Museu d'Art de Girona – Das Kunstmuseum in Girona

Das Kunstmuseum in Girona ist abwechslungsreich und bietet fesselnde Erlebnisse. Allein der Standort ist bereits ein architektonisches Ereignis – das Museum befindet sich im ehemaligen Bischofspalast. Heute beherbergt das historische Gebäude eine umfangreiche Kunstsammlung verschiedener Epochen. Vor allem führt das Museum Kunstwerke katalanischer Künstler ab dem 10. Jahrhundert bis zu Neuzeit.

Die Geschichte des Museums

Das Museu d'Art de Girona wurde 1976 gegründet. Der damalige Regionalrat beschloss zusammen mit der Diözese Girona zwei Kunstsammlungen zusammenzulegen – das Diözesanmuseum Girona und das Provinzmuseum für Antiquitäten und Schöne Künste. Um Werke von künstlerischem und archäologischem Interesse aufzubewahren, wurde 1845 das Provinzmuseum gegründet. Außerdem beherbergte es auch die architektonischen Überreste von Kirchengrundstücken und -gebäuden, die der damaligen Säkularisation zum Opfer fielen. Es wurde 1870 im Kloster Sant Pere de Galligants eröffnet. Heute befindet sich in dessen Mauern das Archäologische Museum von Katalonien.

Fast ein Jahrhundert später wurde das Diözesanmuseum gegründet. Im Jahr 1942 präsentierte man unter der Schirmherrschaft des Bischofs Josep Cartañà eine Sammlung aus Kunstwerken und archäologischen Stücken, die hauptsächlich vom Chorherrn Ramon Font und Pater Pere Valls gesammelt wurden. Seit 1929 wurden diese vorwiegend im Thronsaal des Bischofspalastes ausgestellt.

Inzwischen besteht die Sammlung des Museu d'Art de Girona aus mehr als 13.700 Werken und ist somit eine der größten Kunstsammlungen in Katalonien.

Das Museumsgebäude

Gironas Bischofspalast ist eines der edelsten und spektakulärsten Gebäude des Ortes. Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde der Palast, als Bischof Gotmar im Jahre 998 vom Grafen Borrell ein an dem Palast angrenzendes Haus kaufte.

Im 12. Jahrhundert wurde ein neuer Palast errichtet, welcher im Laufe des 14. und 15. Jahrhunderts immer mehr erweitert wurde. Der Komplex erinnerte eher an eine befestigte Burganlage. Zu dieser Zeit wurden einige symbolträchtige Räume errichtet, welche heute für die Dauerausstellung und als Büros des Museums genutzt werden. Aus dieser Zeit stammen die bemerkenswerten Galerien mit Rundbögen, die zweibogigen Fenster, der Thronsaal und die beiden Türme.

Im 16. Jahrhundert veranlassten mehrere Bischöfe diverse Erweiterungen im Renaissancestil. Es kam in dieser Zeit zur Anbauten auf den bestehenden Gebäuden und zur Öffnung zahlreicher großer Fenster. Inzwischen ähnelte das Erscheinungsbild immer mehr einem Palast.

Aufgrund der napoleonischen Belagerung 1808 bis 1809 kam es zu schweren Beschädigungen des Palastes. Nach Abzug der Truppen wurde das Gebäude wiederhergestellt und erweitert, bis es das heutige Aussehen erreichte.

Zwischen 1979 und 1991 sanierte man den Palast stellenweise und das Kunstmuseum unter seinem heutigen Namen wurde darin errichtet.

Es ist sehr spannend, durch diese historisch gewachsenen Gänge zu wandeln und neben den ausgestellten Kunstwerken aller Epochen, auch die ursprüngliche Nutzung der Räumlichkeiten zu spüren. So kann man selbst heute noch die Überreste einer Feuerstelle im ehemaligen Gefängnis des Palastes erkennen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein unterirdisches, dunkles Verlies, sondern es befindet sich in der vierten Etage das Hauptturms, wodurch die Insassen einen guten Weitblick über die Stadt hatten. Noch heute sieht man Spuren der Verurteilten, die während ihres Aufenthaltes Inschriften in die Wände ritzten.

Neben den vielen Ausstellungsstücken der Malerei, Architektur und Bildhauerei gibt es eine weitere Besonderheit des Museu d'Art. Im Rahmen einer Führung kann das alte Santa-Caterina-Krankenhaus besucht werden. Neben der Besichtigung der barocken Räumlichkeiten, dem Kronleuchtersaal aus dem 17. Jahrhundert und dem Magnolienhof besucht man auch die am besten erhaltene Krankenhausapotheke Europas. Diese gilt als eines der beeindruckendsten Komplexe dieser Art. Die Decke des Kreuzganggewölbes ist mit imposanten Wandmalereien der Barockzeit geschmückt. Doch auch hier ist nicht nur die Architektur zu bestaunen. Auch die sehr gut erhaltenen Möbelstücke, wie reich verzierte Apothekerschränke, und die Sammlung verschiedener Keramikgefäße, Mörsern und mundgeblasener Glasflaschen sind verblüffend.

Daueraustellungen

Die Sammlung ist umfangreich und präsentiert Werke aus verschiedensten Epochen. Die ältesten Exponate stammen aus der Romanik. So kann man Teile eines Grabsteins aus dem 4. Jahrhundert bewundern oder eine hölzerne Christusstatue aus dem 12. Jahrhundert. Weiterhin umfasst die Sammlung Ausstellungstücke aus Gotik, Renaissance und Barock bin hin in unsere Moderne.

Ein besonderer Museumsbesuch für Schüler

Neben den dauerhaften Exponaten findet man im Museum Wanderausstellungen zu verschiedenen Themen. Außerdem bietet das Museu d'Art speziell für Schülergruppen eine breite Palette an pädagogischen Aktivitäten. Sowohl Bildungsangebote für Vorschulkindern bis hin zu Workshops für Oberstufenschüler können gebucht werden. Auf diese Weise wird den Schülern die Welt der Kunst unterhaltsam näher gebracht. Community: 0 Bewertungen
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