Schloss Belvedere Wien


Wenn Sie in Österreich Urlaub machen, lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch der ehemaligen Sommerresidenz von Prinz Eugen von Savoyen (1663-1736) - Schloss Belvedere - eines der schönsten Meisterwerke im Barockstil. Es wurde vom berühmten Architekten Lucas von Hildebrandt (1668-1745) erbaut und befand sich einst außerhalb von Wien. Nach dem Tod des Fürsten ging das Belvedere an die Habsburger. Bis 1915 lebte hier Thronfolger Franz Ferdinand, der jedoch in Sarajevo getötet wurde. Das Schloss Belvedere hinterließ einen bedeutenden Eindruck in der Geschichte, als 1955 die lang erwartete Unabhängigkeitserklärung Österreichs unterzeichnet wurde.

Zuflucht der königlichen Familie

Der gesamte Palastkomplex begann seine Existenzgeschichte 1714, als der große Befehlshaber dieser Zeit, Prinz Eugen von Savoyen, beschloss, an dieser Stelle einen Palast zu errichten. Hier fanden viele Mitglieder der königlichen Familie, die vor der Französischen Revolution Zuflucht suchten, einen zuverlässigen Schutz. Am interessantesten ist die Marmorhalle, die vom bemerkenswerten deutschen Bataillonsnisten Altomonte Martino mit prächtigen Fresken geschmückt wird. In dem Palast, in dem sich die Wohnkammern des Prinzen befanden, können Sie perfekt erhaltene Möbel sehen, die durch umfangreiche Sammlungen von Gemälden und Skulpturen der berühmtesten Meister verschiedener Länder und Richtungen ergänzt werden. Von zweifellosem Interesse für Touristen sind auch die Spiegelhalle und viele andere Räume.

Park und Garten

Das Untere und Obere Belvedere sind durch einen schönen Garten mit Springbrunnen miteinander verbunden. Die Landschaftsgestaltung wurde von dem Bayer Dominique Girard erstellt. Der Garten ist symmetrisch zum Haupteingang angelegt und umfasst zahlreiche Sträucher, Skulpturen und Brunnen. Der Parkkomplex wird für den Glanzpunkt der barocken Landschaftsarchitektur gehalten. Jeder Besucher sollte seine besondere Aufmerksamkeit auch dem reflektierenden Teich widmen. Dieser spiegelt die ganze Pracht von Belvedere wieder. Das obere und das untere Belvedere werden durch drei große Terrassen mit Springbrunnen verbunden. Jetzt können auch die Besucher den Kammergarten bestaunen, den früher nur der Prinz mit seinen Vertrauten betreten konnte.

Maria Theresia

Später ging Belvedere in den Besitz von Kaiserin Maria Theresia über. Sie erwarb einen Palastkomplex, in dem die königliche Sammlung von Kunstwerken untergebracht war. Ab 1779 standen die Türen des Palastes für den Besuch der Galerie für alle offen. Es war die erste öffentliche Kunstgalerie in Europa. Im Jahr 1918 wurde dieses fabelhafte Schloss zum Nationalmuseum Österreichs. Derzeit gibt es Werke von so berühmten Persönlichkeiten wie Klimt, Schiele, Kokoschka, die zur österreichischen Galerie des 19. - 20. Jahrhunderts gehören.

Bedeutende Kunstwerke

Das Oberes Belvedere ist die neue Heimat für die weltweit größte Sammlung von Klimt. Nirgendwo sonst sind so viele Werke von dem Künstler zu finden wie hier. Es werden 24 Werke ausgestellt, darunter seine Werke „Kuss“ und „Judith“. Das weltberühmte Gemälde „Kuss“ wurde 1908/09 erschaffen und ist 180 x 180 cm groß. Der Künstler hat seine Freundin Emilia Flöge und sich dargestellt, als diese noch ganz frisch verliebt waren. Dieses Gemälde kennt womöglich jeder Mensch in Österreich. Anfang 2018 erhielt das Oberen Belvedere einen ganz neuen Kurs: auf drei Etagen in sieben thematischen Räumen werden 420 Gemälde ausgestellt. Zuerst wird der Besucher auf die Geschichte des Belvedere aufmerksam gemacht. Andere Säle zeigen Kunstwerke aus dem Mittelalter, dem Barock, dem Klassizismus und dem Biedermeier. Mit dem Wiener Jugendstil und der Kunst aus der Zeit um 1900 befasst sich ein separater großer Bereich auf der zweiten Etage. Dort fanden auch die Werke von Klimt Einzug. Im dritten Stock werden schließlich Gemälde aus der Nachkriegszeit ausgestellt.
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