Die Akropolis - Foto: Christo Anestev auf Pixabay
Die Akropolis - Foto: Christo Anestev auf Pixabay

Die Akropolis in Athen

Ruinen vom Glanz der Antike

Sie erhebt sich auf einem Hügel über Athen. Nicht wie eine Trutzburg sondern eher graziös und strahlend weiß. Erhalten sind von ihr eigentlich nur die Säulen, doch die haben die Wirren seit der Antike ebenso überstanden wie die Erdbeben, von denen Athen im Laufe der Jahrhunderte nicht verschont blieb. 156 Meter ist der Athener Hügel hoch, und er besteht vor allem aus massivem Fels. Das hat dazu geführt, dass die Akropolis den Naturgewalten trotzen konnte. Wer Griechenland im Rahmen einer Schulfahrt besucht, der wird staunend vor diesem Bauwerk stehen und eine vage Ahnung davon bekommen, wie glanzvoll die Akropolis ausgeschaut haben muss, als sie noch in "voller Blüte" stand.

Athene - Göttin der Weisheit und der Kunst

Die Athener Akropolis war mit ihren vier Bauten, den Propyläen, dem Tempel der Athene Nike, Erechtion und Parthenon der jungfräulichen Athene geweiht. Der griechischen Mythologie zufolge war die Schutzgöttin die mutterlose Tochter des Göttervaters Zeus. Sie wird als Göttin der Weisheit, der Kunst, des Kampfes und der Strategie verehrt. Sie ist die Namensgeberin der griechischen Metropole, und ihr wichtigstes Heiligtum war seit jeher der Parthenon über den Dächern der Stadt. Diese gewaltige Weihestätte entstand im sogenannten "Goldenen Zeitalter" und damit in jenem Jahrhundert, als die persischen Truppen 490 vor Christus bei Salamis und zehn Jahre später bei Marathon besiegt wurden. Darauf setzte eine kurze friedliche Zeit ein, die Dichter und Denker, Künstler und Philosophen nutzten, um sich zu inspirieren und ihrem Land zu dienen.

Ein antikes Theater mit 17.000 Plätzen

Wer sich der Akropolis von Athen nähert, der gewahrt am südlichen Hang des Berges die Überreste des einstigen Dionysos-Theaters. In dessen Glanzzeit fanden dort auf den Stufen fast 17.000 Menschen platz. Hier traten Sänger und Tänzer auf. Das kleinere Theater des Herodes Atticus, das in der Zeit der römischen Herrschaft entstand, war die Bühne für Konzerte und Schauspiele der Klassik. Die vorderen Gebäude des eigentlichen Tempels, die Propyläen, waren ein Werk des Baumeisters Mnesikles. Der lebte zur Zeit des Staatsmannes Perikles und hatte als Architekt den Ruf eines Erneuerers, der die bis dahin bei Tempeln praktizierte dorische Ordnung mit neuen Elementen verknüpfte. Die Athener Akropolis, die heute jährlich von unzähligen Touristen aus aller Welt besucht wird, entstand zwischen 437 und 432 vor Christi.

Römer, Byzantiner und Osmanen herrschten

Die Akropolis, der Haupttempel der Athena, wurde in einem Rechteck und mit 8 mal 17 dorischen Säulen errichtet. Irgendwo stand hier die Statue der Göttin, doch sie wurde nie gefunden und steht nunmehr als Kopie im Akropolis-Museum. Der Burgberg über Athen wurde im Laufe der Jahrhunderte gezeichnet von einer wechselvollen Geschichte und Zerstörungen durch Erdbeben und Kriege. Römer, Byzantiner und Osmanen wechselten sich in der Herrschaft über die Region östlich des Peloponnes ab und zwischenzeitlich diente der Parthenon als Moschee mit einem angebauten Minarett. Die größte Zerstörung erfuhr die Akropolis im Jahr 1687 bei der Belagerung durch die Venezianer. Als ein türkisches Pulvermagazin explodierte, stürzten Teile des Tempels in sich zusammen.

Ein Hügel als Geburtsstätte Europas

Erst nach der Staatsgründung Griechenlands wurde die Akropolis unter Schutz gestellt. Der Tempelberg erhielt den Status einer archäologischen Stätte. Das bekannteste bauliche Zeugnis der Antike war vom Jahr 1986 an ein Teil des Weltkulturerbes der UNESCO. Wer von dort hinab blickt auf die Metropole zu seinen Füßen, darf sich bei gutem Wetter auf ein eindrucksvolles Panorama freuen. Vorausgesetzt, dass sich die häufig über Athen liegenden Smogwolken verzogen haben. Immer wieder gab es rund um die Akropolis Ausgrabungen, und die Archäologen beförderten Bruchstücke des Parthenon-Frieses ans Tageslicht. Sie sind nunmehr in einem neugestalteten Museum zu besichtigen. Der frühere deutsche Bundespräsident Theodor Heuss bezeichnete die Akropolis einst neben Golgota und dem römischen Kapitol als die Geburtsstätte Europas.
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