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Madonna della Corona


Madonna della Corono - Foto: lutz6078 auf Pixabay
Madonna della Corono - Foto: lutz6078 auf Pixabay
Ein Ort der Ruhe und Einkehr

Es gibt Orte auf der Welt, die üben eine besondere Anziehung auf Menschen aus. Der Wallfahrtsort Madonna della Corona in der italienischen Region Veneto ist so ein Ort. Buchstäblich in den Stein gemeißelt wurde die eindrucksvolle Felsenkirche, die 773 Meter in der Ostflanke des Berges Monte Baldo über dem Etschtal thront. Damit ist sie der höchstgelegene Wallfahrtsort in Italien. Vom Dorf Spiazzi am Fuße des mächtigen Felsens ist das Gotteshaus zu Fuß in etwa 20 Minuten zu erreichen und von Brentino im Etschtal führt auch ein mittelschwerer Wanderweg auf das Bergmassiv, der etwa eine Stunde in Anspruch nimmt. Entlang des gesamten Wanderweges, der hauptsächlich aus Stufen besteht (laut einer handschriftlichen Notiz auf einer der Informationstafeln sind es fast 2.000), wird man durch Tafeln, die verschiedene Wunder verkünden, auf die Madonna della Corona vorbereitet. Wer nicht so gut zu Fuß ist, kann sich vom Ort Spiazzi auch mit einem Pendlerbus über die kurvenreiche Serpentinenstraße nach oben bringen lassen. Aber schon allein der Fußweg zum Heiligtum ist ein Erlebnis für sich, denn man kann kaum den Blick von der Kirche in den steil aufragenden Felswänden abwenden. Madonna della Corona ist nicht nur ein Anziehungspunkt für Pilger und Gläubige, sondern auch für Urlauber, Entdecker und Schulklassen aller Altersgruppen.

Ein emotionales Erlebnis


Bereits im 12. Jahrhundert wurde an der Stelle der heutigen Wallfahrtskirche eine einsame Eremitage errichtet, also ein Ort der Zurückgezogenheit für katholische Geistliche. Etwa 200 Jahre später wurde die Eremitage von der Ordensgemeinschaft der Malteser übernommen, die hier die erste Kirche in den Stein hauen ließen. Geweiht wurde das Gotteshaus der Madonna della Corona - der Strahlenkranz-Madonna. Die Einzigartigkeit der Wallfahrtskirche Madonna della Corona besteht darin, dass sie zum größten Teil direkt in den Felsen gebaut wurde. Die gesamte Westwand und Teile der Nordwand bestehen vollkommen aus Felsgestein. Den Altar ziert eine seltene Darstellung von Maria als Schmerzensmutter mit Christus im Arm, die von der Insel Malta stammt, wo der Malteserorden mehrere Jahrhunderte lang die Herrschaft inne hatte.

Man kann kaum nachvollziehen, wie das Leben an einem abgelegenen, schwer zugänglichen Ort wie diesem wohl gewesen sein mag. Wie wurden Lebensmittel beschafft? Wie die notwendigen Materialien und Einrichtungsgegenstände hinauf transportiert? Beim Besuch der Wallfahrtskirche Madonna della Corona wird einem erst bewusst, was Menschen unter unwirtlichsten Umständen alles leisten können. Noch kann man die Reste einer Seilwinde erkennen, die einst Güter und sogar Menschen vom Tal auf diesen Felsenbalkon gebracht haben sollen, aber das ist angesichts der Höhe fast nicht vorstellbar. Von der Stelle der Felsenkirche hat man einen atemberaubenden Ausblick über das Etschtal. Wer noch höher hinaus will, kann den Kreuzweg von der Kirche auf das Plateau am Monte Baldo nehmen, wo sich auch der Parkplatz für Autos befindet. Auch der Kreuzweg mit den lebensgroßen Figuren aus Bronze ist einzigartig. Auf dem Weg liegt eine Höhle, die wie das Jesusgrab gestaltet wurde. Hier kann man den lebensgroßen Gottessohn bewundern. Eine Grotte für Maria, die mit Votivbildern geschmückt ist, gibt es ebenfalls. Diese befindet sich allerdings am Wanderweg von Brentino zur Felsenkirche.

Wie sieht es mit der Verpflegung aus?


Entlang des Wanderweges von Brentino und auch entlang der Serpentinenstraße von Spiazzi gibt es keine gastronomischen Einrichtungen. Nur direkt bei der Kirche wurde in einem Gebäudekomplex eine kleine Bar integriert. Hier kann man Snacks, wie Panini und Tramezzini sowie Erfrischungen und Eis kaufen. Am besten also, man nimmt Jause und Getränke selbst mit und macht es sich auf dem Weg zur Madonna della Corona im Wald gemütlich. Das Heiligtum ist übrigens den ganzen Tag und das ganze Jahr zugänglich, es gibt keine Zeit, in der die Wallfahrtskirche geschlossen ist.

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