Das Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers in Marseille

MuCEM © pixabay
MuCEM © pixabay

Wenn Sie eine Reise nach Marseille planen, darf ein Besuch des Museums der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers (kurz: MuCEM) auf keinen Fall fehlen. Dieses moderne Bauwerk wartet mit einer außergewöhnlichen Lage, einer interessanten Architektur und wissenswerten Ausstellungen auf. Im Folgenden sollen Sie mehr zu dieser populären und bedeutenden Kulturstätte erfahren.

Standort und Architektur des MuCEM

Das MuCEM, auf französisch Musée des Civilisations de l’Europe et de la Méditerranée, wurde anlässlich der Ernennung Marseilles als Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2013 eröffnet. Mit seiner spektakulären Lage am Eingang zum Hafen von Vieux ist das Museum schnell zu einer der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt herangereift. Der Architekt Rudy Ricciotti zeichnet für den knapp 200 Millionen Euro teuren Bau verantwortlich, für den extra eine künstliche Halbinsel am Ausläufer des Alten Hafens angelegt wurde. Das Gebäude scheint zwischen Himmel und Wasser zu schweben und verweist mit seinem Blick auf das Mittelmeer auf die Tradition Marseilles als Stadt am Meer und Verbindungsglied zwischen Orient und Okzident, Europa und Nordafrika. Mittlerweile gehört das MuCEM zu den 50 am meisten besuchten Museen der Welt.

Der Museumsbau ist verglast und zur Meerseite hin mit einer netzartigen Betonkonstruktion versehen. Es ist kubusartig angelegt und hat eine Größe von 15.000 Quadratmetern. Nicht nur aufgrund seiner eindrucksvollen Architektur, sondern auch wegen seiner besonderen Ausstellungen wurde das MuCEM mit mehreren Preisen ausgezeichnet, unter anderem 2015 mit dem Museumspreis des Europarates. Neben diesem Hauptstandort gibt es zwei weitere Stätten, die zum Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers gehören: Das Fort Saint-Jean aus dem 12. Jahrhundert, das über eine Fußgängerbrücke aus vom Hauptgebäude erreichbar ist und das Zentrum für Erhaltung und Ressourcen (CCR) im Viertel Belle-de-Mai.

Besuch des Museums und Ausstellungen

Das vom damaligen französischen Präsidenten François Hollande am 4. Juni 2013 eröffnete Museum hat sowohl Sonderausstellungen als auch Dauerausstellungen im Programm. Inhaltlich beschäftigt sich das MuCEM mit Anthropologie, Archäologie, Geschichte, Kunstgeschichte und zeitgenössischer Kunst, jeweils mit Bezug zu Europa und die Mittelmeeranrainer. Insgesamt verfügen die Sammlungen über mehr als eine Million Kunstwerke und Objekte. Die Dauerausstellung im Hauptgebäude am Hafen, die Galerie de la Méditerranée, zeigt die Besonderheiten des Mittelmeerraums anhand vielfältiger Objekte vom Altertum bis in die Gegenwart. Hier wird Wissen auf eine sehr plastische und spannende Art vermittelt, sodass ein Besuch des Museums für junge wie für ältere Besucher ein interessantes und nachhaltiges Erlebnis ist. Daneben sind zwei Ebenen des MuCEM für Wechselausstellungen vorgesehen.

Den Besuchern werden Führungen, Audioguides und Besichtigungen für verschiedene Gruppen angeboten. Es gibt einige Entspannungsbereiche mit Verpflegungsmöglichkeiten. Nicht auslassen sollten Sie bei einem Besuch des Museums einen Abstecher auf die Dachterrasse, wo sich Ihnen ein grandioser Panoramablick auf das Mittelmeer und das Fort Saint-Jean bietet. Einen halben Tag sollten Sie für das Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers mindestens einplanen, um ausreichend Zeit für das reiche Kulturangebot zu haben.

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