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Museu Nacional de Arte Antiga in Lissabon

Die Ursprünge des Museums

Aber nicht nur die Geschichte des einstigen Palast-Besitzers ist interessant sondern auch die des Museu Nacional de Arte Antiga. Dessen Ursprünge gehen zurück auf das Jahr 1834. Stätten religiöser Erbauung befanden sich in Portugal in staatlicher Hand, und ein knappes halbes Jahrhundert später entschieden sich die Behörden zu einer Restrospektive über die Kunst auf der Iberischen Halbinsel. Im früheren Alvor-Palast gab es eine Ausstellung, die von der portugiesischen Öffentlichkeit mit Begeisterung aufgenommen wurde. Das war für die Portugiesen die Ermunterung, der Kunst eine neue Plattform zu schaffen. 1884 wurde das Nationalmuseum für alte Kunst eröffnet.

Das Gold aus den portugiesischen Kolonien

Wer heute im Rahmen einer Studienreise oder Schulfahrt durch die Gänge des Museums bummelt, der trifft dabei nicht nur auf historische Möbel aus der Zeit des Rokoko und auf exotische Keramiken. Manches, was im Museu Nacional de Arte Antiga ausgestellt ist, stammt ursprünglich aus den portugiesischen Kolonien in Übersee. Westafrika, Brasilien und der Ferne Osten waren die Ziele der Konquistadoren. Sie kamen von ihren Seereisen stets mit reicher Beute zurück und hatten viel Gold an Bord, mit denen geniale Künstler Werke für die Ewigkeit schufen. Zu den am meisten bestaunten Exponaten des Museums zählt heute die Monstranz von Belém, die der Goldschmied Gil Vicente formte. Das Gold für die Monstranz soll von dem Entdecker und Seefahrer Vasco da Gama um 1500 nach Portugal transportiert worden sein.

Querschnitt durch die Kunst der "Alten Welt"

In diesem Museum, unweit der Uferstraße des Tejo, sind aber nicht nur sakrale Zeugnisse vergangener Jahrhunderte zu sehen. Das Haus präsentiert darüber hinaus einen Querschnitt durch die Kunstgeschichte der "Alten Welt". Bei einer Klassenfahrt oder Schulfahrt stehen die Betrachter vor nicht weniger als 2.200 Gemälden und vor mehr als 5.000 Zeichnungen europäischer Maler verschiedener Epochen. Zu sehen sind unter anderem Werke von Nuno Goncalves, Jorge Afonso, Albrecht Dürer, Pieter Brueghel der Jüngere, Lucas Cranach der Ältere, Hans Holbein der Ältere und Pietro Perugino. Die Sammlung der Skulpturen stammen aus Portugal, Italien, Deutschland und Flandern. Einige Exponate sind dem alten Rom und dem antiken Ägypten zuzuordnen.

Figuren aus Elfenbein und Exponate aus China

Das Nationalmuseum in Lissabon versteht sich auch als Spiegelbild der starken Verbindungen zwischen Portugal und den Völkern der Dritten Welt. Besonders stolz sind die Betreiber auf die Sammlung wertvoller Objekte aus Indien und China sowie aus verschiedenen Regionen Afrikas. Dabei handelt es sich um Figuren aus Elfenbein, um wertvolle Stickereiarbeiten, Möbel, Porzellan und Silber. Nach dem Ende der portugiesischen Monarchie und der Ausrufung der Republik wurden die Sammlungen aus dem Königshaus dem Museum übertragen. Durch etliche Schenkungen und Stiftungen wuchs der Bestand des Museums von Jahr zu Jahr. In zwei Obergeschossen werden regelmäßig Dauerausstellungen aufgebaut, und unter dem einstigen Alvor-Palast befindet sich heute im Untergeschoss neben einem Restaurant auch noch ein Vortragssaal.

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