Botanischer Garten Hanbury/Italien

Vielfalt zwischen Bergen, Meer und Geschichte


Brunnen © Archive GBH-photo Daniela GuglielmiVilla Hanbury © Archive GBH-photo Daniela GuglielmiPanoramablick über die Botanischen Gärten Hanbury © Archive GBH-photo Daniela GuglielmiPavillon © Archive GBH-photo Daniela GuglielmiTempel Vierjahreszeiten © Archive GBH-photo Daniela Guglielmi
Wer durch die Riviera reist, wird an der Grenze zu Frankreich auf italienischer Seite an der kleinen Stadt Ventimiglia vorbei kommen. Der beschauliche aber sehr schöne Ort in der Provinz Imperia befindet sich in malerischer Lage zwischen alpiner Berglandschaft und strahlend blauer Mittelmeerküste. Auch architektonisch kann die historische Stadt, die vom ligurischen Stamm der Intemeli gegründet wurde, einiges an Sehenswürdigkeiten bieten. Ventimiglias Altstadt erzählt mit ihren Bauwerken die Geschichte des Nordwestens Italiens von vorromanischer bis in die heutige Zeit.
Abseits der ehrwürdigen Bauwerke und der natürlichen Schönheit hat der kleine Ort aber noch eine ganz andere Attraktion zu bieten: Nur ein Stück weiter in Richtung der Grenze zu Frankreich liegt das Cap Mortalo, wo der bildschöne Botanische Garten Hanbury zu finden ist. Das von Menschenhand angelegte grüne Areal ist ein Geheimtipp für Reisende jeder Herkunft.

Genuss in Grün


Wer den Botanischen Garten Hanbury am Capo Mortalo betritt, kann es sich zwischen den liebevoll gestalteten Gartenanlagen bequem machen und die überaus freundliche Atmosphäre dieses Ortes genießen. Die vielfältige Vegetation der Region wartet von sich aus mit reich bewachsenen Olivenhainen, vielerlei wilden Weinreben sowie einer immensen Menge immergrüner Pflanzen auf. Im Schatten der natürlich gewachsenen und der nachträglich gepflanzten Gewächse lässt es sich ideal bei einer netten Lektüre oder einfach nur zum stillen Genießen entspannen.
Wer sich lieber ein bisschen bewegt, kann zwischen zwei Pfaden wählen, auf denen sich das Areal erkunden lässt. Zum Einsteigen empfiehlt sich der mit Schildern versehene Weg durch den Botanischen Garten. Hier werden die Entdeckenden zunächst durch die vielfältig bewachsene Zone der vier Jahreszeiten geleitet. Die botanische Entdeckungsreise führt weiter durch die Zonen der Aloen und der Cyclamen, in welchen es viele atemberaubend schöne Gewächse zu bestaunen gibt. Darauf folgt eine liebevoll gestaltete Ecke mit japanischem Garten, einer Pergola und wunderschönen Drachenbrunnen. Wer die Natur und Gärten gerne mit der Nase erkundet, wird sich sehr über den direkt dahinter liegenden Garten der Gerüche freuen. Von hier aus führt der Weg weiter über die antike Via Julia Augusta, vorbei an dem beliebten Salbeigarten bis hin zur bildschönen Küste.
Für die erfahrenen und sportlichen Menschen auf Entdeckungstour steht auch noch eine alternative Route mit höherem Anspruch zur Auswahl. Der Aufstieg bewegt sich durch einen Pinienhain über eine von Akazien gesäumte Passage. Sind Eukalyptusbäume sichtbar, ist schon die Hälfte des beschwerlichen Pfades überwunden. Der Australische Wald des Botanischen Gartens Hanbury führt zur Südterrasse, deren Rosengarten eine wahre Augenweide ist. Weiter geht die anspruchsvolle Tour entlang vielerlei Palmen bis zum peruanischen Pfefferbaum.

Auch kulturell von Bedeutung


Der Botanische Garten Hanbury ist seit 2006 auf der Liste der Orte, die als UNESCO Weltkulturerbe vorgeschlagen wurden. Die Geschichte des malerischen grünen Fleckens geht auf den namensgebenden Thomas Hanbury zurück. Der britische Kaufmann erwarb im Jahr 1867 ein Stück Land am Capo Mortalo. Aufgrund der äußerst schönen und klimatisch sehr günstigen Lage traf Hanbury eine Entscheidung, für die wir heute noch sehr dankbar sein können. Er ließ in Kooperation mit ausgebildeten Fachkräften aus dem Gärtnereifach den Botanischen Garten anlegen, dessen Schönheit uns bis heute verzaubert.
Die Zahl der unterschiedlichen Arten in der Grünanlage wuchs schnell und wurde immer wieder katalogisiert und mit größter Hingabe gepflegt. Thomas Hanbury selbst wurde im von ihm geliebten Garten bestattet und seine Familie war noch bis in die Nachkriegszeit im Besitz des Areals. Inzwischen ist der Botanische Garten Hanbury mit seinen mehreren tausend Pflanzenarten im Besitz des italienischen Staates und wird von der botanischen Abteilung der Universität Genua verwaltet und gepflegt.
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