Museum für Gegenwartskunst Krakau

Eine Reise in die schöne polnische Stadt Krakau ist auch eine Reise zur Kunst und zur Kultur. Wer sich in die einstige königliche Metropole im Rahmen einer Schulfahrt oder Studienreise begibt und die Sehenswürdigkeiten und Museen dort mit offenen Augen betrachtet, der taucht tief ein in die Geschichte dieser Region. Hier leben rund 170.000 Studenten und neben den hundert Kirchen gibt es in Krakau auch zweihundert Cafés, über hundert urige Kellerkneipen, 125 Kunstgalerien und immerhin 40 Museen. Eines von ihnen ist das Museum für Gegenwartskunst, das im Volksmund kurz "MOCAK" genannt wird. Es fand Platz in der ehemaligen Emaille-Fabrik des Oskar Schindler. Der war einerseits ein Kriegsgewinnler, andererseits bewahrte er rund 1.200 Menschen vor der Deportation zu den Konzentrationslagern. Der amerikanische Regisseur Steven Spielberg setzte diesem Mann mit "Schindlers Liste" ein Denkmal und schuf ein filmisches Drama. An der historischen Stätte in Krakau befindet sich seit dem Jahr 2004 das Museum für Gegenwartskunst.

Claudio Nardi und die Gestaltung eines Museums

Dem italienischen Architekten Claudio Nardi, der in Florenz studiert hatte, übernahm die Umgestaltung der alten Fabrik des Oskar Schindler und war sich dabei des hohen symbolischen Wertes seiner Arbeiten bewusst. Er erfüllte seine Aufgabe mit Respekt und Sorgfalt und knüpfte bei seinen Planungen an die vorhandene städtebauliche Umgebung an. Die ursprünglichen Fabrikhallen sollten erhalten bleiben und behutsam der neuen Funktion als Museum zugeführt werden. Die neuen Gebäude erhielten nach Claudio Nardis Vorstellungen einen neomodernen Stil. Das gesamte Ensemble bekam ein dominierendes Element durch die Sägezahndächer der ehemaligen Schindler-Fabrik. Claudio Nardi gewann für die Gestaltung des Museums für Gegenwartskunst in Krakau im Jahre 2011 gleich zwei Preise: Bei der Biennale in Padua den Architekturpreis Barbara Capocchin International und den Dedalo Minosse International Award in Vicenza. Nach seiner Zeit in Krakau nahm Nardi eine Stelle als Professor an der florentinischen Universität an.

Kunstwerke auf viertausend Quadratmetern

Die alten Werksgebäude der früheren Schindler-Fabrik befinden sich nunmehr im Besitz der Stadt Krakau. Im Museum für Gegenwartskunst begegnen die Besucher im Rahmen ihrer Klassenfahrt oder Studienreise insbesondere den umfangreichen Sammlungen aus Kunstwerken der Neuzeit. Die Initiatoren beabsichtigen in erster Linie die Vermittlung und Erklärung der zeitgenössischen Kunst. Ausgestellt werden dabei nicht nur die Werke polnischer Künstler. Außerdem beschäftigt sich das Krakauer Museum mit Forschungsprojekten und gibt Bücher zur modernen Kunst in Auftrag. Die Ausstellungsräume des "MOCAK" umfassen eine Nutzfläche von rund viertausend Quadratmetern. Die enormen Baukosten wurden hälftig aus Mitteln der Europäischen Union beglichen.

Widersprüche und Auseinandersetzungen

Außer den Wechselausstellungen vermittelt das Krakauer Museum für Gegenwartskunst Interessierten auch die Begegnung mit Künstlern sowie anderen Persönlichkeiten des kulturellen Spektrums der Stadt. Zu denen, die sich mit ihren Werken in diesem Museum wiederfinden, zählen unter anderen Miroslaw Balka, Stanislaw Drozdz, Lars Laufmann und Koji Kamoji. Unter dem Dach dieser weitläufigen Anlage fand auch die Privatbibliothek des bedeutenden Kunsthistorikers Professor Mieczyslaw Porebski einen Platz. Die Leitung des Museums ist bemüht, Menschen aller Altersgruppen für die dort ausgestellten Exponate zu interessieren und ist sich bewusst, dass es dabei auch zu Widersprüchen und kritischen Auseinandersetzungen kommen wird. Sehr willkommen sind im Museum für Gegenwartskunst stets die Mitglieder einer Klassenfahrt oder Schulfahrt. Ihnen sollen bei einer Besichtigung neue Horizonte mit dem Ziel erschlossen werden, die moderne Kunst populär zu machen. Bisherige Ausstellungen lauteten: Die Geschichte in der Kunst, der Sport in der Kunst, die Ökonomie in der Kunst, das Verbrechen in der Kunst und die Medizin in der Kunst.
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