Der Tour Magne in Nîmes – Eines der ältesten Gebäude Europas


Wer sich für stumme Zeugen der römischen Besatzung Galliens interessiert, kommt an Nîmes nicht vorbei. Viele kennen Gegend die um Nîmes vor allem durch die Bogenbrücke Pont du Gard, aber noch wesentlich älter ist der „große Turm“ – der Tour Magne.

Der Turm


Im 3. Jahrhundert vor Christus begannen Heere des römischen Kaisers das damalige Gallien zu besetzen und zu erobern. Auch das südliche Gallien und die keltische Siedlung Nemausus (Nîmes) wurden zur römischen Provinz. Um die Provinzen zu sichern, wurden Stadtbefestigungen, Wälle und Heerstraßen gebaut. Teil einer solchen Stadtmauer soll wohl auch der Tour Magne gewesen sein. Aber das sind bisher noch Vermutungen. Fest steht nur, dass der Turm ursprünglich 36 m hoch war, von dem heute noch ein 32 m hohes Fragment erhalten ist. Sein achteckiger Sockel lässt das Bauwerk massiv und standfest wirken.

Man schätzt das Baujahr der älteren Bauteile des Turms (vermutlich ein keltischer Turm von 18 m Höhe) auf die Zeit vor 300 vor Christus, so dass es sich höchstwahrscheinlich um eines der ältesten Gebäude Europas handelt. Die Römer haben den Turm später auf eine Höhe von 36 m aufgestockt.

Den Turm entdecken


Am Rande der nördlichen Altstadt gelegen bietet der Turm, der begehbar ist, einen wunderschönen Panoramablick über das historische Nîmes. So kann ein erster Überblick vermittelt werden. Die Schüler sehen bereits die wichtigsten Bauten wie das Amphitheater, den Dianatempel und den Quellgarten, der zur Gründung Nîmes führte.

Im Inneren des Turms gibt es eine multimediale Ausstellung zur Entwicklung der Stadt Nîmes – von der Keltenzeit bis in die Gegenwart.

Mit einem Audioguide kann beim Aufstieg zur Plattform eine Legende um den Gärtner Francois Traucat aus dem 16. Jahrhundert nachempfunden werden. Dabei müssen Rätsel gelöst werden. Der Sage nach soll sich unter dem Sockel des Turms ein Schatz befunden haben: Ein goldener Hahn. Traucat sah sich auserwählt, dieses Gold zu finden. Abgelenkt durch die spannende Geschichte ist der Aufstieg auf den Turm nur noch halb so anstrengend. Das Hörbuch ist auch in deutscher Sprache erhältlich.

Tipps


Dient der Aufenthalt der Schüler in Nîmes auch der Verbesserung der französischen Sprache, so z. B. könnte die Legende um Traucat auch in französischer Sprache nacherlebt werden.

Die Stadt Nîmes bietet zahlreiche Stadtführungen an, die selbstverständlich auch den Tour Magne mit einbeziehen.

Nemausus (Nîmes) kommt sogar bei Asterix vor: Im Band 21 „Das Geschenk des Cäsars“ findet der Ort eine kurze Erwähnung. Dies könnte ein Aufhänger sein, um mit den Schülern die Klassenfahrt vorzubereiten.
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