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Museum Barberini

Der Impressionismus ist eine Kunstrichtung, die Ende des 19. Jahrhunderts entstand und den Fokus auf Licht und Farbe, Stimmung und den flüchtigen Augenblick legte. Bekannte Werke stammen von Künstlern wie Claude Monet, Édouard Manet, Edgar Degas, Berthe Morisot oder Pierre-Auguste Renoir. Das Museum Barberini in Potsdam zeigt eine umfassende Sammlung der impressionistischen Malerei und gehört seit der Gründung 2017 zu den meistbesuchten Kunstmuseen in Deutschland. Neben der Sammlung, die dem Stifter Hasso Plattner gehört, zeigt das Museum weitere Ausstellungen, die oft in Zusammenarbeit mit internationalen Museen erfolgen. So treffen Sie auf viele bekannte Künstler aus allen Epochen und erfahren, wie sich der Impressionismus bis zu den Pointilisten und Fauvisten weiterentwickelt hat.

Das Museum und seine Geschichte

Das Museum Barberini bietet sowohl innen als auch außen eine faszinierende Zeitreise. Es befindet sich seit 2017 im historischen Zentrum Potsdams, in einem Gebäude, das eine Nachbildung des einstigen klassizistisch-barocken Palais Barberini am Alten Markt ist. Diesen ließ Friedrich der Große 1771 als herrschaftliches Bürgerhaus, nicht weit von seinem Stadtschloss und der Nikolaikirche, errichten. Die Architektur orientierte sich am barocken Palazzo Barberini in Rom, mit zwei Seitenflügeln und prunkvollen Innensälen. Bis zur vollständigen Zerstörung des Gebäudes im Zweiten Weltkrieg bot es am Havelufer Wohnraum für die Potsdamer Bürger und war gleichfalls das kulturelle Zentrum, mit legendären Konzerten von Anton Rubinstein oder Clara Schumann, dem ersten Kino der Stadt und einer Volksbücherei. Der Wiederaufbau, von Hasso Plattner initiiert, erfolgte in der Zeit von 2013 bis 2016 als originalgetreue Rekonstruktion.

Der Stifter des Museums

Der Mäzen und Stifter Hasso Plattner zählt zu den reichsten Deutschen und fördert Kunst, Bildung und Wissenschaft durch seine „Hasso Plattner Foundation“. Als Mitbegründer der Softwarefirma SAP liegt sein geschätztes Vermögen im zweistelligen Milliardenbereich. Seine Impressionisten-Sammlung, die als Dauerleihgabe mit 103 Gemälden begann, umfasst mittlerweile 115 Werke, davon alleine 40 Gemälde von Claude Monet, die Sie im Museum Barberini bewundern können. Neben der Kunst fördert Plattner auch Projekte, in denen Europas digitale Führungskräfte ausgebildet werden und setzt sich für den Umweltschutz ein. Das erste Gemälde von Monet erwarb er im Jahr 2000, beeindruckt von dieser einzigartigen Maltechnik, die die Atmosphäre schaukelnder Segelboote unmittelbar einfing.

Faszination Impressionismus: Entstehung und gängige Motive

Die Malerei des Impressionismus entstand 1860 in Frankreich. Ein Vorreiter war Max Liebermann, während es den Künstlern vor allem darum ging, stimmungsvolle Szenen flüchtiger Momentaufnahmen zu kreieren. Das erste Werk von Claude Monet, das dieser Maltechnik zugeordnet werden kann, trug 1872 den Titel „Impression, soleil levant“. Damit war der Name der Kunstrichtung festgelegt und wurde dann zusätzlich auch durch den Kritiker Leroy populär, der die Motive als konservativer Mensch damals noch abschätzig beurteilte. Der Impressionismus hatte einen großen Einfluss auf nachfolgende Kunstrichtungen, darunter den Expressionismus. Charakteristisch sind Landschafts- und Boulevardszenen, die mit dünnen, sichtbaren Pinselstrichen gemalt wurden und das besondere Licht und die Stimmung wiedergaben.

Die Sammlung von Hasso Plattners und weitere Ausstellungen

Der Stifter Plattner hat in 20 Jahren viele Werke zusammengetragen, die sich dem Impressionismus und Post-Impressionismus zuordnen lassen und Ihnen als Dauerausstellung präsentiert werden. Neben den Werken von Monet, darunter die berühmten Seerosen, der Getreideschober oder der Palazzo Contarini, gibt es weitere Exponate von Künstlern wie Renoir, Sisley, Pissarro, Caillebotte, Signac und Cézanne. Die Sammlung orientiert sich stark an der Landschaftsmalerei. Sie treffen auf Sonnenuntergänge, romantische Brücken über einen Fluss, Winterimpressionen und Häfen mit Booten, die in zarten Farben gemalt sind.

Mehrmals im Jahr kommen verschiedene Wechselausstellungen hinzu, sodass Sie von der Barockmalerei bis zur modernen Kunst ganz verschiedene Stilrichtungen betrachten können. Daneben bietet das Museum Barberini Veranstaltungen, Lesungen, Konzerte, Filmabende und Workshops, die die Ausstellungen begleiten und so einen lebendigen Austausch zur Kunst ermöglichen. Die angebotenen Führungen gibt es in mehreren Sprachen. Dazu verfügt das Museum über einen Shop und Cafés, die den Blick auf den Alten Markt gestatten. Community: 0 Bewertungen
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