
Das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven
Die Idee, die Schifffahrtstradition der Region zu bewahren, geht bis in die 1930er-Jahre zurück. Doch erst lange nach dem Zweiten Weltkrieg sollte sie sich schließlich verwirklichen, als 1971 die Stiftung gegründet wurde, die das Deutsche Schifffahrtsmuseum (DSM) bis heute trägt. Als Ort des markanten Baus von Hans Scharoun wurde bewusst der Alten Hafen direkt an der Weser gewählt, der die enge Verbindung von Mensch, Meer und Technik erfahrbar macht. Am 5. September 1975 eröffnete der damalige Bundespräsident Walter Scheel das Museum stilecht durch das Läuten einer Schiffsglocke. Das DSM ist weit mehr als nur ein reines Ausstellungshaus, denn es gehört zu den acht Leibniz-Forschungsmuseen in Deutschland und trägt als solches den Titel Leibniz-Institut für Maritime Geschichte. Welche Entwicklungen hat der Schiffsbau im Lauf der Jahrhunderte durchgemacht? Wodurch zeichnete sich die wirtschaftliche Nutzung des Meeres aus? Wie hat sich die Beziehung von Mensch und Meer entwickelt und welche Herausforderungen birgt sie bis heute? Fragen wie diese sind charakteristisch für die Grundlagenforschung des Instituts. Was das DSM so besonders macht, ist, dass ein direkter Transfer von der Forschung zu den Ausstellungen stattfindet. Für Ihre Schülerinnen und Schüler bedeutet das, dass sie sich nicht nur mit spannenden Artefakten auseinandersetzen, sondern an einem Ort aktueller Forschung Wissenschaft erleben und Fragen stellen können.Was sind die Highlights des Museums?
Zweifelsohne ist die Bremer Kogge aus dem Jahr 1380 das unbestrittene Herzstück des DSM. Das 1962 zufällig im Weserschlamm entdeckte Handelsschiff wurde jahrelang aufwendig geborgen und restauriert. Dabei gelang es, die Steuerbordseite fast vollständig und rund ein Drittel der Backbordseite zu rekonstruieren. In der eigens errichteten Koggenhalle macht das mächtige Wrack die Welt des mittelalterlichen Seehandels greifbar. Die dazugehörige Ausstellung gibt spannende Einblicke in den Alltag an Bord, klärt aber auch über technische Herausforderungen und Handelsrouten auf. Dabei lockern interaktive Elemente den Wissenstransfer auf.Im Museumshafen befinden sich moderne Originalschiffe, die fest vertäut sind und saisonal erkundet werden können. Zu den absoluten Highlights zählen dabei der Hochsee-Bergungsschlepper Seefalke, der Walfänger Rau IX oder der Hafenschlepper Stier. Ein anderer Star ist das U-Boot Wilhelm Bauer, das im Januar 1945 vom Stapel ging. Sein enger Innenraum macht die bedrückende Enge der damaligen Unterwasserfahrt spürbar. Unterhalten wird es vom gleichnamigen Technikmuseum. Die im Bangert-Bau beheimatete Dauerausstellung „Schiffswelten – Der Ozean und wir“ verdient mit ihren mehr als 2000 Objekten aus der eigenen Sammlung besondere Aufmerksamkeit. Auf 2.800 Quadratmetern können sich Ihre Schüler und Schülerinnen zu den Themenbereichen „Schiff und Umwelt“, „Schiff und Physik“, „Schiffbau“, „Schiff und Ausrüstung“ und „Forschungsschifffahrt“ informieren. Der Höhepunkt ist dabei die Installation eines Forschungsschiffes, die sich begehen lässt und die Entdeckung der Ozeane auf besonders einprägsame Weise erfahrbar macht.
Vielfältige Angebote für alle Klassenstufen
Das DSM bietet maßgeschneiderte Angebote für Schulklassen. Dabei ist es egal, ob die Schülerinnen und Schüler gerade erst eingeschult worden sind oder kurz vor dem Abschluss stehen. Kleine Entdecker bis zur 4. Klasse können auf spielerische Weise mit Knete herausfinden, wieso Boote und Schiffe schwimmen. Grundschüler bauen vor Ort eigene Seekisten oder leihen Spiel-Rucksäcke aus, um im Hafen Rätsel rund um echte Hafenobjekte zu lösen. Die Wissensvermittlung muss nicht erst im DSM beginnen, denn die ausleihbare „Kogge im Klassenzimmer“-Kiste ist mit ihren spannenden Objekten und Karten ideal für den Unterricht.Bei den höheren Klassenstufen von 5 bis 13 rückt der Forschungsaspekt in den Vordergrund. Beim Rundgang durch den Museumshafen tauchen sie in die Welt des Hafenalltags, der verschiedenen Schiffstypen, Leuchttürme und Schleusen ein. Sie kommen nicht nur mit zahlreichen Themen wie Schiffsinnovationen, Ozeanforschung oder Umweltschutz in Berührung, sondern erhalten dank passender Workshop-Ansätze auch viel Raum zum Diskutieren und Nachdenken. Sie haben spezielle Wünsche für Ihre Klasse? Das ist kein Problem, denn sämtliche Angebote lassen sich flexibel anpassen.
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