
Industriekultur erleben: Das Hoesch-Museum in Dortmund
Das Hoesch-Museum ist ein bedeutender Lernort für Klassenfahrten und Studienreisen mit Schwerpunkt auf Industrie-, Sozial- und Stadtgeschichte. Untergebracht im historischen Pförtnergebäude eines ehemaligen Werksgeländes, vermittelt die Dauerausstellung „Stahlzeit in Dortmund“ einen umfassenden Überblick über mehr als 160 Jahre Eisen- und Stahlproduktion in der Region.Dauerausstellung „Stahlzeit in Dortmund“
Die Ausstellung spannt den Bogen von den Anfängen der Industrialisierung um 1840 bis zum heutigen Strukturwandel im Ruhrgebiet. Im Mittelpunkt steht die Geschichte des traditionsreichen Unternehmens Hoesch und dessen Bedeutung für Dortmund. Anhand von Originalwerkzeugen, Produkten, Modellen sowie interaktiven Medienstationen wird anschaulich erklärt, wie aus Erz hochwertiger Stahl entsteht.Für Schulgruppen ist besonders der didaktische Aufbau interessant: Produktionsabläufe, technische Innovationen und wirtschaftliche Entwicklungen werden verständlich und nachvollziehbar dargestellt. So lassen sich Themen wie Industrialisierung, Globalisierung und technischer Fortschritt direkt vor Ort vertiefen.
Die Menschen hinter dem Stahl
Ein eigener Bereich widmet sich den sogenannten „Hoeschianern“. Hier stehen die Lebens- und Arbeitswelten der Stahlarbeiter im Mittelpunkt. Neben Arbeitsbedingungen werden auch soziale Einrichtungen, Werkswohnungen und das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Belegschaft thematisiert. Dieser Abschnitt verbindet Industriegeschichte mit Sozialgeschichte und bietet wertvolle Anknüpfungspunkte für Unterrichtsfächer wie Geschichte oder Sozialwissenschaften.Vom Hochofen zum Hightech-Produkt
Der Blick richtet sich nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch in die Gegenwart. Der Wandel der Stahlindustrie und moderne Anwendungsbereiche werden anschaulich präsentiert. Ein besonderes Exponat ist ein Schnittmodell eines Sportwagens, das verdeutlicht, wie sich Stahl zu einem Hightech-Werkstoff entwickelt hat. Damit wird der Bezug zwischen historischer Produktion und heutiger Technologie greifbar.Das Hoesch-Stahlhaus L141 – Wohnen im Zeichen des Stahls
Seit 2025 erweitert das Hoesch-Stahlhaus L141 als zusätzliches Ausstellungsgebäude die Dauerausstellung. Das Gebäude ist selbst ein Exponat und zugleich Teil einer kulturhistorischen Präsentation zum Thema industrielles Wohnen.Architektur- und Sozialgeschichte unter einem Dach
Das in den 1960er-Jahren entwickelte Fertighaus besteht aus dem Werkstoff Platal – einem kunststoffbeschichteten Stahlblech. Es steht exemplarisch für innovative Baukonzepte der Nachkriegszeit. Thematisiert werden unter anderem die Geschichte von Fertig- und Stahlhäusern, Werkswohnungsbau als Bestandteil sozialer Unternehmenspolitik sowie architektonische Strömungen wie die Neue Sachlichkeit.Original erhaltene Räume – darunter Badezimmer und Küche – vermitteln authentische Einblicke in das Alltagsleben vergangener Jahrzehnte. Für Schülerinnen und Schüler eröffnet sich hier ein anschaulicher Zugang zur Wohnkultur der 1960er- und 1970er-Jahre.
Dauerhaft relevantes Bildungsziel
Das Hoesch-Museum bietet mit seinen zwei Dauerausstellungen eine langfristig planbare Station für Bildungsreisen nach Nordrhein-Westfalen. Frühere Sonderausstellungen griffen ergänzend regionale Themen auf, stehen jedoch nicht im Mittelpunkt des Museumsprofils.Für Schulklassen ergibt sich eine vielseitige Kombination aus Technikgeschichte, Sozialgeschichte und Architekturgeschichte. Damit eignet sich das Museum hervorragend, um industrielle Entwicklungen und deren Auswirkungen auf Gesellschaft und Stadtentwicklung nachhaltig zu vermitteln. Community: 0 Bewertungen
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