Nationalmuseum Krakau


In Krakau, der geschichtsträchtigen historischen Hauptstadt des einstigen Königreichs Polen, reihen sich die Sehenswürdigkeiten wie Perlen an einer Schnur. Da gibt es eine faszinierende Altstadt mit prächtigen Residenzen und die zweitälteste Universität des Landes. Auch deshalb war Krakau schon immer ein Touristen-Magnet und ein erklärtes Ziel für eine Klassenfahrt oder für eine Studienreise. Wer unter den Teilnehmern einer Schulfahrt mehr erfahren möchte über die Geschichte der Region und des Staates Polen, der sollte sich ins Nationalmuseum in Krakau begeben und sich nach dem Weg zum "Museum Narodowe w Krakowie" erkundigen. Dies ist eine geschichtlich bedeutende Institution und wurde nach einem Beschluss des Rates der Stadt Krakau bereits am 7. Oktober 1879 aus der Taufe gehoben. Geöffnet ist das Nationalmuseum jeweils von Mittwoch bis Sonntag.

Die Geschichte einer Familie und eines Gemäldes

Das Nationalmuseum in Krakau befindet sich an der ul. Szczepanska 11 und in einem Gebäude, das im 17. Jahrhundert eine Familie namens Szolayski bewohnte. Im 19. und 20. Jahrhundert fanden dort umfangreiche Ausbauten statt. Im Jahr 1904 waren es Adam und Wlodzimiera, die Nachfahrten der Familie Szolayski, die das Gebäude dem Nationalmuseum vermachten. Einige Zeit war dort der Sitz der Feliks "Manggha"Jasienski-Sammlung und dann die Aufbewahrungsstätte einer Galerie, die sich mit der Kunst des Mittelalters beschäftigte. Die Teilnehmer einer Studienreise oder einer Schulfahrt werden sich im Nationalmuseum vor allem auf das zentrale Gebäude konzentrieren und dort eines der schönsten und bedeutendsten Gemälde aus der Zeit der Renaissance bewundern. Es handelt sich um Leonardo da Vincis berühmte "Dame mit dem Hermelin". Dieses Bild stammt aus dem Jahr 1490. Der legendäre italienische Maler, Bildhauer, Anatom, Architekt und Naturphilosoph gilt noch immer als einer der berühmtesten Universal-Gelehrten aller Zeiten.

Raub und Rückkehr der "Dame mit dem Hermelin"

Bei der "Dame mit dem Hermelin" handelt es sich um eine gewisse Cecilia Gallerani. Sie war die Geliebte des Mailänder Herzogs Ludovico Sforza, den man im Volksmund "Il Moro" nannte. Das Gemälde blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück, denn es wurde im frühen 19. Jahrhundert von Fürst Adam Czartoryski, der nach dem Tode seines Vaters, des Fürsten August Aleksander, ein Kandidat auf den polnischen Thron war, erworben. Nach dem deutschen Überfall auf Polen im Jahr 1939 raubten deutsche Besatzer das berühmte Gemälde des Leonardo da Vinci und brachten es in die Residenz des polnischen Generalgouverneurs Hans Frank zum Wawel-Schloss, gelegen auf einem Felshügel über der Weichsel. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs transportierten amerikanische Soldaten das Bild zurück nach Krakau. Sie hatten es im Landhaus des Hans Frank in Bayern entdeckt. Seit 2016 ist die "Dame mit dem Hermelin" einschließlich der gesamten Czartoryski-Sammlung in staatlichem Besitz.

Die Uniform des Jozef Klemens Pilsudski

Der überwiegende Teil der Ausstellung im Nationalmuseum Krakau behandelt die Kunst aus der Zeit nach 1945. Im Laufe der Jahre wuchs die Sammlung und umfasst - vor allem dank zahlreicher Schenkungen - Werke der Malerei, Bildhauerei, Grafik und des Kunsthandwerks. Bei einer Klassenfahrt in die polnische Stadt werden die Besucher auch auf die Uniform von Jozef Klemens Pilsudski aufmerksam gemacht. Der kämpfte als Soldat gegen die russische Herrschaft in Polen und wurde später Marschall der zweiten polnischen Republik. Eine ständige Ausstellung des Nationalmuseums widmet sich dem Leben des Feliks "Manggha" Jasienski, der als größter Gönner dieser Institution gilt. Der Sammler und Mäzen unterhielt Freundschaften zu zahlreichen Künstlern seiner Zeit. Das Nationalmuseum verfügt seit einigen Jahren über immerhin zehn Filialen. Darunter befindet sich das Europäische Kulturzentrum "Europeum".
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