Das Urmensch-Museum Steinheim


In der Nähe von Ludwigsburg in Baden-Württemberg liegt Steinheim an der Murr. Dort ist seit 1968 das Urmensch Museum angesiedelt. Das Museum wurde gegründet um einen, 1933 in Steinheim gefundenen Schädel eines Urmenschen - dem Homo Steinheimensis - auszustellen. Neben dem Schädel sind auch weitere Ausstellungsstücke aus Geologie und Tierwelt von der Altsteinzeit bis zur Würmeiszeit in dem Museum untergebracht. Um diese Ausstellungsstücke allesamt unterbringen zu können, wurde 1974 ein Anbau an das Museum beschlossen und durchgeführt. In den 1980er Jahren wurde das Urmensch-Museum neu konzipiert und gestaltet. 2017 erhielt das Museum seine neueste Attraktion. Von einer französischen Künstlerin wurde ein lebensechtes Modell des Urmenschen - genauer gesagt der Steinheimfrau - erschaffen. So wird anschaulich gezeigt, wie diese ausgesehen haben könnte.

Für den Rundgang durchs Museum stehen Audioguides zur Verfügung, die drei Touren zur Auswahl anbieten: eine ausführliche Tour mit gründlichen Erklärungen zu den Ausstellungsstücken und darüber hinaus, eine Kurztour in Deutsch oder Englisch für den schnellen Überblick sowie ein Rundgang für junge Forscher:innen, mit dem die Urmensch-Frau selbst die jugendlichen Besucher:innen in ihre Welt entführt.
Es stehen 15 Handgeräte zur Verfügung. Zusätzlich kann der Audioguide mit dem Smartphone genutzt werden.

Bei der lebensechten Nachbildung des Steinheimer Urmenschen im Obergeschoss bietet ein Touchscreen neue und reich bebilderte Informationen zur Menschheitsentwicklung. Mit anschaulichen Texten, Bildern und Filmsequenzen sowie einem Quiz kann man in das Leben der Urmenschen eintauchen und dabei aus einem großen Angebot auswählen. Das Ganze funktioniert wie ein Tablet oder Smartphone. Mit einem Tipp oder einer Fingerbewegung kann man die Fenster aufrufen, vergrößern und bewegen.

Das Besondere des Steinheimer Schädels


Als der Schädel 1933 gefunden wurde, war die archäologisch-wissenschaftliche Welt in einem großen Umdenkprozess. Anhand der Evolutionstheorie von Charles Darwin wurde angenommen, dass der Mensch vom Affen abstamme. Diese Abstammungsgeschichte wurde anhand von fossilen Überresten von Affen, Menschen und Menschenähnlichen Lebewesen aufgezeichnet. Hierzu war es nötig, sich Schritt für Schritt vorzuarbeiten. Der sogenannte "Missing Link" zwischen Affe und Menschen wurde gesucht und gefunden. Zu dieser Zeit wurden viele neue Entdeckungen gemacht, und die Geschichte der Menschheit neu geschrieben. Die unterschiedlichen Arten wurden meist nach den erstmaligen Fundstellen bezeichnet. Dementsprechend wurde auch der in Steinheim gefundene Schädel einer eigenen Art - dem Homo steinheimensis - zugeschrieben. Heute ist man jedoch der Ansicht, dass es sich beim Steinheimer Urmensch um einen Neandertaler handelt. Eine eindeutige Zuschreibung ist allerdings schwierig, da der Schädel sowohl Merkmale des Homo heidelbergensis und des Homo neanderthalensis aufweist.


Weitere Ausstellungsstücke im Urmensch Museum Steinheim


Die obere Etage des Museums beschäftigt sich mit der Entwicklung der Frühmenschen, rund um den berühmten Schädel. Die untere Etage hingegen beherbergt Skelette und sonstige Überreste von pleistozäner Großsäuger, darunter ein vollständiges Skelett eines Steinhheimer Steppenelefanten oder ein 2,60 Meter großes Geweih eines Riesenhirsches.


Angaben des Inhabers:

Adresse:

Kirchplatz 4
71711 Steinheim an der Murr
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Öffnungszeiten:

Mittwoch bis Freitag
13:00 bis 17:00 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertage 12:00 bis 17:00 Uhr

Für Gruppen auf Anfrage auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten

Preise:

2,00 Euro Erwachsene
1,00 Euro Kinder ab Schulalter
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