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Saint Paul's Cathedral

Das Herz der anglikanischen Kirche

Chor während einer Messe © St. PaulDie Domkuppel © St. PaulGroßkonzert © St. PaulHauptschiff der Kathedrale © St. PaulOrgeln und Dom © St. PaulSüdlicher Blick abends von der Themse © St. Paul
Die umgangssprachliche Redewendung „Vom Saulus zum Paulus“ bezieht sich meist auf eine durch ein einschneidendes Erlebnis bewirkte grundlegende Richtungsänderung im persönlichen Lebenswandel. Historisch und theologisch betrachtet verweist der Ausspruch auf das sog. „Damaskuserlebnis“ im Neuen Testament, bei welchem der spätere Apostel und heilige Paulus von Tarsus mit Jesus Christus zusammentraf und vom erbitterten Verfolger zum eifrigen Anhänger und Missionar der Christen wurde. Nach dem damaligen Begründer des Paulinismus bzw. der paulinischen Lehre sind nicht nur die Gedenktage „Peter und Paul“ (29. Juni) und „Pauli Bekehrung“ (25. Januar), sondern auch Dutzende von „Paulskirchen“ weltweit benannt. Eine der größten, schönsten und bekanntesten ihrer Art, die klassizistisch-barocke Bischofskirche St. Paul’s Cathedral, steht seit 1675 an der Straße St. Paul's Churchyard in der City of London im Herzen der britischen Hauptstadt.

Der Bau des neuen Gotteshauses


Bevor die heutige Kathedrale als Sitz des Bistums der anglikanischen Kirche von England in London von 1675 bis 1710 unter der Regie des schon zu Lebzeiten berühmten und renommierten englischen Architekten Sir Christopher Wren (1632-1723) erbaut wurde, standen an deren Stelle zwischen dem 7. und 16. Jahrhundert bereits drei imposante und überregional bekannte Sakralbauten. Die ersten beiden Bischofskirchen aus Holz fielen den seinerzeit häufigen Feuern zum Opfer. Das von den Normannen zwischen 1087 und 1300 errichtete steinerne Bauwerk wurde 1561 von einem Blitz getroffen und schließlich 1666 beim Großen Brand von London nahezu vollständig zerstört. Nachdem Wrens erste Pläne aus finanziellen und ästhetischen Gründen zunächst abgelehnt wurden, erhielt ein überarbeiteter Entwurf schließlich den Segen der kirchlichen und weltlichen Entscheider. Anfang Dezember 1697 wurde die Kirche in einer feierlichen Zeremonie geweiht. Einige wenige kritische Stimmen, die dem Bau ein angeblich „papistisches“ und „unenglisches“ Aussehen attestierten, verstummten in der Folge bald.

Ein Bild der Hoffnung


Trotz der schweren Luftangriffe der deutschen Wehrmacht auf das Zentrum von London während des Zweiten Weltkriegs zwischen 1940 und 1941 erlitt die St. Paul’s Cathedral nur wenige Schäden. Mit verantwortlich hierfür waren besondere Vorsichtsmaßnahmen, die von Premierminister Winston Churchill damals persönlich zum Schutz der populären Kirche und zur Vermeidung einer Demoralisierung der Bevölkerung wie bei der Zerstörung der Kathedrale von Coventry kurze Zeit zuvor angeordnet wurden. Ein bis heute in vielen Geschichtsbüchern abgedrucktes Bild ist die Aufnahme „St. Paul’s Survives“ (Sankt Pauls überlebt) vom 29. Dezember 1940 mit der in Rauch und Qualm gehüllten, aber komplett unbeschädigten Kuppel der Kathedrale. Eine schwere deutsche Luftmine, die bereits im September 1940 in unmittelbarer Nähe der Kirche niedergegangen war und vermutlich das gesamte Bauwerk zerstört hätte, konnte glücklicherweise wenige Tage später entschärft und abtransportiert werden.

Die „Märchenhochzeit“ von Charles und Diana


In der Kathedrale haben zahlreiche bedeutende und hochrangige britische Militärs sowie Künstler und Wissenschaftler ihre letzte Ruhestätte gefunden. So befinden sich hier etwa die Gräber von Admiral Lord Nelson, Alexander Fleming und William Holman Hunt. Doch nicht nur den Toten wird im Inneren gedacht, auch für lebende Angehörige des englischen Königshauses stellte und stellt die Kathedrale immer wieder eine überaus prachtvolle Bühne dar. So wurden hier Ende Juli 1981 Prince Charles und Lady Diana Spencer vor einem live zugeschalteten Fernsehpublikum von weltweit ca. 750 Millionen Zuschauern getraut. Auch für das goldene Thronjubiläum 2002 sowie das diamantene Thronjubiläum von Queen Elisabeth II. im Jahr 2012 bildete die weltberühmte Londoner Bischofskirche den zeremoniellen Rahmen. Seit 2010 können sich Besucher der Kathedrale deren 1.400 Jahre alte Geschichte in dem Film „St Paul's Oculus“ in der ehemaligen Schatzkammer der Krypta ansehen. Gegen eine Eintrittsgebühr kann die Kirche täglich bis auf sonntags besichtigt werden, wissenswerte Informationen vermitteln auch die Multimediabildschirme, die mit 12 verschiedenen Sprachen, darunter auch Deutsch, ausgestattet sind.
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