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Die Berliner Stiftung "Topographie des Terrors" -
Dokumentationszentrum & Dauerausstellungen

Zur Geschichte des Areals


Genau auf dem Areal, wo heute das Dokumentationszentrum steht, befand sich in der Zeit des Nationalsozialismus das Hauptquartier der „Geheimen Staatspolizei“ (Gestapo). Auf dem direkt angrenzenden Grundstück stand das Hotel „Prinz Albrecht“, in dem Heinrich Himmler als „Reichsführer-SS“ ab 1934 seinen Sitz errichtete. In nächster Nachbarschaft wurde ab 1934 im „Prinz-Albrecht-Palais“ die Zentrale des „Sicherheitsdienstes“ (SD) der SS eingerichtet. Nach 1939 erfolgte die Zusammenlegung von SD und „Sicherheitspolizei“ (Sipo), die wie das „Reichssicherheitshauptamt“ (RSHA) auch im „Prinz-Albrecht-Palais“ eingerichtet wurden. In diesem geografischen Raum befand sich also ein wichtiges Machtzentrum der NS-Diktatur.
Bei Luftangriffen während des 2. Weltkrieges wurden alle Gebäude wesentlich beschädigt und in der Nachkriegszeit abgerissen. Durch die Teilung Berlins und den Bau der Mauer an den Rand Westberlins gerückt, stieg erst Ende der 1970er Jahre das öffentliche Interesse an dem Gelände, auch weil die Verfolgtenverbände auf die historische Bedeutung des Ortes hinwiesen. Im Anschluss wurde das Gelände zunächst provisorisch hergerichtet. Anlässlich der 750 Jahre Berlin Feier 1987 entstand hier die Ausstellung Topographie des Terrors. Aufgrund des hohen Interesses wurde diese Ausstellung auf unbestimmte Zeit verlängert.
Am 4.7.1987 eröffnete die erste Dokumentation zum Thema „Topographie des Terrors” in einem provisorischen Pavillon. 1990 wurde auf Empfehlung einer eigens eingerichteten Fachkommission der Bau eines Dokumentations- und Besucherzentrums beschlossen, das schließlich am 6. Mai 2010 eröffnet wurde. In der Berliner Niederkirchnerstraße 8, unweit des Potsdamer Platzes betreibt die 1992 gegründete Stiftung „Topographie des Terrors“ das Dokumentationszentrum über den Nationalsozialismus, seine Verbrechen und deren Folgen.
Die hier gezeigten Ausstellungen informieren über die Zeit des Nationalsozialismus und thematisieren die in das Terrorsystem der NS-Diktatur eingebundenen zentralen Institutionen von SS und Polizei und die von diesen in ganz Europa begangenen Verbrechen unter besonderer Berücksichtigung der zahlreichen Opfergruppen.


Die Dauerausstellungen


In der heute gezeigten Dauerausstellung „Topographie des Terrors“ werden die zentralen Institutionen von SS und Polizei im „Dritten Reich“ sowie die von ihnen europaweit verübten Verbrechen thematisiert. Dazu werden die Besucher durch die fünf Hauptkapitel geführt:
(I) Die nationalsozialistische Machtübernahme
(II) Institutionen des Terrors (SS und Polizei)
(III) Terror, Verfolgungen und Vernichtung im Reichsgebiet
(IV) SS und Reichssicherheitshauptamt in den besetzten Gebieten
(V) Kriegsende und Nachkriegszeit.
Im Bereich „Vertiefungen“ bieten EDV-Stationen und Lesemappen Informationen, die teilweise über den Rahmen der Ausstellung hinausgehen.
Die in den Sommermonaten im glasüberdachten Ausstellungsgraben gezeigte Ausstellung mit dem Titel „Berlin 1933 – 1945 zwischen Propaganda und Terror“ informiert darüber, wie es den Nationalsozialisten gelang, sich im „roten“ Berlin zu etablieren und die Stadt zu ihrem politischen Herrschaftszentrum auszubauen.

Der 15 Stationen umfassende Geländerundgang ist ergänzend zur Dauerausstellung im Gebäude angelegt und versucht, dem Besucher am unmittelbaren Ort die Geschichte des Areals zu vermitteln. Dazu dienen Informationspulte mit Fotos, Dokumenten und 3D-Grafiken zur Orientierung im Gelände, auf dem von 1933 bis 1945 die wichtigsten Institutionen des nationalsozialistischen Verfolgungs- und Terrorapparates angesiedelt waren.
Alle Ausstellungen sind in deutscher und englischer Sprache angelegt, und es stehen Audioguides in Deutsch zur Verfügung.


Wechselausstellungen und Bibliothek


Zusätzlich zeigt die Einrichtung auch temporäre Sonder- und Wechselausstellungen, welche die Dauerausstellungen thematisch erweitern und ergänzen, indem sie weitere Facetten der menschenverachtenden nationalsozialistischen Diktatur beleuchten oder ihre Auswirkungen bis in die heutige Zeit hinein thematisieren.
Die Stiftung verfügt auch über eine eigene Präsenzbibliothek, deren Bestand etwa 40.000 Medieneinheiten umfasst. Sammelschwerpunkte sind die Gebiete SS, Gestapo und Polizei im Nationalsozialismus sowie Staat und Gesellschaft im Nationalsozialismus, Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden und anderer Opfergruppen, Zweiter Weltkrieg, juristische Aufarbeitung der NS-Verbrechen und Gedenk- und Erinnerungskultur.

Der Besuch von Schulklassen


Der Eintritt auf das Stiftungsgelände und in alle Ausstellungen ist kostenfrei und bis auf seltene Schließtage täglich zwischen 10:00 und 20:00 Uhr möglich.
Ebenso sind Führungen für Gruppen aus den Bereichen der schulischen Bildung und der Erwachsenenbildung kostenfrei; diese müssen zuvor angemeldet werden und sind täglich während der Öffnungszeiten buchbar.
Außerdem werden für die Sekundarstufen I und II und Jugend- und Erwachsenengruppen kostenfreie Seminare angeboten, die etwa 5 Stunden umfassen und eine intensive Beschäftigung mit der Ausstellung durch die Arbeit mit historischen Quellen und Dokumenten ermöglichen.


Angaben des Inhabers:

Adresse:

Niederkirchnerstraße 8
10963 Berlin
zur Karte…

Öffnungszeiten:

Mo-So: 10.00-20.00
Schließtage: 24.12.; 31.12.; 1.1.

Preise:

Eintritt frei
Ausstellungsgebäude
Ausstellungsgebäude
Dokumentationszentrum Topographie des Terrors
Dokumentationszentrum Topographie des Terrors
Ausstellungsgraben
Ausstellungsgraben
Eingang zum Ausstellungsgebäude
Eingang zum Ausstellungsgebäude
Ausstellungsgebäude nach Einbruch der Dunkelheit
Ausstellungsgebäude nach Einbruch der Dunkelheit
Dauerausstellung Topographie des Terrors. Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt in der Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Strasse
Dauerausstellung Topographie des Terrors. Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt in der Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Strasse
Weg zum Ausstellungsgebäude; ©Klaus Frahm/Stiftung Topographie des Terrors
Weg zum Ausstellungsgebäude; ©Klaus Frahm/Stiftung Topographie des Terrors
Kellerrest einer Verpflegungsbaracke der SS, die 1942/43 entstand; ©Jürgen Sendel/Stiftung Topographie des Terrors
Kellerrest einer Verpflegungsbaracke der SS, die 1942/43 entstand; ©Jürgen Sendel/Stiftung Topographie des Terrors
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