
Museum Jan Bouman Haus – Niederländische Geschichte in Potsdam entdecken
Mitten im berühmten Holländischen Viertel Potsdam befindet sich das Museum Jan Bouman Haus, ein außergewöhnlicher Lernort für Klassenfahrten und Studienreisen. Das historische Gebäude vermittelt anschaulich, wie niederländische Handwerker im 18. Jahrhundert in Preußen lebten und arbeiteten. Besucher erhalten hier einen authentischen Einblick in Architektur, Alltagsleben und Stadtgeschichte.Entstehung des Holländischen Viertels
Im Auftrag des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. entstand zwischen 1732 und 1742 ein Wohn- und Arbeitsquartier für angeworbene niederländische Fachkräfte. Unter der Leitung des aus Amsterdam stammenden Baumeisters Jan Bouman wurden vier zusammenhängende Karrees mit charakteristischen Backsteinhäusern errichtet. Ziel war es, qualifizierte Handwerker in Potsdam anzusiedeln und die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt zu stärken.Das heutige Museum befindet sich in einem besonders gut erhaltenen Giebelhaus in der Mittelstraße. Nach umfassender denkmalgerechter Restaurierung wurde das Gebäude 1997 als Museum eröffnet. Zum Ensemble gehören ein Vorderhaus aus rotem Ziegel, ein Wirtschaftshof, ein Fachwerk-Hinterhaus sowie ein Garten – ein nahezu vollständiges historisches Wohn- und Arbeitsareal.
Dauerausstellung: Alltag im 18. Jahrhundert
Die ständige Ausstellung zeigt die Geschichte des Holländischen Viertels, die Bauweise der Häuser sowie deren Restaurierung. Originale Bauelemente, Möbel und Haushaltsgegenstände aus dem 18. Jahrhundert lassen das Leben der ersten Bewohner lebendig werden. Besonders für Schülergruppen bietet das Haus ein anschauliches Beispiel für barocke Wohnkultur und handwerkliche Traditionen.Durch die original erhaltene Bausubstanz wirkt das Gebäude wie ein begehbares Zeitdokument. Besucher bewegen sich durch Räume, die seit fast drei Jahrhunderten bestehen, und erhalten so einen unmittelbaren Eindruck vom historischen Alltag. Ergänzend wurden in der Vergangenheit auch kleinere Sonderausstellungen gezeigt, etwa zu Handwerk, Architektur oder regionaler Geschichte.
Interaktive Angebote für Schulklassen
Das Museum richtet sich ausdrücklich an junge Besucher. Eine Museumsrallye führt Kinder und Jugendliche vom Erdgeschoss über den Garten bis unter das Dach. Dabei lösen sie Aufgaben, entdecken Details des Hauses und gestalten anschließend ein eigenes Bastelobjekt. Dieses Angebot ist im Eintrittspreis enthalten und eignet sich besonders für Grundschul- und Mittelstufenklassen.Darüber hinaus werden regelmäßig Workshops für Schülerinnen und Schüler angeboten. Themen sind unter anderem historische Architektur, traditionelle Handwerke oder künstlerische Techniken. Teilnehmende lernen beispielsweise, warum Gebäude ein Fundament benötigen, wie früher gemessen wurde oder welche Berufe im Viertel vertreten waren. Auch praktische Aktivitäten wie Weben, Frottage-Techniken oder Vergolden vermitteln Geschichte auf kreative Weise.
Führungen und Stadterkundung
Für Schulgruppen werden dialogische Führungen angeboten, die auf verschiedene Altersstufen abgestimmt sind. Dabei erkunden die Teilnehmer das Haus, betrachten ein Modell des Viertels und sprechen über das Leben im 18. Jahrhundert. Termine können individuell vereinbart werden, auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten.Ergänzend führt eine weitere Tour über den nahegelegenen Bassinplatz, einen der wichtigsten historischen Plätze Potsdams. Hier lernen Besucher, wie sich Funktion und Gestaltung eines Stadtplatzes im Laufe der Zeit verändern und welche Rolle solche Orte im städtischen Leben spielen.
Lernort für Geschichte und Kultur
Das Museum Jan Bouman Haus verbindet Architekturgeschichte, Alltagskultur und Stadtentwicklung auf anschauliche Weise. Für Klassenfahrten und Studienreisen bietet es damit eine wertvolle Ergänzung zu den bekannten Potsdamer Sehenswürdigkeiten. Der authentische Ort ermöglicht es, Geschichte nicht nur zu lesen, sondern unmittelbar zu erleben. Community: 0 BewertungenBewerten Sie diesen Ort.
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