Beispielbild © unsplash.com
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Der Traum vom Fliegen

Im Otto-Lilienthal-Museum in Anklam wird der alte Menschheitstraum, fliegen zu können, erlebte Geschichte. Der geniale deutsche Maschinenbauingenieur Otto Lilienthal ist der erste Mensch, der sich mit einem Flugapparat erfolgreich und wiederholbar in die Luft erhob. Er tat es den Vögeln gleich, als ihm im Frühjahr 1891 die ersten Gleitflüge mit einer Weite von 25 Metern gelangen. 1893 betrug die mit Hängegleitern in der Luft hinterlegte Strecke bereits bis zu 250 Meter. Otto Lilienthal gilt als Vater der Fliegerei.

Das Otto-Lilienthal-Museum in Anklam ist diesem weltberühmten Pionier der Luftfahrt gewidmet. Neben einer umfangreichen Dokumentation zur Biografie der Person Otto Lilienthal, können Nachbauten seiner Flugapparate und aerodynamischen Versuchsaufbauten, weitere richtungweisende Erfindungen der Gebrüder Lilienthal, sowie technische Entwicklungen aus der Geschichte des Flugzeugs und der Flugfahrt besichtigt werden. Die Ausstellung ist für alle luftfahrtbegeisterten Erwachsenen, Familien sowie Luftfahrtfans ein ganz besonderer Höhepunkt. Nicht nur unterhaltsam, sondern vor allem auch lehrreich ist ein Besuch des Otto-Lilienthal-Museums vor allem auch für Schulklassen (insb. 9./10. Klasse). Geschichtsinteressierte und technikbegeisterte Schüler erhalten im Museum einen profunden Einblick in die Geschichte des Fliegens und das faszinierende Leben und Werk des ersten Menschen, der es den Vögeln gleichtat. Das Otto-Lilienthal-Museum bietet für Schüler außergewöhnliche Anknüpfungspunkte für den Unterricht oder zumindest einen unterhaltsamen Ausflug als Teil des Ferienprogramms.

Sehenswürdigkeiten im Otto-Lilienthal-Museum

Das Museum ist nicht, wie man vielleicht erwarten würde, ein typisches Flugzeugmuseum, sondern vor allem ein Personalmuseum für den berühmten Flugpionier und Ingenieur Otto Lilienthal. In der großen Gleiterhalle des Museums sind ein halbes Jahrhundert der Luftfahrtgeschichte mit mehr als 10 der Lilienthalschen Flugzeugentwicklungen originalgetreu veranschaulicht. So etwa der Derwitzer Apparat, Lilienthals erster erfolgreicher Gleiter, oder die Normal-Segelapparate, Standardmodelle der Flugversuche des innovativen Flugzeugbauers. Außerdem sein Doppeldecker, ein wegweisendes Gleitflugzeug und sein Gelenkflügel-Apparat, Lilienthals letztes Modell. Insgesamt verfügt das Museum über eine mehr als 150 Fluggeräte umfassende Sammlung. Ein Highlight der Ausstellung ist die einzige erhaltene Dampfmaschine, ein deutlicher Hinweis auf lilienthalschen Erfindungsreichtum. Auch Kuriositäten von anderen Luftschiffpionieren wie eine Heißluft-Luftschiff-Gondel des Heißluft-Luftschiffpioniers Karl-Ludwig Busemeyer aus Aachen sind zu besichtigen.

Die Abteilung „Der Traum vom Fliegen“ zeigt fantasievolle Flugträume und untaugliche utopische Konstruktionen aus der Geschichte des Menschenflugs, z. B. ein Modell des Luftschiffentwurfs „Minerva“ von 1784, la Paserola (der große Vogel)" von 1709 und ein visionäres Vakuum-Luftschiff aus dem Jahr 1670. Im Museum sind auch historische Fotografien, z. B. die berühmten Aufnahmen des fliegenden Otto Lilienthal oder verschiedene Gemälde aus der Geschichte des Fliegens, zu betrachten. So etwa die erste bekannte bildliche Darstellung einer Luftfahrt, der Ritt auf einem Adler.

Das Aeronauticon

Eine für Besucher unverzichtbare Attraktion des Otto-Lilienthal-Museums ist die Außenstelle Aeronauticon am Flughafen Anklam. Ein Museumspark zum Schauen, Spielen, Experimentieren und Lernen zu vielem, was mit Fliegen zu tun hat. Einen selbst gebauten Heißluftballon steigen lassen oder eine Dampfmaschine in Bewegung sehen, sind nur einige der dort angebotenen Aktivitäten. Hier können Flugfans im Lilienthal-Cockpit eines Flugsimulators das Fliegen wie einst Otto Lilienthal live erleben. Im Museumspark findet man auch außergewöhnliche Geräte mit Bezug auf Fliegen. Unter anderem einen Riesenvogel aus Metall oder ein Riesenflugzeug aus Holz. Diverse interessante Veranstaltungen, wie ein Blick in den Tower und Flugzeughangar des Verkehrslandeplatzes Anklam, oder der Flugbetrieb zum Zusehen oder zum Mitmachen, werden angeboten. Auch „Probesitzen“ im Cockpit historischer Flugzeuge des Museums oder das Basteln flugtüchtiger Objekte gehören zum Programm. Ein interaktiver Natur- und Techniklehrpfad rundet das Angebot ab.

Fazit

Otto Lilienthals zahlreiche Flugapparate sind faszinierende Belege dafür, wie aus dem Menschheitstraum, fliegen zu können, Realität wurde. Das Otto-Lilienthal-Museum ist allein deshalb schon einen Besuch wert. Community: 0 Bewertungen
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