Altmärkisches Museum Stendal

Geschichte an historischem Ort erleben

Das altmärkische Museum ist ein Heimatmuseum in der Stadt Stendal in Sachsen-Anhalt. Benannt ist es nach der sächsisch-anhaltinischen Altmark, deren Geschichte es auch darstellt.

Stendal und die Altmark

Die Altmark ist ein Gebiet im Norden von Sachsen-Anhalt. Der Name "alte" Mark tauchte zum ersten Mal im Jahr 1304 in einer Urkunde auf und deutet darauf hin, dass von hier die Erschließung der Mark Brandenburg ausging. Daher wird die Gegend auch gern als die "Wiege Brandenburgs" oder gar als die "Wiege Preußens" umschrieben. Nach der Gründung der Mark Brandenburg ging die Altmark in dieser auf.

Die Altmark als eine der ältesten deutschen Kulturlandschaften zählt geografisch zum Norddeutschen Tiefland. Entstanden ist sie hauptsächlich in der vorletzten Eiszeit. Eine Besiedlung des Gebietes ist archäologisch seit der Jungsteinzeit, genauer seit der Kupferzeit, nachgewiesen. Ab etwa 600 siedelten hier Sachsen, bis diese von Karl dem Großen unterworfen wurden und das Gebiet in das fränkische und später in das ostfränkische Reich eingegliedert wurde.

Nach dem Slawenaufstand verloren die Franken die Kontrolle über einen Teil der Region, und 1157, nach der Einnahme der Mark Brandenburg, kam die nördliche Mark zu Brandenburg. Ab 1324 gehörte die Mark Brandenburg - und somit auch die Altmark - zu den Wittelsbachern und den Luxemburgern. Ab 1415 übernahmen dann die Hohenzollern die Herrschaft über die Mark Brandenburg. Ab dem 18. Jahrhundert bildete sich dann aus der Mark Brandenburg der Staat Preußen heraus.

Die Hansestadt Stendal ist mit ihren etwa 40.000 Einwohnern die größte Stadt der Altmark. Stendal wurde um das Jahr 1160 gegründet (genau weiß man es nicht) und gehörte von 1358 bis 1518 der Hanse an. In der Zeit hatte Stendal auch das Recht, eigene Münzen herauszugeben. Heute ist die Stadt vor allem für ihre zahlreichen, einzigartigen Gebäude aus der Zeit der Backsteingotik bekannt. Johann Joachim Winckelmann, der Begründer der modernen Archäologie, wurde in Stendal geboren, und der französische Schriftsteller Stendhal "lieh" sich seinen Künstlernamen bei der Stadt aus.

Das Museum

Das altmärkische Museum befindet sich in einem Gebäude des ehemaligen Katharinenklosters. Das Kloster ist ein hervorragendes Beispiel für den oben erwähnten Baustil der Backsteingotik und daher selbst eine eigenständige Sehenswürdigkeit. Es wurde im Jahr 1456 als Benediktinerinnenkloster gegründet. Ab 1469 lebten dort auch Augustiner-Chorfrauen, später auch reformierte Benediktinerinnen. Nach der Reformation wurde das Kloster im Jahr 1540 zum Frauenstift umgewandelt und 1945 aufgelöst. 1985 und 1986 wurden die Kirche und der Kreuzgang renoviert. Heute wird die Klosteranlage als „Musikforum Katharinenkirche“ für Konzerte, Tagungen und Ausstellungen genutzt. Seit 1964 beherbergt sie auch das altmärkische Museum.

Gegründet wurde das Museum allerdings bereits im Jahr 1888 von Mitgliedern des altmärkischen Heimatvereins. Kernstücke der Sammlung des Museums stammen unter anderem aus dem Bestand des Adelsgeschlechts von Alvensleben, dem literarischen Verein zu Stendal und verschiedenen Privatpersonen. Vor seinem Umzug in das Katharinenkloster befand sich das Museum über verschiedene Orte der Stadt verteilt, unter anderem im Stendaler Dom - auch eine Sehenswürdigkeit.

Neben wechselnden Sonderausstellungen gibt es natürlich eine Dauerausstellung, die sich hauptsächlich auf die Vor- und Frühgeschichte der Altmark konzentriert. Auch sakrale Exponate aus der Romanik und Gotik sind zahlreich vertreten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die neu gestaltete Ausstellung "Die alte Hansestadt Stendal- Stadt der Backsteingotik". Ausstellungsbereiche zu den bedeutenden historischen Persönlichkeiten der Stadt Stendal, zur Garnisonsgeschichte und zur Industrialisierung warten auf ihre bald bevorstehende Eröffnung.

Das Museum hat verschiedene pädagogische Angebote, besonders auch für Schulklassen.
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