Alcazaba in Málaga

Springbrunnen © pixabay.com
Springbrunnen © pixabay.com


Die Alcazaba, was übersetzt soviel wie „Zitadelle“ bedeutet, ist eine historische, maurische Festungs- und Palastanlage in der spanischen Stadt Málaga. Sie ist eine besondere touristische Sehenswürdigkeit der Region und eignet sich sowohl für kleinere Gruppen bis hin zu ganzen Schulklassen oder Vereinen für einen entspannten und lehrreichen Tagestrip. Maurische Geschichte wird hier wieder lebendig.

Geschichte der Festungs- und Palastanlage

Auf dem damaligen Berg befanden sich schon, noch bevor die Alcazaba erbaut wurde, andere, jedoch wesentlich einfachere Befestigungsanlagen. Eine dieser Befestigungsanlagen und zugleich die Wichtigste ist aus dem 8. Jahrhundert. Der Emir Abd ar-Rahman I. war für ihre Errichtung damals zuständig und bei den Bauarbeiten federführend. Diese Befestigungsanlage wurde zu ihrer Zeit von den Mauren als Gefängnis genutzt. Sie hatte damals den Namen „Gebel Ayros“, was übersetzt in etwa „Burg der Stadt“ heißt. Die heutige, erweiterte Alcazaba stammt aus der Mitte des 11. Jahrhunderts. Der Maurensultan Bādīs war der damalige Bauherr dieses fantastischen Projekts. Er setzte schließlich seinen Enkel Tamīm ibn Buluggīn als Gouverneur in der Stadt Málaga ein.

Nachdem Bādīs verstorben war, kam es zwischen Tamīm ibn Buluggīn und seinem jüngeren Bruder Abdallāh ibn Buluggīn zum Krieg. Abdallāh war letztendlich siegreich. Jedoch schaffte er es nicht, ihn aus der Festung zu drängen. Er überließ ihm dafür die Gebiete im Westen des Königreiches. Er wollte mit diesem Schachzug zudem verhindern, dass diese Gebiete an die Abbādiden fielen. Doch im Jahr 1092 eroberten die Almoraviden diese Gebiete. 1146 wurden sie durch die Almohaden übernommen. Durch den Geograph al-Idrisi wurde die Alcazaba in der Mitte des 12. Jahrhunderts als „Jbel Faruk“ bezeichnet, was übersetzt „Berg des Leuchtturms“ bedeutet. Die Emire des Nasridenreiches wurden einige Zeit später die neuen Besitzer der Festungsanlage. Im Jahr 1487 griffen die katholischen Könige Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragón sie an und waren letztendlich siegreich. Insgesamt dauerte die Belagerung mehr als drei Monate an. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Festung durch Napoleon Bonaparte belagert und in dieser Zeit teilweise zerstört.

Bauwerke der Festungs- und Palastanlage

Im unteren Bereich der sehenswerten Burg finden Sie ein römisches Theater. Auf der Rückseite ist ein Fels. Viele Mauern sowie ein paar Bollwerke der Festungsanlage aus der Zeit des Mittelalters sind auch heute noch gut erhalten. Betrachten Sie sich in Ruhe die antik-römischen Ziegelstein- und Bruchsteinelemente. Sie werden davon beeindruckt sein. Die Festungs- und Palastanlage befindet sich am höchsten Punkt und ist mittels einer sogenannten „coracha terrestre“ mit dem Castillo de Gibralfaro verbunden. Sie wurde im 14. Jahrhundert vom damaligen Nasridenkönig Yusuf I. erbaut.

Sehenswürdigkeiten

Die Alcazaba, die früher frei zugänglich war, kann heute nur noch nach Zahlung eines Eintrittsgeldes besucht werden. Die diversen Räumlichkeiten bieten Ihnen jedoch dafür viel Sehenswertes. Auch ist ein Rundgang um die Festungsmauern mit dem herrlichen Blick über Málaga sowie dem Hafen der Stadt etwas Einmaliges. Die kleine Moschee im Inneren der Alcazaba ist sehr sehenswert und wurde damals mit der „coracha terrestre“ von Yusuf I. erschaffen. Mit zu den größten Attraktionen der Alcazaba gehören die vielen rekonstruierten Bauteile im maurischen Baustil. Auch die Innenhöfe und Gärten der Anlage sind sehr schön und idyllisch. Community: 0 Bewertungen
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