
Zitadelle Jülich
Als eines der bedeutendsten Baudenkmäler im Westen Deutschlands liegt diese Jahrhunderte alte Anlage im Herzen der Stadt Jülich, im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen.Steinerne Zeugin der Geschichte Mitteleuropas
Ein schwerer Brand im Jahre 1547 führte dazu, dass Herzog Wilhelm V. seinen Masterplan einer Idealstadtanlage der Renaissance durch den italienischen Baumeister Alessandro Pasqualini umsetzen lassen konnte: Neben dem herzoglichen Residenzschloss wurde eine ausgedehnte Festung zum zentralen Bestandteil. Drei Jahrzehnte nahm die Bauphase schließlich in Anspruch. 1580 war es dann so weit, 1610 fand bereits die erste Belagerung des Geländes durch niederländische Truppen statt. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Zitadelle schwer beschädigt. Danach geschah in ihrem Umfeld bis auf die Sprengung beschädigter Abschnitte lange Zeit nichts. 1972 wurde ein moderner Anbau des Schlosses zum Sitz des „Gymnasium Zitadelle“. Im Verlauf der 1990er Jahre begann eine Phase behutsamer Restaurierungsarbeiten an den Kurtinen und Bastionen. So entstand auch die nach dem Baumeister benannte Pasqualinibrücke, welche mit dem modernen Werkstoff Stahl die Architektur der ursprünglichen Holzbrücke vor der Südkurtine wiederaufleben lässt. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Zitadelle zu einem lebendigen Zentrum für Tourismus und Kultur entwickelt. Heute ist sie eine der am besten erhaltenen dieser speziellen Bauweise nördlich der Alpen.Faszinierendes Museum
Im runderneuerten Pulvermagazin auf der Bastionsplattform hat das Museum der Zitadelle Jülich seinen Sitz. Ein fachkundiges Team erarbeitet in der Werkstatt die Ausstellungen und entwickelt dabei immer neue kreative Ideen, die auch neueste Erkenntnisse aus der archäologischen Forschung – aus Schriftquellen und Objekten – für das allgemeine Publikum greifbar machen.Das Museum bietet an jedem letzten Sonntag des Monats eine Besichtigung der Kasematten an: Diese sind durch besonders dicke Mauern vor Artilleriebeschuss gesicherte Gewölberäume im Innern der Festung. Eine Besichtigung ist kostenlos und beginnt an der Kasse beziehungsweise der Information. Die Zitadelle Jülich ist auch ein bedeutendes Winterquartier für zahlreiche geschützte Fledermausarten. Daher können Sie den spannenden Kasemattenrundgang nur zwischen Mai und September unternehmen.
Für Schulklassen von bis zu 25 Personen gibt es spezielle, kostenlose Führungen durch die Anlage. Bei der Planung Ihres Besuchs müssen Sie beachten, dass die Räumlichkeiten nicht beheizt sind, was im Sommer naturgemäß weniger problematisch ist als in der kalten Jahreszeit, in der die Besuchszeiten flexibel angepasst werden. Zudem sind historisch bedingt einige Bereiche leider nicht barrierefrei zugänglich.
Das Museum bietet Kreativworkshops für Kinder und Jugendliche im Alter von 10-14 Jahren an. Diese fördert der Staat über das Programm Kulturrucksack NRW. Dabei geht es etwa um schöpferisches Upcycling von Abfall zu Kunst oder auch das Basteln von fantasievollen Objekten aus Pappe, Papier, Ton und Gips. Sie sollten dabei beachten, dass die Kinder Essen und Trinken dabeihaben und auch über Kleidung verfügen, welche schmutzig werden darf.
Dauerausstellung „Schlossge-SCHICHTEN“
Die Archäologie befasst sich seit Langem mit dem Vermächtnis der Anlage. Besonders die Erforschung des Schlosshofes brachte dabei einiges zutage: Die Vielzahl der von den Forschenden freigelegten Schichten verweist in die tiefe Vergangenheit noch vor dem Bau der Renaissance-Festung. Das Grabungsprofil von 14 Metern Länge können Sie als Teil der im Schlosskeller befindlichen Dauerausstellung mit eigenen Augen betrachten. Dabei machen die Computer-Animationen des begleitenden Films die archäologischen Erkundungen mittels dreidimensionaler Rekonstruktion greifbar. Eine Jahrhunderte zurückliegende Zeit erwacht zum Leben! Ferner können Sie dort die bedeutenden Funde aus dem Innenhof des Schlosses in Augenschein nehmen. Die Schlosskapelle und das Infozentrum zur Römerstraße Via Belgica sind weitere Highlights, welche Sie auf dem Gelände dauerhaft besuchen können. Die 2.000 Jahre zurückreichende Geschichte des Siedlungsgebietes hat Spektakuläres zu erzählen! Community: 0 BewertungenBewerten Sie diesen Ort.
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