Bonnefantenmuseum Maastricht

Wo befindet sich das Bonnefantenmuseum

Das Bonnefanten befindet sich im architektonisch interessanten Stadtteil Céramique. Das Gebäude des italienischen Architekten Aldo Rossi erstrahlt in der Skyline von Maastricht. Um 1990 bot sich dem Bonnefantenmuseum die Möglichkeit, ein neues Museum auf „Céramique“ zu errichten, einem ehemaligen Industriegelände direkt am Ufer der Maas, gegenüber dem alten Stadtzentrum von Maastricht. Um ein herausragendes Gebäude für diesen Ort zu realisieren, wandte man sich an den führenden italienischen Architekten Aldo Rossi, der (in den Worten des damaligen Museumsdirektors Van Grevenstein) „großen visuellen Erfindungsreichtum mit einer zurückhaltenden Formensprache“ verband. Rossi betrachtete das Museum als eine Fabrik des Sehens. Das neue Museum sollte ein denkmalgeschütztes Gebäude sein, das der Kunst optimal gerecht wird. Die beste Lösung dafür war eine eigenwillige Variante des klassischen Museumsbaus: Eine Abfolge von Räumen mit Ober- und Seitenlicht in einer klaren Struktur von Flügeln, die um ein zentrales Treppenhaus angeordnet sind.

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Mit der Eröffnung eines Provinzialmuseums für Altertümer im Jahr 1884 legte der Limburger Geschichts- und Altertumsverein (LGOG) den Grundstein für eine Museumskultur in der Provinz Limburg. 1968 übertrug der Verein die Leihgaben der Stiftung Landesmuseum für Kunst und Altertümer, fortan Bonnefantenmuseum. Seitdem hat sich der Bonnefanten stetig zu einem echten Kunstmuseum entwickelt.

Was Sie im Bonnefantenmuseum sehen können

Die Sammlung des Bonnefantenmuseums hat eine klare Handschrift, nicht zuletzt weil sie kaum Künstler enthält, die in die Kategorie der „gewöhnlichen Verdächtigen“ einzuordnen sind. Es dauert lange, die wirklich großen Namen der internationalen Kunstgeschichte zu finden, die einer breiten Öffentlichkeit am besten bekannt sind. Mit Ausnahme einiger weniger Brueghel, Ai Weiwei oder Rubens besitzt Bonnefanten keine Werke von Berühmtheiten wie Van Gogh, Rembrandt, Warhol, Mondrian oder Mark Rothko.

Der individuelle Charakter der Bonnefanten-Sammlung lässt sich vielmehr anhand der Oeuvres von Prominenten wie Pieter Aertsen, Jan van Steffeswert, dem Meister von Elsloo, Pieter Coecke van Aelst, Henri de Fromantiou, Lucas Cranach, Marcel Broodthaers, Paweł Althamer, René Daniels konstruieren, Roman Signer, Thomas Hirschhorn, Franz West, Bethan Huws, Mark Manders, Paul Chan, Francis Alÿs, István Csákány, Kahlil Joseph, Camille Henrot, Navid Nuur und andere. Es sind Künstler, die eine eigenwillige und markante Position einnehmen und damit den Glauben an „Polyphonie“ oder an eine vielfältigere Sicht auf die Kunstgeschichte rechtfertigen. Das Gemälde, das zum Vorschein kommt, ist das einer Sammlung, die weniger den Grundkanon widerspiegelt, als vielmehr den der unterbelichteten Kunstgeschichte und ihrer verborgenen Schätze. Metaphorisch wird in Bonnefantens Setting seit einigen Jahren der Begriff „hidden canon“ verwendet, um diese spezifische Ausrichtung zu betonen.

Sammlungen alter, moderner und zeitgenössischer Kunst

Bonnefantens Sammlung alter Kunst (vor etwa 1.800 Jahren) besteht aus einer Reihe klar definierter Unterzonen und einer eng damit verbundenen Privatsammlung:

  • italienische Malerei, um 1300-1550
  • niederländische und deutsche Malerei, um 1450-1800
  • mittelalterliche westeuropäische Skulptur, zwischen 1300-1600
  • Neutelings-Sammlung. westeuropäische mittelalterliche (Klein-)Skulptur, 12.-16. Jahrhundert
  • Fragmente der romanischen Architektur, 11.-13. Jahrhundert
  • Arbeit auf Papier, 17.-19. Jahrhundert
  • Maastricht-Silber, um 1700-1850

Die Hauptsammlung der Kunstwerke des 20. Jahrhunderts wird dominiert von Ensembles internationaler Protagonisten im Bereich der Konzeptkunst, des Minimalismus und der Arte Povera sowie einer Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst aus Limburg und einer nahezu vollständigen Sammlung von Architektengrafiken Aldo Rossi.

Zeitgenössische Kunst

Die internationale Sammlung zeitgenössischer Kunst entwickelt sich derzeit in drei erkennbaren strategischen Richtungen. Zum einen geht es um die Sammlung von Referenzwerken und raumgreifenden Installationen, die eine eigenständige, eigenwillige und beispielhafte künstlerische Praxis von internationalem Rang darstellen. Zweitens bildet sich innerhalb der Sammlung eine Linie heraus, die mit der neuen, proaktiven Ausrichtung des Museums auf nicht-westliche Regionen und deren zeitgenössische Kunstpraktiken zusammenhängt, die unter anderem durch den alle zwei Jahre verliehenen Bonnefanten Award for Contemporary Art (BACA) Gestalt annimmt. Der dritte Ansatz in der Sammlungspolitik betrifft die Fortsetzung der Konzentration auf Künstler aus der eigenen Region. Community: 0 Bewertungen
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