Schloss Waldeck

Historiker und Tourismus-Manager sind sich nicht einig, ob es sich beim Schloss Waldeck tatsächlich um ein Schloss oder besser um eine Burg handelt. Eines ist unstrittig: Dieses Bauwerk war wohl eine Burganlage, die zu einem Schloss umgebaut wurde. Das Schloss Waldeck erhebt sich in einer geografischen Höhe von zweihundert Metern über dem Edersee, der sich 27 Kilometer lang im Naturpark Kellerwald erstreckt. Am nördlichen Ufer des Gewässers schaut das Schloss Waldeck auf eine liebliche Landschaft im hessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Museum, Hotel und Restaurant

Das Schloss hat eine interessante Vergangenheit, denn es diente im Laufe der Jahrhunderte nicht nur als Trutzburg und Festung, sondern zu verschiedenen Zeiten auch als Kaserne und Zuchthaus. Heute ist hier neben einem Museum auch ein Hotel und Restaurant untergebracht. Die Ursprünge der Anlage gehen zurück bis ins Jahr 1120, als die damalige Burg in historischen Urkunden zum ersten Mal erwähnt wurde. Der erste Besitzer hatte sich einen etwas komplizierten Namen zugelegt: Graf Widekind I. von Schwalenberg Lutrud von Itter - Er ist der Stammvater der Fürsten und Grafen zu Waldeck.

Die Residenz der Grafen zu Waldeck

Die Burg der Schwalenberger wurde bis zum Jahr 1655 als Festung genutzt und dann zu einem Schloss umgestaltet. Dies war dann die Residenz der Grafen zu Waldeck, die sich aber später in Arolsen, der Kleinstadt an den Flüssen Bicke und Thiele, ein neues Domizil suchten. Das Schloss Waldeck wurde einem Kommandanten unterstellt und diente einige Zeit als Kaserne. Zwischen 1734 und 1868 war die Burganlage schließlich ein Zuchthaus und ein Gefängnis für Frauen. Drei Meter dick sind die Mauern aus dem 13. und 14. Jahrhundert, und am historischen Torbogen aus dem 17. Jahrhundert sind noch Schießscharten auszumachen.

Ein 120 Meter tiefer Brunnenschacht

120 Meter tief ist der Brunnenschacht der Burg, durch welchen einst in mühevoller Arbeit das Wasser über ein Räderwerk und mit Eimern an die Oberfläche befördert wurde. Der Bergfried, der sich im Osten der eindrucksvollen Anlage befindet, stammt offenbar aus dem frühen 14. Jahrhundert und ist der älteste noch erhaltene Teil. Dort wurde seiner Zeit das gräfliche Archiv aufbewahrt. In diesem Bereich, der neu gestaltet wurde, ist heute das Museum zu finden. Dass das Schloss Waldeck nur sehr schwer einzunehmen war, beweist die Tatsache, dass die sogenannte Vorburg durch drei Tore verschlossen werden konnte. Im nördlichen Flügel gab es einen Treppenturm.


Mit der Bergbahn zum Schloss

Nach Süden ist die Terrasse des Schlosses ausgerichtet, von wo der Blick nunmehr über die Sperre der Eder bis zum gegenüberliegenden Ufer des Sees reicht. Auf der Terrasse befand sich bis zum Jahr 1734 der "Eisenbergische Flügel", benannt nach einem weiteren Zweig der Grafen zu Waldeck. Dort stehen noch zwei Kanonen aus dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71. Das sehenswerte Museum des Schlosses verfügt über zahlreiche Exponate aus der Epoche des einstigen Zuchthauses - unter anderem Folterinstrumente. Es präsentiert die Ausstellung "Hinter Schloss und Riegel". Wer sich den Fußweg ersparen möchte, kann mit der Waldecker Bergbahn vom Edersee zum Schloss gelangen.
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