Beispielbild · Bild von wirestock auf Freepik
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Das Besucherbergwerk Grube Wohlfahrt in Hellenthal

Die Eifel ist eine traditionsreiche Bergbauregion, in der man schon vor 2.000 Jahren nach Erz schürfte. So auch in der Grube Wohlfahrt in Hellenthal, die bis zum Zweiten Weltkrieg betrieben wurde. Heute kann man in diese unterirdische, ehemalige Arbeitswelt eintauchen und sich einen authentischen Eindruck vom oft harten Leben der damaligen Bergleute verschaffen. Eine Führung ist für jede Altersgruppe ein Erlebnis und auch für Kinder sehr gut geeignet. Vorher oder nachher können Sie oberhalb der Grube die Spuren des Bergbaus auf einem spannenden Lehrpfad erkunden. Zudem führt direkt an der Grube Wohlfahrt die EifelSchleife „Bergbaupfad“ vorbei, ein elf Kilometer langer Rundwanderweg mit rund 260 Höhenmetern.

Was gibt es in der Grube Wohlfahrt zu entdecken?

Die Grube gliedert sich in verschiedene Bereiche, die alle ihre ganz eigene Faszination besitzen. Die Führungen beginnen stets im 1999 neu erbauten Grubenhaus. Hier gibt es auch ein kleines Museum mit funkelnden Mineralien sowie einen Shop, in dem interessante Souvenirs rund um den Bergbau angeboten werden. Vom Grubenhaus gehen Sie mit Ihrer Gruppe zunächst zum Huthaus. Es erhielt seinen Namen, weil es den Einstiegsschacht sozusagen „behütet“. Ebenso befindet sich hier die Kaue. So nannte man früher den Raum, in dem sich die Bergleute vor und nach ihrer Schicht umziehen konnten. Hier erhalten alle Teilnehmer der Führung ihren Helm. Was gerade von Kindern als „super cool“ empfunden wird, ist natürlich auch ein wichtiger Schutz vor Verletzungen.

Mit diser Ausrüstung geht es nun über eine Treppe in den Stollen hinein. Eigentlich ist der „Tiefe Stollen“ rund 2,5 Kilometer lang, davon sind 900 Meter für Besichtigungen freigegeben. Auf diesen 900 Metern gibt es eine Menge zu entdecken. So führt beispielsweise eine kleine Abzweigung zu einem „Lichtloch“, das mit Hammer und Meißel in den Stein geschlagen wurde. Mit Licht hat es aber nichts zu tun. Dieser sehr enge Schacht wurde schon im 16. Jahrhundert angelegt und diente der Belüftung sowie als Arbeitszugang beim Stollenbau. Das Besondere: Er ist nur 50 Zentimeter breit und 90 Zentimeter lang. Kein Wunder, dass die Menschen früher glaubten, in einem Bergwerk leben Zwerge!

Im hinteren Teil des „Tiefen Stollens“ findet sich eine weitere Besonderheit, die für viele Besucher die Hauptattraktion darstellt. Im Schein der Grubenlampen zeigt sich an der Wand des Stollens eine Struktur, die tatsächlich an das Watt bei Ebbe oder an kleine Wellen im flachen Uferbereich erinnert. Man geht davon aus, dass es sich um einen 400 Millionen Jahre alten Meeresstrand handelt, der irgendwann versteinerte. Wie er überhaupt in die Eifel gelangen konnte, erfahren Sie ebenfalls im Rahmen der Führung.

Ein weiteres Highlight der Führung ist der Astertgang, der den „Tiefen Stollen“ kreuzt. Sie blicken hier auf leuchtend orangefarbene Sinterterrassen, während sie spannende Fakten und Geschichten rund um die Entstehung dieses Phänomens hören.

Tolle Schatzsuche für Kindergruppen

Jüngere Besucher vom Kindergartenalter bis zur weiterführenden Schule können in der Grube in Begleitung eines speziell geschulten Grubenführers eine aufregende Schatzsuche erleben. Die Kinder haben dabei die Möglichkeit, anhand eines Fragebogens mit altersgerechten, kleinen Aufgaben eine Schatztruhe mit kleinen Edelsteinen zu finden. Natürlich darf der Schatz im Anschluss mit nach Hause genommen werden! Ebenso bietet die Grube mehrtägige Kinderfreizeiten (ohne Übernachtung) an.

Für Jugendliche und junge Erwachsene bietet sich die Erlebnis-Bergwerksführung „Nachts im dunklen Stollen“ an, welche die Grube in einem völlig anderen, geheimnisvollen Licht zeigt. Sie findet natürlich nicht wirklich mitten in der Nacht, sondern am frühen Abend statt. Grundsätzlich sollte bei allen Führungen von Gruppen ab acht Personen im Vorfeld immer eine Anmeldung erfolgen. Für die Nachtführung ist eine Anmeldung auch bei kleineren Gruppen erforderlich. Die Verantwortlichen weisen zudem darauf hin, dass im Stollen ganzjährig Temperaturen von etwa acht Grad Celsius herrschen. Eine lange Hose, eine Jacke und festes Schuhwerk werden darum empfohlen. Community: 0 Bewertungen
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