Ostholstein-Museum Eutin

castle © pixabay.com
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Wie war das um 1800, als Eutin „Weimar des Nordens“ genannt wurde?

Ein Ausflug in eine interessante Epoche


Eutin (Kreis Ostholstein, Schleswig-Holstein) hat knapp 17.000 Einwohner. Um 1800 beherbergte die Stadt in der Holsteinischen Schweiz in seinem komfortablen Schloss den Herzog von Oldenburg – und die Stadt galt in dieser Zeit als kulturelle Metropole, es wurde sogar „Weimar des Nordens“ genannt. Warum? Weil wichtige Persönlichkeiten der damaligen Kulturszene zeitweise oder sogar jahrelang in der Stadt lebten. Auf einer Klassenfahrt nach Eutin können Sie sich auf die Spuren dieser Personen begeben.

Ziel der Fahrt sollte das Ostholstein-Museum Eutin sein, denn es widmet sich der Kunst und Kultur der Zeit um 1800 – aber auch moderne Kunst ist hier zu entdecken. Wenn Sie nicht weit anreisen müssen, können Sie die Klassenfahrt als eintägigen Ausflug organisieren. Für den Besuch im (übrigens barrierefreien) Ostholstein-Museum Eutin sollten Sie mindestens zwei Stunden einplanen. Führungen können gebucht werden. Nach dem Museumsbesuch können Ihre Schüler noch ein wenig durch den schönen Schlosspark bummeln. Vielleicht möchten Sie auch eine mehrtägige Fahrt unternehmen? Eutin besitzt zwar keine Jugendherberge, aber in den Jugendherbergen der nahen Gemeinden Bad Malente, Plön oder Scharbeuz finden Sie sicher eine Unterkunft für Ihre Klasse!

Das Museum im Pferdestall

Das werden Ihre Schüler ganz bestimmt lustig finden: Das Ostholstein-Museum Eutin ist im ehemaligen Marstall, also dem Pferdestall, des Schlosses untergebracht. Sowohl das Schloss als auch der Marstall sind wunderschön renoviert, da werden schon beim Betreten des Schlosshofes viele Handys für Erinnerungsfotos gezückt werden ... Der Marstall wurde in den Jahren 1829/30 erbaut. Das bereits 1889 gegründete Museum hat seinen Sitz seit 1986 im Marstall.

Berühmte Leute in Eutin: Auf den Spuren des „Eutiner Kreises“ um 1800

Um 1800 lebten einige wichtige Personen der deutschen Kulturgeschichte in Eutin und bildeten den „Eutiner Kreis“. Im Museum sind Porträts dieser Personen, Bücher, die sie geschrieben oder übersetzt haben sowie persönliche Gegenstände aus ihrem Besitz zu sehen. Da wäre z. B. Friedrich Leopold Graf zu Stolberg (1750-1819) zu nennen, der „Sturm-und-Drang“-Gedichte verfasste und mit Johann Wolfgang von Goethe befreundet war. Auch Johann Heinrich Voß (1751-1826) gehörte dem Eutiner Kreis an. Er war zwanzig Jahre lang Rektor des Eutiner Gymnasiums. Bekannt wurde er wegen seiner genialen Übersetzung der Texte von Homer aus dem Altgriechischen.

Malerei und Kunsthandwerk

Der Maler Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1751-1829) – Ihre Schüler werden über diesen Namen sicherlich kichern! – war von 1808 bis 1829 Galeriedirektor in Eutin. Viele seiner Originalgemälde und Zeichnungen sind im Ostholstein-Museum Eutin ausgestellt. Sein berühmtestes Bild „Goethe in der Campagna“ allerdings leider nicht. Das hängt im Städel-Museum in Frankfurt. Aber im Ostholstein-Museum Eutin finden Sie schöne Kunstwerke mit Motiven aus der Region, denn ein Schwerpunkt der Dauerausstellung liegt auf der regionalen Landschaftsmalerei von 1860 bis in die Gegenwart. Und das Ostholstein-Museum Eutin bietet noch mehr interessante Objekte, z. B. ein Fahrrad von 1870 und viele kunsthandwerkliche Gegenstände, z. B. „Tischbein-Öfen“ (Öfen aus der Zeit um 1800). Auch Fayencen (also feines Porzellangeschirr) sind ausgestellt. Ihre Schüler können beim Anblick dieser Gegenstände – auch Zinnkannen und Accessoires aus Gold oder Silber sind zu sehen – in die Epoche um 1800 eintauchen und versuchen, sich vorzustellen: „Wie wäre das gewesen, wenn ich damals gelebt hätte?“

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