Das Kloster Daphni

Geschichte entdecken

Eine Klassenfahrt nach Athen birgt für alle Beteiligten ein hohes Maß an geschichtlichen und kulturellen Erfahrungen. Für Sie und Ihre Schüler könnte es wohl kaum einen geeigneteren Ort geben, um die Wertschätzung an Baudenkmälern und Kulturgütern ganz neu zu entdecken. Einen lebendigeren Geschichtsunterricht als einen Ausflug zu einem der bedeutsamsten Bauwerke ganz Athens, nämlich zum Kloster Daphni, wird es wohl kaum geben. Abenteuerlich dürfte sich schon die Fahrt dorthin gestalten. Es geht nämlich mitten durch das griechische Egaleo-Gebirge hindurch, wo Sie ein traumhafter Ausblick erwartet. Im Jahre 1990 wurde das bedeutende Klosterbauwerk zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt. Erst mal beim Kloster angekommen, werden Sie und Ihre Schüler allein schon von dem äußerlichen Anblick des altehrwürdigen Gemäuers beeindruckt sein. Welch bedeutsame Rolle das Gebiet, auf dem das Kloster errichtet wurde, bereits seit jeher im antiken Griechenland gespielt hat, besagt das altgriechische Wort „Daphni“. Übersetzt heißt das nämlich so viel wie „Lorbeer“ und diese Pflanze wiederum war dem Gott Apollon als heilige Pflanze geweiht. Unzählige Mosaiken bereichern das detailreich erbaute Gebäude.

Christliche Zeugnisse

Noch heute kann man die gut erhaltenen Kunstwerke in der Kirche betrachten. So werden Sie bei Ihrem Besuch mit Ihrer Schulklasse beispielsweise in der Mitte der Kuppel Christus Pantokrator sehen können. Darstellungen von der Geburt Jesu, der Anbetung durch die drei Heiligen aus dem Morgenland sowie der Taufe Jesu und der Verklärung des Herrn finden sich ebenso auf den Wänden der Kirche wie der Einzug Jesu in Jerusalem, die Fußwaschung sowie der verräterische Kuss des Judas. Die Abendmahlszenen sind nur noch in Teilen zu erkennen. Dafür sind mit der Verkündigung an Maria, der Geburt Mariens und der Tempelgang Mariens weitere Szenen aus dem Leben von Jesus und Maria zu sehen. Diese wunderbaren Mosaike geben Zeugnis einer längst vergangenen Zeit. Allein die Tatsache, dass diese künstlerischen Meisterwerke seit dem 11. Jahrhundert in diesem einwandfreien Zustand erhalten bleiben konnten, ist wundervoll.

Bewegte Zeiten für das Kloster

Wie die nur wenige Kilometer weit entfernte sagenumwobene Akropolis hat auch das Kloster Daphni eine unglaubliche Historie zu verzeichnen. In der Antike soll an diesem Ort eine dem Gott Apollon geweihte Stätte vorhanden gewesen sein. Der Bau eines christlichen Gotteshauses fand an dieser Stelle im 5. Jahrhundert seinen Anfang. Die mächtige Wehrmauer rund um das Klostergelände herum wurde im 6. Jahrhundert errichtet. Der Schutz vor Angreifern aller Art tat damals sicher dringend Not. So wie das Klostergelände heute vor Ihnen liegt, entstand es nach und nach anno 1080. Als dann 120 Jahre später Seeleute aus Venezien und französische Soldaten mit dem Ziel, Ägypten einzunehmen, den sogenannten vierten Kreuzzug anzettelten, hatte dies auch Auswirkungen auf das Kloster Daphni. Der Kreuzritter Otto de la Roche, der zugleich auch Großherr von Theben und Athen war, siedelte kurzerhand Zisterziensermönche in dem Klostergebäude an. Sein Plan, die römische Kirche als festen Bestandteil seines Regiments zu integrieren, sollte mit dieser Handlung bestärkt werden.

Wechselnde Besitzer

Wilde Kämpfe mussten allerdings in den nachfolgenden Jahrzehnten und Jahrhunderten ausgestanden werden. So besetzen die Türken im Jahre 1458 Athen und vertrieben die Zisterziensermönche aus ihrem Kloster, um orthodoxe Mönche einzuquartieren. Der griechische Aufstand von 1821 bis 1829 brachte schließlich den Verfall des imposanten Bauwerks. Für kurze Zeit war das Gebäude im 19. Jahrhundert zur Unterbringung einer Klinik verwendet worden. Als 1999 das Kloster von einem folgenschweren Erdbeben gezeichnet wurde, fand in den darauffolgenden Jahren der Wiederaufbau statt. Die Geschichte dieses einzigartigen Kulturgutes wird Ihre Schüler und Sie begeistern und die Vergangenheit ein Stück näher bringen.

Sollten Sie übrigens geplant haben, die Klassenfahrt im Herbst anzutreten, werden Sie auf dem Klostergelände ein fröhliches Weinfest erleben können. Bei diesem Anlass wird stets der legendäre Mavrodaphne, ein griechischer Süßwein, kredenzt.
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