Polnisches Luftfahrtmuseum in Krakau

Einmal sich wie ein Vogel in die Lüfte erheben! Ein unerfüllbarer Traum für die meisten irdischen Zweibeiner. Es sei denn, sie verfügen über Flügel oder sie überwinden die Schwerkraft dank des Auftriebs. Der mythische Ikarus scheiterte, weil seine Flügel aus Wachs unter den Strahlen der Sonne schmolzen. Wer heute als Teilnehmer einer Studienreise oder einer Klassenfahrt das Glück hat, mit seinen Lehrern dem Polnischen Luftfahrtmuseum in Krakau die Aufwartung zu machen, der taucht hier fast überall ein in die Geschichte des Fliegens. Dies ist eines der größten und bedeutendsten Museen, die sich der Historie der Luftfahrt gewidmet haben. Dass dieses Museum in Krakau, der heimlichen polnischen Hauptstadt am Ufer der Weichsel, seinen Platz fand, ist kein Wunder. Denn dort entstand im Jahre 1912 der erste Flughafen auf dem Territorium des heutigen Polen. Damals diente er als "Armee Flugpark 7" dem Kaiserreich Österreich-Ungarn.

200 Flugzeuge und hundert Flugzeugmotoren

Lange reifte in Krakau die Idee eines Luftfahrtmuseums, das sich weltweit einen Namen machen werde. Verwirklicht wurde der Traum im Jahr 1964 nach einer Flugzeugausstellung. In den vier in die Jahre gekommenen historischen Hangars wurden die altertümlichen Flugzeuge einer immer größer werdenden Öffentlichkeit präsentiert. Doch in Krakau wagte kaum jemand davon zu sprechen, dass es sich dabei um ein Museum handelte. Das nahmen die Architekten Peter Ruge und Justus Pysall im September 2010 zum Anlass, um einen zwölf Meter hohen Neubau zu entwerfen. Der beherbergt nunmehr auf 4.500 Quadratmetern einen Teil der interessanten Exponate. Mittlerweile sind die rund zweihundert Flugzeuge und hundert Flugzeugmotoren in acht Hallen und in einer Open-Air-Ausstellung zu besichtigen. Dabei handelt es sich um flugfähige Maschinen aller Art. Die Sammlung reicht von Segelfliegern, Hubschraubern und Flugzeugen bis hin zu Flugabwehrraketen.

Die stählernen Hüllen deutscher Kampfflugzeuge

Keine Frage: Dies ist auf insgesamt drei Etagen eine gigantische Schau der Luftfahrt-Geschichte. Das Museum in Krakau ist so etwas wie ein Tempel einer Technik, die man als historisch bezeichnen darf. Die Räumlichkeiten, auf denen diese zahlreichen Flugobjekte gezeigt werden, gehen ineinander über und ermöglichen auch den Mitgliedern einer Schulfahrt oder einer Studienreise eine unkomplizierte Orientierung. Zu sehen sind dabei unter anderem auch die stählernen Hüllen der deutschen Kampfflugzeuge aus dem Ersten Weltkrieg. Komplett erhalten wurde das einzig die Jahrzehnte überstandene Exemplar des russischen Luftschiffs Grigorowitsch M.15 aus dem Jahr 1916. Einen Platz auf dem riesigen Gelände fanden auch polnische Kampfflugzeuge aus der Vorkriegszeit. Einige historische Exponate, darunter der österreichische Flugzeugtyp Etrich Taube aus dem Jahr 1910, landete in Krakau. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Pionier-Objekt aus der Deutschen Luftfahrtsammlung Berlin nach Scharnikau in Pommern ausgelagert und verblieb danach in Polen. Die Bundesrepublik forderte bisher einige in Krakau ausgestellte Stücke bisher vergeblich zurück.

Die Privatsammlung des Hermann Göring

Allerdings sind es nicht nur militärische Flugzeuge, die den Mitgliedern einer Klassenfahrt oder einer Schulfahrt im Polnischen Luftfahrtmuseum in Krakau gezeigt werden. Ein wesentlicher Teil der Ausstellung befasst sich mit Flugzeugen, die in der zivilen Luftfahrt zum Einsatz kamen. Außerdem mangelt es auf dem großen Gelände mit seinen imposanten Hangars nicht an Vitrinen mit Erinnerungsstücken nach legendären Flügen. Wer unter den Besuchern des Museums Spaß daran hat, an einem Flugsimulator sein fliegerisches Können zu testen, der wird dazu eingeladen. In der Ausstellung "Great War Aircraft" wurden diverse Vorkriegsflugzeuge aus der privaten Sammlung von Hermann Wilhelm Göring, dem Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg, präsentiert. Das Luftfahrtmuseum in Krakau wird auch für Konferenzen, Konzerte und Bankette genutzt. In einem Kinosaal haben fünfzig Personen Platz. Die Anlage befindet sich etwa drei Kilometer nordöstlich der Krakauer Altstadt und ist montags geschlossen. Jeweils am Dienstag ist dort der Eintritt frei.
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