
FERROPOLIS – Industriekultur hautnah erleben
Wer das einzigartige Gelände von FERROPOLIS besucht, betritt eine Welt, in der Industriegeschichte, Technik und Natur miteinander verschmelzen. Für Klassenfahrten und Studienreisen bietet der Standort zahlreiche Möglichkeiten, die Geschichte des ehemaligen Tagebaus Golpa-Nord anschaulich zu erleben. Besonders empfehlenswert sind die Geländeführungen, die sowohl für Erwachsene als auch für Jugendliche spannend aufbereitet sind.
Geländeführungen: Auf den Spuren der Industrie
Das FERROPOLIS-Gelände lässt sich auf unterschiedliche Weise erkunden: Entweder durch eine geführte Tour mit einem unserer erfahrenen Gästeführer oder per Audioguide, der gegen eine kleine Gebühr ausgeliehen werden kann. Der Audioguide verfügt über einen Lautsprecher, sodass mehrere Personen gleichzeitig den Erklärungen folgen können.
Während der Führung erfahren Besucher alles Wissenswerte über die Entstehung des Tagebaus Golpa-Nord, die beeindruckende Transformation des ehemaligen Braunkohleabbaugebiets zu einem Kultur- und Erlebnisstandort sowie über die einzelnen Exponate auf dem Gelände. Dazu zählen die fünf imposanten Tagebaugroßgeräte, die 25.000 Zuschauer fassende Arena, die historische 30-KV-Station sowie die künstlich angelegte Halbinsel im Gremminer See, die einen einzigartigen Naturraum bietet.
Regelmäßig finden am Wochenende Führungen um 11.00 und 13.00 Uhr statt. Bei Klassenfahrten empfiehlt es sich, vorab die Termine zu prüfen, besonders in den Wintermonaten.
Highlight: „Bagger im Licht“
Ein besonderes Erlebnis stellt die Sonderführung „Bagger im Licht“ dar. Unter der Leitung eines Gästeführers entdecken die Teilnehmer das Gelände in einer magischen Atmosphäre, wenn die monumentalen Maschinen durch ein beeindruckendes Farbspiel illuminiert werden. Hoch über der Arena oder tief im Inneren der Bagger erhalten Besucher Einblicke in die Technik der Absetzer und die tägliche Arbeit im Tagebau. Ein Blick über den See rundet den Abend stimmungsvoll ab. Die Führung dauert etwa zwei Stunden und eignet sich hervorragend für Schülergruppen, die Technik und Industriekultur praxisnah erleben möchten.
Baggertour – Technik zum Anfassen
Für alle, die sich der Technik der Großgeräte besonders nähern möchten, bietet die Baggertour ein unvergessliches Erlebnis. Besucher können den Absetzer „Gemini“ aus der Nähe erkunden und den Weg des Abraums über den 60 Meter langen Ausleger nachvollziehen. Die Tour vermittelt anschaulich, wie der Alltag im Tagebau aussah, und lässt die Dimensionen der Maschinen unmittelbar spüren. Das Maschinenhaus des zweiteiligen Gerätes vermittelt zudem ein authentisches Raumgefühl, ergänzt durch den Ölgeruch aus den aktiven Zeiten.
Der Absetzer kann eigenständig begangen oder als Teil einer Führung erkundet werden. Für alle Teilnehmer ist Schwindelfreiheit und gutes Schuhwerk empfohlen; bei starkem Regen oder Glatteis sollte die Klettertour aus Sicherheitsgründen verschoben werden. Besonders hervorzuheben ist der Absetzer Medusa, der seit 2022 barrierefrei über einen Aufzug zugänglich ist und somit auch für eingeschränkte Mobilität erlebbar wird.
Weitere Angebote und Ausstellungen
Neben den festen Exponaten bietet FERROPOLIS regelmäßig Wechselausstellungen und Sonderaktionen, die den Besuch abwechslungsreich gestalten. In der Vergangenheit wurden bereits Lichtinstallationen, temporäre Kunstwerke und interaktive Technikpräsentationen gezeigt. So bleibt ein Besuch auch bei wiederholten Klassenfahrten spannend.
FERROPOLIS ist damit ein idealer Lernort für Schülerinnen und Schüler sowie Studierende, die Industriekultur, Technikgeschichte und Naturgestaltung auf einer Tour hautnah erleben möchten.
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