Haus des Terrors in Budapest

Das Haus des Terrors (ungarisch: Terror Háza Múzeum) ist ein historisches Museum in Budapest, welches als Gedenkstätte konzipiert wurde. Dieses Museum in Ungarn will zum einen an die Herrschaft der faschistischen Pfeilkreuzler in den Jahren von 1944 bis 1945 und zum anderen an die Diktatur der ungarischen Kommunisten, die dem Marxismus-Leninismus angehörten, aus der Zeit von 1949 bis 1989 erinnern. Diese beiden Regime werden in diesem Museum gegenüber gestellt.

Geschichte des Museums

Das Gebäude, in welchem sich das heutige Museum befindet, wurde 1880 erbaut. Es ist ein Palais im Stil der Neorenaissance. Die Pläne hierfür lieferte damals Adolf Feszty. Zu dieser Zeit war das Palais in jüdischem Eigentum. In den Jahren von 1937 bis 1944 war es der Sitz und das Gefängnis der faschistischen Pfeilkreuzlerpartei, die von Ferenc Szálasi angeführt wurde. Damals hieß das Gebäude „Haus der Treue“. Ab dem Jahre 1945 übernahm die politische Polizei das Gebäude. Daraufhin wurde es der Hauptsitz des kommunistischen Staatssicherheitsdienstes ÁVO. Zur Zeit der Herrschaft des russischen Diktators Stalin war das Haus des Terrors ein Foltergefängnis. Mit der Zeit wurde dieses im unterirdischen Bereich nach und nach erweitert. 1956 gab es in Ungarn den Volksaufstand. Danach wurde das Gebäude das Zentrum des kommunistischen Jugendverbandes KISZ.

Einrichtung des Museums

Unter Ungarns Regierungschef Viktor Orbán wurde während dessen erster Amtszeit in den Jahren von 1998 bis 2002 der Ruf immer lauter, dass in dem Gebäude eine Gedenkstätte, welche an die Opfer der beiden gegensätzlichen Diktaturen erinnern sollte, entstehen sollte. Das Gebäude wurde durch eine Stiftung, welche sich der Forschung der ost- und mitteleuropäischen Geschichte und Gesellschaft widmete, erworben. Durch den Umbau wurden interessante Elemente eingefügt, die Sie dort bei einem Besuch bewundern können. So bekam es ein schwarzes Passepartout aus symbolischen Messerklingen. Das Museum wurde Anfang 2002 eröffnet. Es thematisiert heute die beiden gegensätzlichen Regimes. In zwei Ausstellungsräumen finden Sie viel Wissenswertes über die von Nazi-Deutschland unterstützte Kollaborationsregierung mit der Bezeichnung „Pfeilkreuzler“. 18 weitere Räume beschäftigen sich mit den insgesamt 40 Jahren der kommunistischen Diktatur in Ungarn.

Umstrittenes Konzept

Das Konzept des wirklich interessanten Museums ist nicht unumstritten. So sagen Kritiker, dass sie es für falsch erachten, dass diese zwei völlig unterschiedlichen Diktaturen in der Darstellung gleichgesetzt werden. Auch stark in die Kritik geraten ist das Verzichten auf das Thema der Kollaboration des Regimes von Miklós Horthy mit den Nazis. Dadurch werde die moralische Verantwortung der Ungarn an den Holocaust heruntergespielt oder verdrängt.

Wer sich für die Geschichte der beiden Diktaturen in Ungarn interessiert, kann dies im Haus des Terrors auf eine interessante, aber nicht unumstrittene Weise erforschen. Vor allem für Schulklassen im Rahmen des Geschichtsunterrichtes dürfte ein Besuch in diesem Museum sehr interessant sein. Anschließende kontroverse Diskussionen im Unterricht wären sehr bereichernd. Community: 0 Bewertungen
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