Salzbergwerk Berchtesgaden

Mehr als ein Kulturgut

Besucherbahn © Südwestdeutsche Salzwerke AG, Salzbergwerk BerchtesgadenMagischer Kristall © Südwestdeutsche Salzwerke AG, Salzbergwerk BerchtesgadenSalzkathedrale © Südwestdeutsche Salzwerke AG, Salzbergwerk BerchtesgadenSalzlabor © Südwestdeutsche Salzwerke AG, Salzbergwerk BerchtesgadenSalzsee im Bergwerk © Südwestdeutsche Salzwerke AG, Salzbergwerk Berchtesgaden
Die Geschichte des Salzbergbaus hat in Berchtesgaden eine lange Tradition. Bereits um das Jahr 1100, sollen unter der Regentschaft des Augustiner Chorherrn Eberwin die ersten Salzquellen entdeckt worden sein. Umso bewundernswerter ist es, dass es in der Ortschaft noch heute ein aktives Salzbergwerk gibt. Mit dieser Historie ist das Salzbergwerk Berchtesgaden das älteste seiner Art in ganz Deutschland, welches noch aktiv betrieben wird. Kein Wunder also, dass diese geschichtsträchtige Anlage jährlich Ziel von vielen Tausenden Besuchern ist.
Für alle Interessierten wurde in jüngster Vergangenheit sogar ein eigener Salzshop eröffnet. Hier finden die Besucher Gelegenheit, sich ein Souvenir von diesem historischen Bergwerk nach Hause mitzunehmen. Der Besuch im Salzbergwerk gewährt allen Gästen einen überaus interessanten Einblick in die Welt des Salzes. Die Fragen rund um das weiße Gold werden hier eingehend beantwortet.

Vom Bergwerk bis in den Salzstreuer...

...ist es ein langer Weg. Ein Besuch im Salzbergwerk bringt die Gäste mit Sicherheit auch zum Nachdenken. Immerhin leisten die Bergleute einen großen Beitrag dazu, dass die Mittagssuppe schmackhaft ist oder der Fisch seine Salzkruste bekommt, um nur wenige Beispiele für den wertvollen Geschmacksträger zu nennen. Gerade für Ihre Schulklasse dürfte eine Kursfahrt zum Salzbergwerk Berchtesgaden ein hervorragendes Projekt sein. Am Ende des Tages werden Sie und Ihre Schüler, um einige Eindrücke reicher, den Heimweg antreten und jedes Salzkorn mit anderen Augen sehen.
Für die Region ist das Salzbergwerk mit rund 100 Mitarbeitern ein wichtiger Arbeitgeber. Jedes Jahr an Pfingsten wird das traditionelle Bergfest im Ort gefeiert. Das Fest, welches ganz im Zeichen des weißen Goldes steht, beinhaltet auch eine Prozession. Dabei gehen die Bergknappen in ihrer typischen Tracht voran. Für Berchtesgaden, aber auch für alle Zuschauer, ist das jedes Jahr aufs Neue ein eindrucksvolles Erlebnis.

Die Historie

Die ersten entdeckten Salzquellen in Berchtesgaden wurden zwar bereits rund 400 Jahre zuvor ausgeschöpft, das heute noch intakte Salzbergwerk wurde dann jedoch erst im Jahre 1517 erbaut. Mit der Errichtung des „Petersberg-Stollen“ begann schließlich der ununterbrochene Abbau des kostbaren Kristalls, welcher bis zum heutigen Tage anhält.
In den Anfängen des professionellen Abbaus war die Fürstpropstei Berchtesgaden Eigentümer des Bergwerks. Im Laufe der Jahre wechselten die Besitzer jedoch oft. So gehörte es unter anderem dem Kurfürstentum Salzburg, dem Kaiserreich Österreich, Frankreich und schließlich dem Königreich Bayern. Nach der Ausrufung des Freistaates Bayern ging das Salzbergwerk in dessen Eigentum über. Seit 1995 gehört das Bergwerk nun zur Südsalz GmbH. Die Klassenfahrt wird Ihrer Schulklasse auch Aufschluss darüber geben, wie gut trotz zum Teil ärmlicher Bedingungen in der damaligen Zeit gebaut und gewirtschaftet wurde.

So gilt beispielsweise die knapp 30 Kilometer lange Soleleitung, welche im Jahr 1816 erbaut wurde, als technischer Geniestreich. Mittlerweile wird das geförderte Salz zu einer Anlage zur Aufbereitung von Speisesalz nach Bad Reichenhall gepumpt, wo es schließlich für den Endverbrauch weiterverarbeitet wird. Dieser sogenannte Salinenbetrieb wurde bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ebenfalls noch in Berchtesgaden ausgeübt.

Das Schaubergwerk

Bereits im 15. Jahrhundert ließ, die Fürstpropstei Berchtesgaden ein sogenanntes Schaubergwerk errichte. Schon damals erfreuten sich die Besuche im Salzbergwerk größter Beliebtheit. Bis zum Jahr 2000 wurden die Besucher noch in die traditionelle Bergmannskluft gekleidet. Mittlerweile wurde diese durch einen Overall ersetzt.
Das Schaubergwerk verfügt über eine eigene Einfahrt, welche ausschließlich für Besucherfahrten genutzt wird. Schulklassen, Touristen und andere Gäste werden mittels Bergwerksbahn auf einer Strecke von fast 1.500 Metern durch den Stollen gefahren. Seit 2007 dürfen sich die Besucher auf eine ganz besondere Informationsshow freuen. Nach rund einer Stunde wird die Bergausfahrt erreicht.
Die Räumlichkeiten des Salzbergwerks werden auch für kulturelle Zwecke genutzt. So finden beispielsweise Konzerte statt. Beim regelmäßig stattfindenden Dinner im Salzbergwerk, warten inmitten des Salzstollens kulinarische Köstlichkeiten auf die Gäste. Der 1990 eröffnete Salzheilstollen mit mehr als 850 m² findet ebenfalls regen Besucherandrang.
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