Ernst Barlach Museum Ratzeburg

Ein Einblick in das Leben des Künstlers

Wer sich in das Ernst Barlach Museum Ratzeburg begibt, taucht ein in die historische Lebenswelt des Künstlers Ernst Barlach. Er, der einst hier lebte, gehört zu den einflussreichen Künstlern, in dessen Werken der Expressionismus zu erkennen ist. Bereits 1870 geboren, wuchs Barlach als Sohn eines Arztes im damaligen Mecklenburg auf. Doch schon bald zog die Familie nach Ratzeburg, wo heute das Museum steht. Ernst Barlach gehört zu den anerkannten vielseitig talentierten Künstlern des deutschen Sprachraums: Er profilierte sich in der Bildhauerei, als Zeichner, passionierter Medailleur – aber auch als Schriftsteller. Sein Werk verband Expressionismus mit Realismus und bietet damit heute auch gute Möglichkeiten, die verschwimmenden Grenzen der beiden Kunstbewegungen zu verstehen und auszuloten.

An die Gefallenen des Ersten Weltkriegs erinnerte er mit seinem Werk „Der Schwebende“ (1927), zu seinen bekanntesten Schöpfungen zählen zudem „Der Berserker“ (1910), der „Tanzende Alte“ (1920) und „Der singende Mann“ (1928). Barlachs namhaftesten Werke entstanden vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – als der Expressionismus gerade am Florieren war. Heute sind dem 1938 gestorbenen Künstler zahlreiche Museen und Ausstellungen gewidmet – darunter auch jene in seinem einstigen Elternhaus in Ratzeburg.

Barlachs Kindheit in Ratzeburg

Zur Biographie von Barlach gehört auch das Leben in Ratzeburg, wo heute das Ernst Barlach Museum steht. Der Künstler hatte eine enge Verbindung zur Ortschaft. So erinnert er sich in seiner Biographie aus dem Jahr 1928 an Ratzeburg, dass er schon als kleines Kind als Ort mit schönem Wasser in Erinnerung hatte. Tatsächlich eröffnet er seine Biographie mit der Beschreibung des Hauses, das er als altes Haus mit hohem Dach und Vaterhaus umschreibt. Bis zum Tod seines Vaters lebte der spätere Künstler in dem Familienhaus, das heute als Museum fungiert. Dem Künstler aus Ratzeburg ist übrigens auch die Ernst Barlach Gesellschaft in Hamburg gewidmet, die seit 1990 den Ernst Barlach Preis verleiht.

Das Museum – Ausstellungen zum Leben und Werk von Ernst Barlach

Es gibt zwei namhafte Ernst Barlach Museen – eines in seinem Geburtshaus in Wedel und jenes in Ratzeburg. Der heutige Bau des Museums in Ratzeburg wurde in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts durch die Ernst Barlach Gesellschaft Hamburg übernommen. Im gleichen Jahr, 1956, wurde hier das heutige Ernst Barlach Museum errichtet.

Ausgestellt in seinem einstigen Wohnhaus in Ratzeburg sind heute wichtige Werke des Künstlers – von Plastiken über Keramiken bis zu Holzschnitten. Zum 150-jährigen Jubiläum des Künstlers im Jahr 2020 eröffnete das Museum zudem einen multimedialen Denkraum, der sich mit Barlachs Kunst und deren Einfluss auf die Gegenwart beschäftigt. Dabei wurde die Ausstellung um ein multimediales Konzept erweitert, welche das Leben und Wirken des Künstlers unmittelbar erfahrbar macht.

Im Museum gibt es außerdem eine Etage, die sich mit den weniger bekannten Facetten von Barlach beschäftigt: Seine Schöpfungen als Schriftsteller und Theaterkünstler. Dazu gehören auch Bühnenbilder seiner inszenierten Dramen ab dem Jahr 1920. Durch das multimediale Konzept der Ausstellung richtet sich das Ernst Barlach Museum in Ratzeburg auch an eine jüngere Zielgruppe, welche den Künstler und sein Werk interaktiv kennenlernen möchte. Community: 0 Bewertungen
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