Das Keramikmuseum in Szentendre präsentiert das brillante Werk von Margit Kovács

Eines der beliebtesten Museen von Szentendre ist die 1973 eröffnete Sammlung des Lebenswerks der mit dem Kossuth-Preis ausgezeichneten Keramikerin Margit Kovács. Das ausgestellte Material wurde dem Museum 1972 von dem Künstler gestiftet, der zu den Erneuerern der ungarischen Keramikkunst gehörte. Margit Kovács' äußerst vielseitiges, technisch brillantes und thematisch breit gefächertes Oeuvre und ihre durchweg erfolgreiche und ununterbrochene Karriere werden in einem neuen Ansatz vorgestellt. Die Zeitachse wird aufgebrochen, aber auch bestimmte Epochen werden stärker hervorgehoben, bekannte Stücke werden herausgestellt, lange nicht mehr gezeigte Werke werden gezeigt, Archivmaterial und Videos erinnern an die Entstehungszeit der Keramiken von Margit Kovács.

Auch Dokumente, Briefe und Fotos aus dem bisher unbearbeiteten Nachlass sind in der neuen Anordnung enthalten. Die erneuerte Ausstellung erweitert das Oeuvre beträchtlich: Neben dem Material aus Szentendre wird die Sammlung bekannter und neu identifizierter Werke im Freien und im öffentlichen Raum gezeigt, die über ganz Ungarn verstreut sind. Von besonderem Interesse in der Ausstellung sind authentische, von Hand berührbare Kopien der bekanntesten Keramiken von Margit Kovács für blinde und sehbehinderte Menschen.

Einige interessante Fakten über Margit Kovács, Königin der Donau

Wussten Sie, dass die Keramikkanne von Budapest, Königin der Donau, so der Titel der neuen Dauerausstellung von Margit Kovács, für den ungarischen Pavillon auf der Pariser Weltausstellung 1937 hergestellt wurde? Und wussten Sie, dass Margit Kovács nicht in direktem Kontakt mit der Volkskunst und der bäuerlichen Welt stand, sondern ihre folkloristischen Figuren nur aus Sekundärquellen schuf? Wussten Sie, dass Margit Kovács nie eines ihrer Werke verkauft hat?

Die Werke von Margit Kovács

In der Zeit nach 1948 erhielt Margit Kovács ständig staatliche Aufträge. Die sozialistische Kunst der Rákosi-Ära und der spätere sozialistische Humanismus der Gemeinschaft boten ihr und ihrem realistischen, mit der Volkstradition verbundenen Darstellungsstil einen guten Markt. Ihre monumentalen keramischen Wandgemälde, die aus Hunderten von bemalten Mettlach-Kacheln bestehen, sind als Hauptwerke der Rákosi-Ära zu sehen, zum Beispiel am Grenzbahnhof in Hegyeshalom oder im Úttörő Áruház in Budapest.

Margit Kovács' typisierende bäuerliche Töpferfiguren, der Brotfluter oder der Fonó, die in der „intimen Atmosphäre“ der Brüsseler Weltausstellung 1958 ausgestellt wurden, wurden zu Symbolen des neuen Ideals im menschlichen Maßstab, während ihre nachgebildeten Skulpturen auch in den Häusern der Kádár-Ära alltäglich wurden.

Obwohl Margit Kovács öffentlich keine politische Ideologie vertrat, reichten ihre Bekanntschaften auch bis in die Elite der Parteiführung: Sie hatte die maßgebliche Unterstützung von György Aczél, dem einflussreichsten Kulturpolitiker der Kádár-Ära, den sie seit ihrer Jugend kannte (später konnte sie mit Hilfe von György Aczél und der Parteiführung des Komitats Pest das Gebäude für ihr späteres ständiges Museum in Szentendre auswählen).

Margit Kovács hat ihre einzigartigen Kunstwerke nie im Leben verkauft

Ihre finanzielle Sicherheit bezog sie aus dem Verkauf von Reproduktionen, öffentlichen Aufträgen und möglichen Museumsankäufen. Sie reproduzierte ihre Keramiken in Gipsabdrücken und bediente die zahlreichen Aufträge mit Hilfe von Keramikherstellern.

Die Ausstellung in Szentendre bietet einen neuen Zugang zu Margit Kovács' äußerst vielseitigem und thematisch breit gefächertem Schaffen und ihrer durchweg erfolgreichen Karriere. Auch Dokumente, Briefe und Fotografien aus dem bisher unbearbeiteten Nachlass werden in die neue Zusammenstellung aufgenommen und vermitteln ein differenzierteres Bild der Persönlichkeit von Margit Kovács. Die erneuerte Ausstellung erweitert den Umfang des Werks erheblich: Neben dem Material aus Szentendre wird die Sammlung bekannter und neu identifizierter Werke im Freien und im öffentlichen Raum gezeigt, die über ganz Ungarn verstreut sind.

Dekorative Reliefs oder Fresken an den Fassaden der modernen Häuser in Szentendre

Der kurzlebige Bauboom der 1930er Jahre führte zu einer starken Verbreitung von dekorativen Reliefs oder Wandmalereien, die in der Regel kleinformatig sind und die Fassaden moderner Häuser im Stadtzentrum schmücken. Auch Margit Kovács' Keramikarbeit The Old Post Office Building ist ein Ergebnis dieser Welle. Sie befindet sich über dem Eingang eines modernen sechsstöckigen Geschäfts- und Wohnhauses in unmittelbarer Nähe der Váci-Straße, einer der meistbesuchten Fußgängerzonen Budapests.

Das bunte Keramikrelief, das auf den Namen der Straße verweist, ziert die Fassade seit dem Bau des Gebäudes im Jahr 1937. Das Bild der Pferdepostkutsche taucht mehrfach in den Werken von Margit Kovács auf. Das Interessante an der Keramik ist, dass sich die Initialen K. M. auf dem Meilenstein befinden. Community: 0 Bewertungen
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