Ostdeutscher Rosengarten Forst

Ostdeutscher Rosengarten Forst © pixabay.com
Ostdeutscher Rosengarten Forst © pixabay.com
Die Tuchmacherstadt Forst in der Lausitz entwickelte sich im Zuge der Industrialisierung im ausgehenden 19. Jahrhundert rasant zu einem der wichtigsten Zentren der deutschen Tuchherstellung. Aufgrund ihrer enormen Bedeutung für die deutsche Tuchmacherei wurde die Stadt mitunter als deutsches Manchester bezeichnet. Mit wachsendem wirtschaftlichem Erfolg wuchs auch die Einwohnerzahl des Ortes stark an und lies im Angesicht der damaligen Lebens- und Arbeitsbedingungen das Bedürfnis nach öffentlichen Erholungsräumen und Grünflächen entstehen.

Im Juni 1913 wurde die Rosen- und Gartenausstellung RUGA eröffnet, die sich zu einem großen Besuchermagnet entwickelte. Die Ausstellung dauerte vier Monate an und zählte in dieser Zeit etwa 350.000 Schaulustige. Damit übertraf die Ausstellung in Forst bei Weitem ähnliche Konzepte in Städten wie Leipzig oder Breslau. Im Anschluss an die Ausstellung wurde das gelände von der Stadt Forst aufgekauft, womit der Fortbestand der Anlage gesichert wurde.

Beim Rundgang durch den Park mit seiner über 100-jährigen Tradition begegnet dem Besucher nicht nur eine spektakuläre Blumenvielfalt, sondern auch eine ganze Menge Kunstobjekte in Form von Brunnen, Skulpturen und Plastiken. Besonders erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang die Bronzeplastiken des Bildhauers Jürgen von Woyski aus den 1960er Jahren. Kunstinteressierte Besucher zieht es seit 2013 auch auf den Rundweg auf der Reisigwehrinsel. Dort befindet sich dem Jubiläumsjahr ein Skulpturenpfad mit zahlreichen Holzskulpturen, welche zu einem großen Teil aus abgestorbenen Kastanien vom nahegelegenen Kegeldamm angefertigt wurden.

Der schönste Park Deutschlands

Der Ostdeutsche Rosengarten Forst ist im Südosten der Stadt gelegen, nahe der Lausitzer Neiße. Er erstreckt sich über das gesamte Gebiet zwischen der Wehrinselstraße, der Paul-Högelheimer-Straße und dem Kegeldamm. Dort beheimatet der Rosengarten auf einer 17 Hektar großen Parkfläche mehr als 1.000 verschiedenen Rosensorten auf mehreren zehntausend Rosenstöcken. Die Garten- und Parkanlage zeichnet sich durch ein einmaliges Miteinander von Landschaftsarchitektur, botanischer Vielfalt und Gartenkunst aus und versteht es damit, ihre Besucher über Stunden hinweg in ihren Bann zu ziehen. Der eigentliche Rosengarten wird von unterschiedlichen Themengärten wie dem Frühlings-, dem Heide- und dem Dahliengarten ergänzt. Dieses unvergleichliche Ensemble an Skulpturen, Zierbrunnen, Wasserspielen und natürlich der Parkanlage im englischen Stil, die sich über die beiden ehemaligen Flussinseln erstreckt, wurde 2009 von einer unabhängigen Jury zu Deutschlands schönstem Park gewählt. Kein Wunder also, dass der Rosengarten in Forst zu den beliebtesten Ausflugszielen Brandenburgs gehört.

Die Rosengarten-Festtage gelten als das jährlich wiederkehrende Highlight im Event-Kalender des Rosengartens. Die Veranstaltung findet regelmäßig am letzten Wochenende im Juni statt und geht mit einem vielseitigen Kulturprogramm einher, das für alle Altersgruppen interessante Programmpunkte beinhaltet. Allen voran eine Schnittrosenschau von gigantischem Ausmaß.

Die drei Bereiche der Parkanlage

Der Ostdeutsche Rosengarten in der Lausitzer Stadt Forst teilt sich in die drei Bereiche Rosenpark, Wehrinsel und Reisigwehrinsel. Der Rosenpark ist im Jugendstil angelegt. Dort gedeiht auch der größte Teil der Blumen, denen die Parkanlage ihren Namen verdankt: die Rosen. Die ganze Pracht der Rosengewächse lässt sich in verschiedenen Themenbereichen genießen. Neben der wundervollen Schönheit der Rosen finden die Parkbesucher hier auch ein Café, zahlreiche Bänke, die zum Ausruhen einladen, sowie eindrucksvolle Brunnen und Wasserspiele.

Die Wehrinsel ist im englischen Landschaftsstil angelegt und wird von einem imposanten Baumbestand und weitläufigen Rasenflächen dominiert. Inmitten Anlage mit ihren alten Bäumen befinden sich Highlights wie der Pergolenhof oder der sogenannte Garten der Düfte. Kleinere Kinder freuen sich zudem über den Dornröschen-Spielplatz auf der Wehrinsel.

Das kleinste Areal des Ostdeutschen Rosengartens in Forst ist die Reisigwehrinsel. Sie wird für ihre friedliche Atmosphäre geschätzt und gilt als stiller Ort des Rosengartens. Der uralte Baumbestand der Insel verleiht diesem Teil des Parks eine nahezu mystische Stimmung.

Angaben des Inhabers:

Adresse:

Wehrinselstraße 42
03149 Forst (Lausitz)
zur Karte…

Öffnungszeiten:

Mai-September

Mo bis So
09:00–19:00 Uhr

Oktober-April

Mo bis So
09:00-17:00 Uhr

Preise:

Tageskarten

Der Rosenpark ist von Mai bis September eintrittspflichtig. Folgende Tageskarten sind zu erwerben:

Erwachsene 6,00 €
Ermäßigt* 3,00 €
Kinder(bis10J.) frei
Familienkarte I -
(1 Erwachsene(r), max. 2 Kinder) 8,00 €
Familienkarte II -
(2 Erwachsene, max. 4 Kinder) 14,00 €
Hunde 3,00 €
Gruppen
(ab 20 Personen 5,00 €
pro Person

Aktuell:

https://www.rosengarten-forst.de/online-ticketshop.141952.htm

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