
Zeitreise durch den Aachener Dom
Im Dom, da steppt der Bär! Zumindest im übertragenen Sinne. Neben der eindrucksvollen Architektur hat der Aachener Dom viel zu bieten. Ob Musik, Kultur, Politik oder Literatur – für jeden gibt es hier die ideale Veranstaltung. Gerade für einen Tagesausflug ist der Dom im Südwesten Nordrhein-Westfalens eine grandiose Anlaufstelle, um sich in einem der besterhaltenen Bauwerke aus karolingischer Zeit zu verlieren. Für Schulklassen ist ebenfalls gesorgt: Eine Reise durch die Zeit lässt Kinder und Jugendliche die Geschichte nicht nur hören, sondern aktiv erleben.Grundsteinlegung durch Karl den Großen
Der Aachener Dom war ursprünglich ein Projekt von Karl dem Großen, der den Kern erbauen ließ. Zwischen 795 und 803 entstand die karolingische Pfalzkapelle. Sie diente als mittelalterliche Krönungsstätte der deutschen Kaiser. Wussten Sie, dass der Teufel höchstpersönlich beim Bau geholfen haben soll? Wer genau hinsieht, sieht am Haupteingang, dem Löwenportal, eine ganz besondere Spur: Im Türzieher lässt sich der Daumen des Teufels ertasten. Wer ist mutig genug, um danach zu suchen?Das Oktogon wurde im Jahr 805 geweiht. Nach dem festen Kern folgte rund 550 Jahre später die Erweiterung um die gotische Chorkapelle. Die Bauarbeiten begannen 1355 und dauerten bis 1414 an – insgesamt 59 Jahre –, bis die Kapelle geweiht werden konnte.
Schon gewusst? Das erste UNESCO-Welterbedenkmal Deutschlands ist der Aachener Dom gewesen. Bis heute gehört er zum UNESCO-Weltkulturerbe und gilt als Wahrzeichen der Stadt Aachen. Die Kathedrale ist eine der bedeutendsten Kirchen Europas, die jährlich mehr als 1,2 Millionen Besucher anlockt.
Was macht den Aachener Dom so besonders?
Das Besondere am Aachener Dom ist der Mix aus mehreren Stilepochen. Als Grundbasis dient die karolingische Pfalzkapelle von Karl dem Großen. Die gotischen Erweiterungen – etwa Kapellen und Chorhalle – sprechen für sich. Und auch romanische Elemente sind beim Dom in Aachen zu entdecken.Eine weitere Besonderheit: Der insgesamt 32 Meter hohe gotische Chor wird auch „Glashaus“ genannt und hat 25,5 Meter hohe Fenster, was sehr beeindruckend ist, sobald Besucher die Chorkapelle betreten. Aber denkt daran: „Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.“ Die Restaurierung eines solchen Fensters könnte einige tausend Euro kosten und im schlimmsten Fall sogar Beträge in Millionenhöhe verursachen. Es handelt sich um aufwendigste Handwerkskunst aus historischen Materialien. Aber keine Sorge: So leicht lassen sich die Fenster nicht beschädigen.
Ein Höhepunkt für kleine und große Geschichtsfans ist der steinerne Thron von Karl dem Großen im Obergeschoss. Insgesamt 30 deutsche Könige nahmen auf dem Thron Platz.
Die kostbaren Schätze des Doms
Die Reise durch den Aachener Dom kann selbstbestimmt oder mit einer Führung erfolgen. Besucher durchlaufen die unterschiedlichen Stationen und entdecken die kostbaren Schätze des Doms, die aus aller Welt stammen. Ägypten, Frankreich, England, Italien oder Ungarn – eine Reise durch die Zeit untermauert, wie lange der Dom in Aachen bereits mit den unterschiedlichen Regionen Europas und darüber hinaus verbunden ist. Die Kathedrale ist ein Ort der europäischen Vernetzung, der voller kultureller Vielfalt steckt.Eine öffentliche Domführung dauert rund 45 bis 60 Minuten und gewährt tiefe Einblicke in die Historie des inzwischen mehr als 1.200 Jahre alten Meisterwerks. Schulklassen tauchen in eine imposante Atmosphäre ein, die zu überzeugen weiß, und viele sagenhafte Geschichten auf Lager hat. Community: 0 Bewertungen
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