St. Crispinus und Crispinianus in Saarlouis

Eine Schulfahrt ins Saarland führt in die deutsch-französische Grenzregion und wartet mit viel Abwechslung auf. Neben Naturerkundungen locken auch die Städte Saarbrücken und Saarlouis mit etlichen kulturellen Highlights. In Letzterer bilden vor allem die im Barockstil erbaute Kommandantur am Großen Markt, die katholische Pfarrkirche St. Ludwig aus dem 17. Jahrhundert und das Gotteshaus St. Crispinus und Crispinianus im Stadtteil Lisdorf Anziehungspunkte während der Klassenfahrt.

Ein Barockes Juwel entdecken

Die dem Bistum Trier zugeordnete Kirche St. Crispinus und Crispinianus geht auf eine Legende zurück, laut der der Frankenkönig Sigibert I. im Jahr 570 die Reliquien der Märtyrer Crispinus und Crispinianus in das kleine Lisdorf gebracht haben soll. Belegt ist die Existenz einer Lisdorfer Pfarrkirche jedoch erst für das Jahr 900. In ihrer heutigen Form stammt das Gotteshaus allerdings aus dem 18. Jahrhundert. Zunächst erfolgte 1717 der Bau des Turmes, nach Plänen des Architekten Heinrich Eckhardt begann dann 1764 auch der Bau des Kirchenschiffes. Als Bauherr gilt Michael Stein, der Abt des benachbarten Prämonstratenser-Klosters in der Gemeinde Wadgassen. Der den beiden Märtyrern gewidmete kleine Bau wurde als barocker Saal mit vier Fensterachsen angelegt, wobei die Fensternischen im Inneren bis auf den Boden gezogen wurden. Zwischen 1928 und 1929 kam es zu einer umfangreichen Erweiterung im neobarocken Stil. Angebaut wurden ein Querschiff mit je drei Dreiecksgiebeln und drei Fensterachsen, ein Chorjoch sowie zwei Nebenchöre und ein Chorraum. Dieser stürzte allerdings 1960 ein und musste mit anderen Fenstergewänden und -öffnungen wieder aufgebaut werden. In den folgenden Jahrzehnten kam es zu zahlreichen weiteren Umbauten, unter anderem am Turm.

Ausstattung der Kirche

Bei einer Studienreise interessant für die Schülerinnen und Schüler ist vor allem die Ausstattung des Sakralbaus. Vor allem die spätbarocken Altäre mit ihren kunstvollen Figuren und die Kanzel ziehen begeisterte Blicke auf sich. Die Beichtstühle stammen aus dem 18. Jahrhundert. In der Deckenkonstruktion ist der riesige Stuck-Strahlenkranz einen Blick wert, der über Engelsköpfchen und eine vollplastische Heilig-Geist-Taube verfügt. Die Orgel ist erst im späten 20. Jahrhundert hinzugekommen, allerdings wurde ihr ein barockisierendes Aussehen verliehen. Sie wird für Veranstaltungen genutzt, die auch Klassen auf der Studienreise besuchen können. Die Konzerte mit Orgel- bzw. Kirchenmusik der sogenannten Klingenden Kirche Lisdorf sind überregional bekannt.

Erlebnisse während der Klassenfahrt

Die Umgebung des kleinen Stadtteils Lisdorf ist vor allem durch den Gemüseanbau in der Kapuzineraue bzw. der Lisdorfer Aue geprägt. Nach der Besichtigung der Kirche lohnt ein Spaziergang zurück nach Saarlouis durch die Natur – ins Zentrum von Saarlouis gelangen die Jugendlichen in rund einer halben Stunde Fußweg.
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