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Bild von loveombra auf Pixabay
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Der Petersdom in Rom

Ein Besuch in der größten Kirche der Christenheit

Die ewige Stadt Rom kann auf eine fast dreitausendjährige Geschichte zurückblicken und vereint in seinen Mauern unendlich viel Welt-, Kultur- und Kirchengeschichte. Zeugnisse des christlichen Lebens spiegeln sich besonders in der Vatikanstadt wider, die mit der als Petersdom bezeichneten Petersbasilika ihr kostbarstes Juwel besitzt. Um diesen im Renaissancestil erbauten Dom zu besuchen, werden Sie zunächst den Petersplatz überqueren, der von halbkreisförmigen Kolonnaden, einem Werk des berühmten italienischen Bildhauers und Architekten Lorenzo Bernini umsäumt wird. Den Mittelpunkt des Platzes bildet ein von römischen Steinmetzen geschaffener, aus dem 13. Jahrhundert v. Chr. stammender Obelisk. Dieser stand einst im ägyptischen Alexandria und wurde von Kaiser Caligula per Schiff nach Rom transportiert. Sie sehen nun bereits die Fassade des Petersdoms, hinter der Sie seine Kuppel mit der sogenannten Laterne vor dem oftmals blauen Himmel Roms erblicken.

Der Petersdom in seiner heutigen Gestalt löste eine im Jahr 326 geweihte, im Verlauf der Jahrhunderte baufällig gewordene Säulenbasilika ab. Anfang des 16. Jahrhunderts wurden bedeutende Baumeister und Architekten wie Bramante und Raffael mit der Planung und dem Bau einer neuen Petersbasilika beauftragt. Besonders verdient machte sich Michelangelo, der für die Architektur der 133 Meter Höhe und etwa 43 Meter Durchmesser besitzenden Kuppel verantwortlich zeichnete. Diese wurde im Jahr 1590 fertiggestellt. Die Vollendung des Petersdoms erfolgte mit weiteren Baumaßnahmen in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Benannt ist der Dom nach Simon Petrus, einem Jünger Jesu, der in Rom gelebt und gewirkt hat und auf dem heutigen vatikanischen Hügel gekreuzigt wurde.

Ein Rundgang durch St. Peter

Ein Besuch des Petersdoms ist kostenfrei und an jedem Tag möglich. Ihr Weg führt Sie zunächst über eine Freitreppe zu einer Vorhalle, in der das aus Bronze bestehende Hauptportal und die „Heilige Pforte" besondere Beachtung verdienen. Nach dem Betreten des Inneren von St. Peter lohnt es zunächst, ein wenig zu verweilen. So gelingt es am besten, den Eindruck des riesigen Hauptschiffes und des auf imposanten Marmorbögen ruhenden Tonnengewölbes zu verarbeiten. Immerhin ist der Dom stolze 211 Meter lang und damit der absolut längste weltweit. Aus der Fülle der den Petersdom schmückenden Kunstschätze ragt die vom jungen Michelangelo geschaffene berühmte römische Pieta heraus, die in einer Kapelle des rechten Seitenschiffs zu bewundern ist. Dieses Seitenschiff beherbergt auch die Sakramentskapelle, deren Altarbild das einzige im Dom vorhandene Ölgemälde ist. Als imposantes barockes Gesamtkunstwerk zeigt sich die Cathedra Petri, mit vier über 5 Meter hohe Plastiken des bedeutenden italienischen Bildhauers Bernini. Weiterhin ist die Basilika, die als das Heiligtum der römisch-katholischen Kirche gilt, mit einer Vielzahl von sehenswerten und größtenteils wertvollen Altären, Monumenten, Altarbildern und Grabmalen ausgestattet. Die ebenfalls täglich geöffnete Schatzkammer des Doms kann gegen ein zusätzliches Eintrittsgeld besucht werden.

Die Kuppel als Wahrzeichen des Petersdoms

Im Zentrum des Petersdomes erhebt sich der von spiralförmigen Säulen getragenen Baldachin, unter dem sich der päpstliche Altar befindet. Unter diesem wiederum befindet sich der Zugang zu den vatikanischen Grotten. Auch der Apostelfürst Petrus fand hier seine letzte Ruhestätte. Die Grotten können im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Über dem Baldachin ermöglicht eine lichtdurchflutete Öffnung bereits einen ersten Blick ins Innere der attraktiven Kuppel. Diese gewaltige Kuppel ist es auch, die all den architektonischen Bauelementen des Petersdoms Zusammenhalt zu verleihen scheint und so gleichzeitig die geistige Einheit aller gläubigen Katholiken symbolisiert. Die gewaltige Wölbung der schwerelos erscheinenden Kuppel wird von vier Pfeilern getragen, die je einen Umfang von 71 Metern haben. Die Kuppel selbst gilt als weltweit größtes freitragendes, aus Ziegeln gefertigtes Bauwerk. Sie ist vom Dach der Basilika aus begehbar gestaltet. Ermöglicht wird dies durch eine aus zwei Schalen bestehende Wandung der Kuppel, zwischen denen 305 umlaufende Stufen hinauf auf den äußeren Umgang der Laterne führen. Obwohl hierfür ein Eintrittsgeld zu entrichten ist, sollten Sie sich diesen Aufstieg, der die Größe der gigantischen Kuppel erlebbar werden lässt und den anschließenden großartigen Ausblick auf Italiens Hauptstadt ermöglicht, nicht entgehen lassen.

Generalaudienz beim Heiligen Vater

Jeden Mittwochmorgen gegen 9.30 Uhr haben Sie zudem Gelegenheit, einer Audienz des Papstes beizuwohnen. In den Sommermonaten findet die Audienz auf dem Petersplatz statt. Im Winter und bei Regenwetter wird sie in die vatikanische Audienzhalle verlegt. Eine einmalige Gelegenheit, dem Papst ein Stück weit nahezukommen und einer bedeutenden christlichen Tradition beizuwohnen.
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