Ludgeri-Kirche in Norden/Ostfriesland

ein kulturelles Reiseziel

Die Kirche wurde vom 13. Jahrhundert bis hin ins 15. Jahrhundert in mehreren Bauetappen errichtet. Das Bauwerk ist vom romanisch-gotischen Stil geprägt und steht in der ostfriesischen Stadt Norden. Als größter erhaltener Sakralbau aus dem Mittelalter in ganz Ostfriesland mit einer Länge von etwa 80 Metern bietet die Kirche einiges zum Entdecken. Die Einflüsse von Gotik und Romanik sind schon von außen deutlich zu erkennen und dienen perfekt der Veranschaulichung der Kunstepochen. Schülerinnen und Schüler können den gotischen Chor bewundern, der sich klar vom gotischen Querhaus und dem romanischen Langhaus abhebt. Auch der romanische Kirchturm auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist eine Besichtigung wert. Doch neben Bauart, Bauzeit und Bauweise können Sie mit ihrer Schulklasse natürlich auch die reiche Innenausstattung der Ludgeri-Kirche bewundern. Auch hier werden die Einflüsse aus verschiedensten Epochen wieder sehr deutlich. Besonders zum Vorschein kommt das gotische Chorgestühl. Ebenfalls von hoher Bedeutung für die Kirche sind jedoch der Schriftaltar, das Taufbecken oder die barocke Kanzel. Ein besonderes Highlight des Kirchenbesuches stellt die Orgel von Arp Schnitger dar. Sie ist wahrlich ein klangliches und historisches Kunstwerk von internationaler Bedeutung. Auch Kunst ist in Form von Bildern und Gemälden noch zu kleinen Teilen in der Ludgeri-Kirche vorzufinden und kann größtenteils im Querschiff bestaunt werden.

Die Anfänge der Kirche bis zur Reformation

Die rechteckige Einraumkirche wurde aus Backstein erbaut und war leicht größer als die schon vorhandene Stadtkirche. Hier spiegelt sich wohl eine Art Konkurrenzkampf wieder, wie er zu jener Zeit zwischen Land- und Stadtkirche typisch war. Die Kirche verzeichnete in ihren Anfängen vier Ein- und Ausgänge, Rundbogenfenster und eine flache Holzbalkendecke. Typisch für diese frühe Zeit fand der Gottesdienst noch im Stehen statt und es gab im Vergleich zu heute wohl kaum Inneneinrichtung. Alles beschränkte sich auf einen Altar und ein Taufbecken.
Der Glockenturm verzeichnet seine Entstehung in der Zeit zwischen Romanik und Gotik. Im frühen 14. Jahrhundert wurde der Turm typisch freistehend errichtet, was zum einen an der ostfriesischen Sitte liegt, zum anderen jedoch auch an dem oftmals unsicheren Baugrund. Zur selben Zeit wurde die Westfassade in einem frühgotischen Stil überarbeitet, da sie zuvor eingestürzt war. Ebenfalls zu dieser Zeit entstand das gotische Querschiff, welches an das romanische Langhaus angebaut wurde.

Von der Reformation in die Gegenwart

Im Jahr 1527 trifft die Reformation auch in Norden ein. Mit ihr werden die meisten künstlerischen Aspekte, vor allem Gemälde zerstört. Die Zeit nach der Reformation war durch lutherische und reformierte Priester geprägt. Die verschiedenen Konfessionen übertrumpften sich immer wieder gegenseitig. Vom 17. Jahrhundert an bis heute wurde die Ludgeri-Kirche immer wieder mit verschiedenen Kunstwerken ausgestattet und so neuen Stilen angepasst. Auch einige Renovierungen und Ausbauten sind zu verzeichnen und können vor Ort bestaunt werden.

Ob Baustil, kulturelle Abwechslung, Kunst oder Epochenkunde: das alles lässt sich anhand der Ludgeri-Kirche in Norden sehr gut nachvollziehen. Der perfekte Ausflugsort für Schulklassen in den Fächern Geschichte, Kunst oder Religion. Am praktischen Beispiel lassen sich die Unterrichtseinheiten meist besser veranschaulichen und somit wird auch das Verständnis der Schüler für eben diese Merkmale gefördert.
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