Die Burg Münstereifel


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Die Geschichte des Kurortes Bad Münstereifel ist seit jeher eng verbunden mit dem Namen des Walram von Bergheim. Dieser stammte aus dem Geschlecht der Grafen von Jülich und hatte im ausklingenden 13. Jahrhundert den Ruf, ein eifriger Bauherr zu sein. Unter seiner Herrschaft entstanden im heutigen Kreis Euskirchen einige Burgen. Er muss sehr spendabel gewesen sein, denn als Morgengabe zu seiner Hochzeit schenkte er seiner Braut Mechthild von Müllenark die Burg Bergheim. Aber besagter Walram von Bergheim war auch der Initiator für den Bau der Burg Münstereifel, die noch immer hoch über Bad Münstereifel thront. Die Fertigstellung der Anlage sollte er jedoch nicht mehr erleben.

Historische Rechnungen in Archiven

Historischen Zeugnissen zufolge war es Gottfried von Bergheim, ein Bruder des Wilhelm von Jülich, der die Burg Münstereifel vollendete. Die prächtige Anlage über dem romantischen Tal der Erft war der Wohnsitz der Herren von Bergheim. 1317 wurde die Burg erstmals genannt. Als Gottfried von Bergheim starb und in einem Hochgrab in der Stiftskirche von Bad Münstereifel seine letzte Ruhestätte fand, wechselte die Burg ihre Besitzer. Fortan residierten hier die Vögte und Amtsmänner des Herzogs. In den Archiven befinden sich noch Rechnungen für die Instandsetzung von Fenstern aus dem Jahr 1559. Als Baumeister wird darin Alessandro Pasqualini genannt. Dieser kam aus Italien, arbeitete als Architekt bei diversen Fürstenhäusern nördlich der Alpen und renovierte unter anderem das Düsseldorfer Schloss.

Zerstörung durch französische Truppen

Französische Truppen setzten im Jahr 1689 die Burg Münstereifel in Brand, bevor sie die Region verließen. Dadurch verlor die Anlage über dem heutigen Kurort ihr ursprüngliches mittelalterliches Aussehen. In Teilen der Ruine lebten einige Zeit Vögte, doch die Burg verfiel mehr und mehr. Erst im Jahr 1809 fand Vogt Johann Peter de Requilé Gefallen an der Burg. Allerdings dachte er nicht daran, diese kostspielig zu restaurieren - vielmehr benutzte er sie als eine Art Steinbruch. Dem wurde Einhalt geboten, als die Burg Münstereifel in den Besitz der Stadt gelangte. Von dem schönen Beispiel einer Kastellburg war allerdings nur wenig übrig geblieben. Aber genug, um dort im Jahr 1879 einen Tanzsaal zu errichten. Das gesamte Gelände sollte fortan als Ausflugsziel dienen. Diesem Vorhaben folgten auch die weiteren Ausbaupläne, denn gen Süden wurde der Tanzsaal später um eine Gaststätte erweitert. Seit 1984 befindet sich die Burg in Privatbesitz und erfreut die Besucher mit einem ausgezeichneten Restaurant.

Die Toilettenanlage an der Mauer

Mittlerweile befinden sich in der Burganlage auch einige Luxuswohnungen. Außerdem beherbergt die Burg die bekannte Galerie Inge Baecker - Künstler von Weltruf stellen hier ihre Werke aus. Wohnungen gab es in der Burg Münstereifel offenbar schon immer. Das schlossen Wissenschaftler aus der Erkenntnis, dass es an der nördlichen Mauer einen Erker gab, der in früheren Zeiten offenbar als Toilette diente. Die gesamte Burg mit ihren mehr als zwei Meter dicken Mauern war von einem Zwinger umgeben. Vor der großen Schildmauer sind noch heute Reste des einstigen Zwingers zu sehen, der einst die gesamte Burg umgab.
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