Archäologisches Museum in Istanbul

Das Archäologische Museum Istanbul beherbergt eine bedeutende und schön präsentierte Sammlung prähistorischer, griechischer, römischer und byzantinischer Altertümer, die aus den Sammlungen des Topkapı-Palastes stammen. Zusammen mit dem nahe gelegenen Museum für türkische und islamische Kunst ist dies die größte Museumsattraktion der Stadt und sollte auf der Liste der Sehenswürdigkeiten für Geschichtsinteressierte ganz oben stehen.

Das Archäologische Museum von Istanbul ist eines der größten Museen der Welt und beherbergt mehr als eine Million Artefakte aus verschiedenen Kulturen. Das Museum wurde als eines der ältesten Gebäude der Türkei errichtet. Es wurde Ende des 19. Jahrhunderts von dem Künstler und Museumsmaler Osman Hamdi Bey als Kaiserliches Museum gegründet und am 13. Juni 1891 für Besucher geöffnet. Die Sammlung des Museums umfasst Artefakte von Zivilisationen vom Balkan bis nach Afrika, von Anatolien und Mesopotamien bis zur arabischen Halbinsel und Afghanistan, innerhalb der Grenzen des Osmanischen Reiches. Da das Museum aus drei Haupteinheiten besteht, wird es als Archäologische Museen von Istanbul bezeichnet.

Wo befindet sich das archäologische Museum?

Das Museum befindet sich im Gülhane-Park, südlich des Topkapı-Palastes, und besteht aus drei separaten Gebäuden. Während das Hauptgebäude mit seiner imposanten neoklassizistischen Fassade die wichtigsten Schätze beherbergt, widmet sich das Museum für altorientalische Kunst (Eski Şark Eserleri Müzesi) im Innenhof den Exponaten der vorislamischen Kunst, wobei Stücke aus dem alten Babylon einen besonderen Schwerpunkt bilden. Das dritte Gebäude des Museumskomplexes ist der anmutige Kachelpavillon (Çinili Köşk), der zu den ältesten noch erhaltenen osmanischen Gebäuden in Istanbul gehört. Er wurde 1472 erbaut und zeigt in seiner Architektur einen deutlichen persischen Einfluss. Ursprünglich wurde der Kachelpavillon für Sultan Mehmed den Eroberer als ein ziemlich großer Platz für den Sultan gebaut, um Spiele und Sport zu beobachten. Die schöne Keramikausstattung des Gebäudes (hauptsächlich İznik-Fliesen aus dem 16. Jahrhundert) und die Fayence-Dekoration aus dem 12. bis 19. Jahrhundert sind wunderbar erhalten.

Sarkophage der Könige

Zu den wichtigsten Schätzen des Archäologischen Museums Istanbul gehören die Funde, die der osmanische Archäologe Osman Hamdi Bey aus dem Libanon mitbrachte. Der reiche Schatz an Sarkophagen, den er in Sidon (im Südlibanon) entdeckt hat, stammt aus der königlichen Nekropole des alten Sidon.
Vor allem der prächtige Alexandersarkophag mit seiner aufwändigen Darstellung des makedonischen Heeres im Kampf gegen die Perser und der Totensarkophag mit seinen 18 Figuren trauernder Frauen sind großartige Beispiele für die reiche Grabkunst des vierten Jahrhunderts v. Chr.
Neben dem Cache aus Sidon umfasst die Sammlung auch Sarkophage aus dem gesamten Osmanischen Reich. Die schönsten Beispiele sind der Sarkophag des Satrapen aus dem 5. Jahrhundert v. Chr., der lykische Sarkophag (ca. 400 v. Chr.) und der Sidamara-Sarkophag aus Konya aus dem 3. Es gibt auch einige schöne Tiere und Steine.

Der Sarkophag von Alexander

Der Sarkophag Alexanders befindet sich im zweiten Raum auf der linken Seite. Er ist mit Szenen bedeckt, die angeblich Alexander den Großen bei der Jagd und im Kampf darstellen, aber da Alexander bekanntlich in Alexandria begraben ist, ist es sehr umstritten, ob es sich tatsächlich um seinen Sarkophag handelt. Verschiedene Quellen legen nahe, dass dieser Sarkophag mit einem Herrscher der Seleukiden-Dynastie oder dem phönizischen Prinzen Abdolonymus in Verbindung steht. Es wird angenommen, dass der Sarkophag aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. stammt. Die Metallwaffen, die die Krieger und Jäger auf dem Sarkophag trugen, wurden vor der Ausgrabung von Hamdi Bey gestohlen. Ein weiterer schöner und interessanter Sarkophag aus Sidon ist der Sarkophag der weinenden Frauen. Er stellt 18 Frauen aus dem Harem des 360 v. Chr. verstorbenen Königs Straton dar, wobei die Frauen in verschiedenen Posen des Leidens und der Trauer dargestellt sind. Auf dem Deckel des Sarkophags ist ein Leichenzug abgebildet. Wie bei Alexanders Sarkophag sind auf der Oberfläche des Marmors Spuren der ursprünglichen Farbe zu sehen.

Istanbul im Wandel der Jahrhunderte

Für alle, die sich für die Geschichte der Stadt Istanbul interessieren, deckt diese ausgezeichnete Ausstellung alle Grundlagen ab. Die Ausstellung zeigt die Geschichte der Stadt, von der Gründungslegende bis zur osmanischen Zeit. Es ist eine gute Möglichkeit, sich einen Überblick über die atemberaubende Geschichte dieser Metropole zu verschaffen.

Rund um das Museum

Nach dem Museumsbesuch sollten Sie sich Zeit für einen Spaziergang durch den Gülhane-Park nehmen, der einst die Gärten des osmanischen Sultans beherbergte und in dem die Löwenstatue steht. Die Gärten sind ein ruhiges Fleckchen Grün im Herzen der Altstadt, mit gepflegten Rosen- und Tulpenbeeten, schattigen Bäumen und einem herrlichen Blick auf das Goldene Horn.
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