Kathedrale María de la Sede in Sevilla – die größte Kathedrale Spaniens

Wenn Sie Sevilla besuchen oder einen Ausflug dorthin machen, sollten Sie unbedingt die Kathedrale María de la Sede besuchen, oder, wie sie offiziell auf Spanisch heißt: La Catedral de Santa María de la Sede de Sevilla (die Kathedrale der Heiligen Maria vom Meer). Die Kathedrale ist die größte Kathedrale Spaniens, die drittgrößte der Welt und die größte gotische Kathedrale der Welt. Sie wurde zwischen 1434 und 1517 auf den Überresten der früheren Hauptmoschee der Stadt erbaut.

Sie werden sich vielleicht fragen, wie es kommt, dass mit dem Bau der Kathedrale Anfang des 15. Jahrhunderts begonnen wurde und in der Kathedrale Königsgräber aus dem 13. und 14. Jahrhundert gefunden wurden. Denn obwohl der Bau der gotischen Kathedrale 1434 mit der Eroberung der Stadt durch die kastilischen Truppen Ferdinands III. des Heiligen begann, wurde am 23. November 1248 die Große Moschee aus dem 12. Jahrhundert als Kathedrale des Erzbistums geweiht. Und so wurde das alte muslimische Gebäude mehr als 150 Jahre lang, wie in Córdoba, mit merkwürdigen Veränderungen genutzt, wie zum Beispiel die Kapellen, in denen die sterblichen Überreste einiger kastilischer Könige aufbewahrt wurden.

Die Kathedrale – ein Weltkulturerbe von großer Bedeutung

1987 erklärte die UNESCO den monumentalen Komplex aus der Kathedrale, dem Real Alcázar und dem Archivo General de Indias zum „Weltkulturerbe“, da ihr Nebeneinander auf ein und demselben Gelände ein großartiges Beispiel für die großen Phasen der Stadtgeschichte darstellt (muslimisch, christlich und als Hafen der Indios eine bedeutende Metropole des 16. Jahrhunderts).

Neben all diesen historischen Gegebenheiten ist die UNESCO der Ansicht, dass die Integrität und der Erhaltungszustand der historischen Gebäude von grundlegender Bedeutung sind.

Die Kathedrale fasziniert mit ihrer Erhabenheit

Wenn man die Kathedrale zum ersten Mal betritt, ist man von ihrer Schönheit fasziniert. Mit ihrer dunklen gotischen Architektur und der biblischen Ikonographie ist man erstaunt über ein solches Kunststück. Die Krönung der Kathedrale ist das Grab von Cristobal Colon, also Christoph Kolumbus.

Es wird vermutet, dass sich die Überreste von Kolumbus in diesem Grab befinden. Aber es wird darüber spekuliert, nachdem er seit seiner ursprünglichen Ruhestätte in Havanna, Kuba, mehrfach verlegt wurde. »1877 wurde in Santo Domingo (Kolumbus' dritter Ruhestätte) eine sehr verdächtige Kiste gefunden, die die Inschrift trug: „Der berühmte und ausgezeichnete Mann, Don Colon, Admiral des Ozeans“. Diese Schatulle befindet sich jetzt im massiven Leuchtturm „Faro a Colon“ in Santo Domingo. Trotz der Untersuchungen und eines kürzlich durchgeführten DNA-Tests der Überreste in Sevilla bleibt die Frage ungelöst oder vollständig geklärt, je nachdem, wen man fragt«.

Verschiedene Kulturen aus vergangenen Zeiten

Das riesige Grabmal ist eines der ersten Dinge, die Sie in der Kathedrale zu sehen bekommen. Es wird von vier Figuren getragen, die die Königreiche Spaniens zur Zeit von Kolumbus darstellen: Aragon, Leon, Navarra und León. Es ist auf jeden Fall ein sehenswerter Anblick.

Wenn Sie die verschiedenen Säle betreten, werden Sie über die unterschiedlichen Kunstwerke aus verschiedenen Kulturen und Epochen erstaunt sein. Ein Raum kann ganz im arabischen Stil gehalten sein, während der nächste ganz mit lateinischen Buchstaben und mehreren Säulen an der Decke ausgestattet ist. Ganz gleich, wo Sie spazieren gehen, es gibt immer etwas Heiliges und Schönes, das Ihnen ins Auge fällt.

La Puerta del Lagarto

Eigentlich handelt es sich um ein Krokodil, das im Volksmund als Kathedraleidechse bekannt ist. Im Spanien des 12. Jahrhunderts gab es kein anderes Reptil, das größer war als die Eidechse. Das Bild, das vor der gleichnamigen Tür (Puerta del Lagarto) von der Decke hängt, ist das hölzerne Abbild eines Krokodils aus dem Nil, das der Sultan von Ägypten in einer Botschaft an König Alfons X. als Geschenk schickte.

Das Reptil wurde später ausgestopft und ausgestellt, obwohl es nicht das ist, was man heute sehen kann. Offenbar handelte es sich um eine romantische Intrige, denn der Sultan wollte nicht mehr und nicht weniger als die Hand der kleinen kastilischen Prinzessin. Das Krokodil in der Kathedrale in Sevilla scheint also Hintergedanken gehabt zu haben. Community: 0 Bewertungen
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