aber der Erste Weltkrieg kam dazwischen. So wurde es erst 1918, also immer noch im Krieg eröffnet, entwickelte sich dann aber schnell zu einem echten Publikumsmagneten. Bereits nach nur zehn Monaten wurde der 100.000 Besucher gezählt.

Moderne und Historie vereint

Bereits das Museumsgebäude selbst ist einen Besuch wert. Von außen wirkt es fast wie ein altes, großes Schloss, weil es im historisierenden Stil gebaut wurde. Tatsächlich verbirgt sich hinter der Fassade moderne Baukunst. Das Museum ist eines der ersten Stahlbetongebäude in Österreich. Das ist heute noch modern, damals war es fast revolutionär. Gläserne Dächer und ebenfalls mit Glaskuppeln überdachte Innenhöfe sind eine Besonderheit des Gebäudes und sorgen dafür, dass die Ausstellungsräume lichtdurchflutet sind. Insgesamt verfügt das Museum über beachtliche 28.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche.

Vielfältige Themen
Die Ausstellungen des Technischen Museum Wien befassen sich hauptsächlich mit der Vermittlung technischer Konzepte. Aus diesem Grund werden nicht nur historische Originale gezeigt, sondern es gibt auch eine große Zahl von Funktionsmodellen, die es den Besuchern möglichen zu verstehen, wie technische Vorgänge funktionieren. Dies war schon bei der Eröffnung 1918 so, nicht zuletzt deshalb sind im Museum über 40 Kilometer Kabel verlegt. Je nach technischen Fortschritt kommen immer wieder neue Modelle hinzu.

Das Museum gliedert sich hauptsächlich in folgende Themenbereiche:
- Schwerindustrie
- Energie
- Eisenbahn
- Arbeitswelt
- Alltag
- Medien
- Mobilität
- Natur und Forschung
- Musikinstrumente

vom Auto bis zum Bergwerk
Zu den Ausstellungsstücken gehört unter anderem ein Benz von 1893, das erste mit Benzin betriebene Auto in Österreich und der "Marcus-Wagen" von 1888. Auch zahlreiche alte Flugzeuge aus der Frühzeit der Luftfahrt werden gezeigt. Der Bereich "Musikinstrumente" beherbergt eine der größten Instrumentensammlungen Österreichs. Sehr sehenswert ist das Schaubergwerk, das sich in der Erde unter dem Museum befindet, sowie das Hochspannungslabor, in dem ein Tesla-Transformator künstliche Blitze erzeugt.

Trotz seiner Größe zeigt das Museum nur etwa fünf Prozent seiner enormen Sammlung. Der Rest kann online besichtigt werden.

Wenn man Wien besucht und sich für Technik und Technikgeschichte interessiert, dann führt an einem Besuch des Technischen Museums kein Weg vorbei.
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