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Kunst und Architektur treffen Geschichte: Das Minsk – Kunsthaus in Potsdam

Sie suchen einen besonderen Ort, der Ihre Schulklasse oder Jugendgruppe begeistert und zum Staunen bringt? Das Minsk – Kunsthaus auf dem Brauhausberg in Potsdam – öffnet Türen zu einer Welt, in der Architektur, Geschichten und Kunstwerke miteinander verschmelzen. Schon von außen zieht das Gebäude alle Blicke auf sich: Großzügige Terrassen, eine breite Wendeltreppe und die moderne Glasfassade versprühen den Charme der Ostmoderne und machen neugierig auf das, was drinnen wartet.

Das Minsk hat eine bewegte Vergangenheit. In den 1970er-Jahren eröffnete das Minsk als Terrassenrestaurant und war ein beliebter Treffpunkt in Potsdam. Hier genossen Gäste belarussische Spezialitäten, tanzten zu Livemusik und bewunderten die handgefertigten Lampen aus belarussischer Mooreiche. Auch die Partnerschaft zwischen Potsdam und der Stadt Minsk prägte das Haus – Kunstschaffende aus Belarus gestalteten die Inneneinrichtung.

Nach der Schließung in der Wendezeit und dem weiteren Betrieb als Café Minsk bis ins Jahr 2000 verfiel das Gebäude zusehends. Die Stadtwerke Potsdam sicherten jedoch zahlreiche Einrichtungsgegenstände, darunter Lampen, Außenschilder, Wandverkleidungen mit der Silhouette von Minsk, Dekorelemente, keramische Gefäße und Beleuchtungskörper.

Mitte der 2010er-Jahre entging das Gebäude nur knapp dem Abriss. Erst das Engagement der Hasso Plattner Foundation hauchte dem einstigen Kultort neues Leben ein. Seit 2022 lädt das Kunsthaus Minsk als Museum für zeitgenössische Kunst wieder zum Erkunden, Diskutieren und Erleben ein.

Im Inneren spüren Sie noch immer den Geist vergangener Tage. Heute beeindruckt das Kunsthaus mit restaurierter Original-Architektur: Die berühmte Wendeltreppe und der elegante Bartresen begegnen Ihnen ebenso wie zwei große lichtdurchflutete Ausstellungsräume und ein Kabinett für Bildvergleiche. Hier spüren Sie die Geschichte: Der Geist der DDR bleibt lebendig, ohne nostalgisch zu wirken. Die Fassade aus Glas, der weite Vorplatz und das offene Foyer laden Sie ein.

Kunst hautnah: Interaktive Erlebnisse und kreative Impulse

Kunstvermittlung, die Spaß macht? Im Minsk gelingt das. Jugendliche tauchen ein in die Welt der DDR-Kunst. Die Sammlung Hasso Plattner, die zahlreiche Gemälde und Objekte umfasst, bildet die Grundlage. Doch hier gibt es keine trockenen Vorträge: Das Team versteht es, auch komplexe Inhalte verständlich und greifbar zu machen. Wechselnde Ausstellungen sorgen dafür, dass jeder Besuch einzigartig bleibt. Unter anderem die Schau „Soft Power“, die dazu anregt, über Textildesign, Macht und Identität nachzudenken.

Zu den dauerhaft ausgestellten Werken gehören Gemälde und Objekte von Künstlern wie Bernhard Heisig und Wolfgang Mattheuer (zum Beispiel „Maskenmann/Gesichtzeigen“ (1981), „Liegendes Liebespaar“ (1970), „Fuß (Jahrhundertschritt)“ (1987)), sowie das farbige Keramikmosaik „Cagy Being (Käfigwesen) 3“ von Ruth Wolf-Rehfeldt im Treppenaufgang und das monumentale Wandbild „Der Botanische Garten“ des Künstlers Robin Rhode an der Südfassade des benachbarten Sport- und Freizeitbades.

Das Café im Obergeschoss lockt mit Kuchen, Snacks und einer Terrasse, von der der Blick auf Potsdam lange in Erinnerung bleibt. Viele Bereiche lassen sich unabhängig vom Ausstellungsbesuch nutzen – perfekt für Pausen oder Reflexionen mit der Gruppe.

Das Kunsthaus Minsk verbindet Architektur, Geschichte und Kunst auf besondere Weise und ist heute ein lebendiger Ort für Ausstellungen, Begegnungen und Reflexion. Es richtet sich nicht nur an Kunstinteressierte, sondern öffnet sich bewusst der gesamten Stadtgesellschaft. Community: 0 Bewertungen
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