NP Plitvicer Seen - Foto: upr8 auf Pixabay
NP Plitvicer Seen - Foto: upr8 auf Pixabay

Nationalpark Plitvicer Seen

Der Nationalpark Plitvicer Seen ist der älteste Nationalpark Südosteuropas und Kroatiens größter Nationalpark. Er ist knapp 300 Quadratkilometer groß und bietet eine Landschaft aus Seen, Wasserfällen, zerklüfteten Bergen, dichten Wäldern, Höhlensystemen und tiefen Schluchten. In dem Nationalpark wurden einst viele Winnetou- und Old Shatterhand-Filme gedreht. Er befindet sich nahe der Grenze zu Bosnien und Herzegowina. Im Jahre 1979 wurde er als einer der ersten Naturdenkmäler zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt.

Die Erschließung von Plitvice

Der Begriff „Plitvice“ wurde von dem Pfarrer Dominik Vukasović im Jahre 1777 verwendet, als er damit die seichten Becken des heutigen Naturparks - die mit der Zeit zu großen Seen anwuchsen – beschrieb. Die Seen speisen ihr Wasser aus mehreren Wasserfällen und Flüssen, einige von ihnen unterirdisch. Entlang der Fließrichtung entstehen sogenannte „Travertinen“, auch Süßwasserkalk genannt. Dadurch kommt eine einzigartige Seenlandschaft zustande, die sich aufgrund der unterschiedlichen Höhenlagen über eine sich wechselnde Natur und Vegetation erstreckt. Es war diese einzigartige Landschaft, die zu den ersten Untersuchungen und Tiefenmessungen im Jahre 1850 führte. Die erste touristische Erschließung erfolgte im Jahre 1888, als die Kronprinzessin Stephanie von Belgien die Seenlandschaft besuchte. 1893 gründete Gustav Janeček die Gesellschaft zur Pflege und Verschönerung der Plitvicer Seen. 1949 wurde das Gebiet schließlich zum Nationalpark erklärt sowie unter Naturschutz gestellt. Viele Karl-May-Filme wurden hier von 1962 bis 1968 gedreht, unter anderem „Der Schatz im Silbersee“.

Natur und Landschaft von Plitvice

Die Hauptattraktion des Parks bilden die insgesamt 16 Seen, die über Flüsse, Wasserfälle und unterirdische Wasserläufe miteinander verbunden sind. Das Seen-System erstreckt sich über 7 km und überbrückt eine Höhendifferenz von 135 Metern. Der oberste See, der Gornja jezera, liegt in einer Dolomitensenke und ist von Bäumen umgeben. Die untersten Seen hingegen fließen in mehrere Canyons, die durch den Einsturz von Höhlen entstanden sind. Neben den Flüssen verbinden 19 Wasserfälle die Seen. Einer von ihnen ist gerade mal 3 Meter hoch, der Größte von ihnen stürzt 78 Meter in die Tiefe. Der Plitvicer Park ist außerdem die Heimat von vielen geschützten Pflanzen und Tieren. Hier wächst unter anderem die seltene Orchideenart „Frauenschuh“, eine von Europas schönsten Orchideen. Insgesamt befinden sich 72 endemische Arten im Plitvicer Park. Geologisch gehört der Park zum dinarischen Karstgebiet. Die Böden bestehen aus einem Carbonat-Untergrund mit vielen Karstformen. Die unberührte, geschützte Natur lässt sich auf eigene Faust über eine Vielzahl von befestigten Stegen, Holzbrücken und Wanderwegen erkunden. Es werden Besichtigungstouren angeboten, zu denen eine Panoramazugfahrt rund um den Park und eine Bootsfahrt über den Kozjak-See, dem flächenmäßig größten See von Plitvice, gehören.

Faszinierende Vielfalt

Neben der Vegetation, den Seen und den Gesteinen ist auch die Fauna eine Reise wert. Im Plitvicer Park finden sich über 50 verschiedene Säugetierarten, darunter Rehe, Hirsche, verschiedene Wildkatzen, der eurasische Luchs und sogar Wölfe und Braunbären. Besucher bekommen die Wölfe und Bären nur selten zu Gesicht, da diese Tiere sehr scheu sind. Viel öfter treffen Besucher in den Seen auf die munteren Fischotter. Die jagen im Wasser nach den vielen Fischarten, wie Bachforellen, Döbel und Rotfeder. Neben Fischen und Säugetieren leben im Park noch mehr als 157 Vogelarten.
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