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Pompeji – Klassenfahrt in die Antike

Eine der wohl spannendsten Sehenswürdigkeiten und wichtigsten Ausgrabungsstätten Italiens darf auf keiner Studienreise oder Klassenfahrt ins süditalienische Kampanien fehlen: das antike Pompeji. Die ehemalige wohlhabende und lebendige Stadt am Fuße des Vesuvs verschwand am 24. August im Jahr 79 nach Christus unter einer sechs Meter hohen Schicht aus Asche und Bimsstein – und mit ihr rund 2 000 Menschen. Grund dafür war eine gewaltige Explosion im Inneren des Vesuvs, dem einzigen Vulkan auf dem europäischen Festland. Im Anschluss ruhte rund 1 700 Jahre lang eine der größten Tragödien der Menschheitsgeschichte tief verschüttet am Golf von Neapel. Im 18. Jahrhundert veranlasste König Karl III. von Bourbon die ersten Ausgrabungen, aber erst Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese professionell in Angriff genommen und erweckten das tote Pompeji zu neuem Leben.

Von der Katastrophe zum UNESCO-Weltkulturerbe

Das Unglück kündigte sich bereits Tage zuvor an, doch wusste damals niemand der rund 20 000 Einwohner Pompejis, was die erschütternden Beben für Folgen haben würden. Bis zu diesem Tag thronte Pompeji auf einer kleinen Hochebene südlich des Vulkans über den Golf von Neapel. Ein gewaltiger Knall riss die Bürger der antiken Stadt am Morgen des 23. August 79 nach Christus aus ihrem Alltagstrott. Nachdem schwarzer Rauch den Himmel dunkel verfärbte, begann es Asche und Bimsstein zu regnen. Die Menschen gerieten in Panik. Einige suchten Schutz in ihren Häusern, die später unter der schweren Last der meterhohen Asche einstürzten, andere erstickten bei ihrer Flucht an giftigen Gasen, die die Wolke mit sich brachte. Durch eine weitere – noch schwerere – Eruption am darauffolgenden Tag verloren in Pompeji insgesamt 2 000 Menschen ihr Leben. So tragisch eine der schlimmsten Vulkanausbrüche der Geschichte auch war, die Asche, die sich meterhoch über die Stadt legte, konservierte nicht nur die Pompeji selbst, sondern mit ihr das Alltagsleben des 24. und 25. August 79 nach Christus. Nach dieser Tragödie, die das luxuriöse Pompeji innerhalb weniger Stunden auslöschte, geriet der Ort über die Jahre in Vergessenheit. Erst in der Zeit der Renaissance wurden bei Entwässerungsarbeiten Fundstücke in der Nähe des Vesuvs entdeckt. Im Jahr 1748 veranlasste König Karl III. von Bourbon erste offizielle Ausgrabungen, die jedoch sehr unsystematisch erfolgten. Erst im 19. Jahrhundert setzte sich der italienische Monarch Vittorio Emmanuele II. für die systematische Ausgrabung Pompejis ein. Diese erfolgte Schicht für Schicht und brachte so die antike Stadt wieder ans Licht. 1997 wurde Pompeji zum Weltkulturerbe ernannt und noch immer liegt rund ein Drittel der Stadt im Verborgenen.

Spaziergang durch eine längst vergangene Epoche

Die berühmte Ausgrabungsstätte liegt eingezäunt drei Kilometer vom Golf von Neapel entfernt. Zum Schutz ist sie nur über einen der drei Eingänge erreichbar. Besuchen Sie während einer Studienreise oder Klassenfahrt diese einzigartige und historische Sehenswürdigkeit, betreten Sie die am besten erhaltene Stadt der Antike. Durch den gewaltigen Ascheregen wurde die Stadt luftdicht begraben und konserviert. Leuchtend bunte Gemälde, die nach Entdeckung durch Sonneneinstrahlung ihre Farbe verloren, wurden von neapolitanischen Kunststudenten nachgemalt und können heute auf diese Weise betrachtet werden. Bei einem Spaziergang durch alten ausgegrabenen Straßen und Gassen Pompejis erleben Sie eine 2000-jährige Zeitreise in eine längst vergangene Epoche. Einst verschüttete Bäckereien und Geschäfte sowie alte Statuen und Häuser, spiegeln das Leben Pompejis vor fast 2 000 Jahren wider. Zu den beeindruckendsten Entdeckungen zählen die antiken römischen Ruinen des Apollotempels und die 1862 ausgegrabene Bordellruine Lapuna. Ein kleines und ein großes Theater, sowie ein imposantes Amphitheater, das 20 000 Menschen faste und diese mit Tragödien, Komödien und blutigen Gladiatorenkämpfen unterhielt, beeindruckt auf einer Schulfahrt Schüler und Lehrer gleichermaßen. Das traurige Highlight bilden die getöteten Einwohner Pompejis. Nach ihrer Zersetzung in der erkalteten Lava wurden die mit Knochen gefundenen Hohlräume mit Gips gefüllt und zeigen heute die letzten Minuten der Tragödie. Östlich der antiken Ausgrabungsstätte leben heute wieder rund 25 000 Menschen im neuen Pompeji.
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