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Militärhistorisches Museum Dresden - das ungewöhnlichste Militärmuseum der Welt

Das revolutionäre Militärhistorische Museum Dresden wurde vom Stararchitekten Daniel Libeskind entworfen. Die Kuratoren der Bundeswehr, die das Museum gegründet haben, wollen den Krieg und das damit verbundene Leid neu beleuchten. Anstatt nur Kriegsartefakte zu zeigen, bietet das Museum ein provokantes, interdisziplinäres Angebot an Ausstellungen über den Krieg und seine sozialen Folgen. "Krieg ist ein Akt der Gewalt" steht über dem Eingang.

Kriegsgeschichte modern aufbereitet


Das neue Militärhistorische Museum Dresden deckt ein breites Spektrum ab, von der Kulturgeschichte über die Kunst bis hin zu Multimedia-Displays, die provozieren und informieren. Internationale Kriegsschauplätze finden im Museum ebenso ihren Platz wie die schrecklichste Gräueltat Deutschlands, der Holocaust. Ein Display zeigt Schuhreihen von Menschen, die in Nazi-Konzentrationslagern getötet wurden. Die Sammlung des Museums umfasst 10.000 Objekte, die auf einer Fläche von 13.000 Quadratmetern ausgestellt sind. Ein kompletter Rundgang durch das vierstöckige Gebäude führt durch drei lange chronologisch geordnete Epochen, die vom Spätmittelalter bis zur Verwüstung der Weltkriege des 20. Jahrhunderts durch das heutige Militär und seine aktuellen Auslandseinsätze reichen.

Neugestaltung von 2007 - 2011


Die 62 Millionen Euro teure Neugestaltung dauerte sieben Jahre. Vom Eingang aus betreten die Besucher eine neue, von Daniel Libeskind entworfene Ausstellungshalle. Als Anbau an das bestehende Museumsgebäude, das seit 1897 die Sammlungen der Bundeswehr beherbergt, schuf der Stararchitekt einen Stahl-Beton-Keil. Der Ort ist ein Spiegel der verschiedenen Epochen und diente zu verschiedenen Zeiten als königliche Waffensammlung, als Nazi-Museum und als Armeemuseum der Deutschen Demokratischen Republik. Die modernen Renovierungen markieren einen Bruch mit der Geschichte in der Absicht, weg von der bloßen Präsentation von Kriegsmaschinen hin zur Mehrdimensionalität zu gelangen. Fragen nach den sozialen Wurzeln, Auswirkungen und Nuancen des Krieges stehen heute im Mittelpunkt. Besonders interessant ist eine Ausstellung, die den unangenehmen Geruch der Gräben während des Ersten Weltkriegs simuliert, eine Mischung aus verrottendem Fleisch, Schmutz, Schweiß und Schießpulver. Die Ausstellung wurde von der renommierten Duftforscherin und Professorin Sissel Tolaas, einer Norwegerin aus Berlin, gestaltet.

Liebe, Hass und Krieg


Auch exemplarisch für die Neuausrichtung des Museums ist eine Videoinstallation mit dem Titel "Love and Hate" des Künstlers Charles Sandison, die Besucher gleich am Eingang empfängt. Liebe und Hass kämpfen gegeneinander, fließen über die Mauern und Türen, formen sich zu menschlichen Körpern und explodieren dann. Hier werden die Grundfragen der menschlichen Existenz vorgestellt. Andere Ausstellungen versuchen, die Angst, die der Krieg bei Soldaten und Zivilisten hervorruft, spürbar zu machen. Eine Installation simuliert den Abwurf von 23 Bomben aus verschiedenen Ländern und Zeiten, die von der Decke auf die Besucher fallen. Die Stimmung im Raum mit einem Bunker in der Mitte ist bedrückend. Ein weiterer Blitz folgt, als die Hiroshima-Pilzwolke die Wand erhellt. Die Schatten der Besucher lodern für einige Sekunden auf dem kalten Beton. Ein Raum zeigt einen Panzer, der vor wenigen Jahren in Afghanistan unter Beschuss geriet. Seine drei deutschen Besatzer überlebten den Angriff der Taliban. Mit der zeitgemäßen Herangehensweise an die Ausstellungen will die Bundeswehr besonders junge Menschen ansprechen und ihnen zeigen, was der Dienst an der Waffe wirklich bedeutet.

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