
Lake Maggiore Zipline – die Erfahrung des freien Fluges genießen
Wer von uns hat sich nicht schon einmal gefragt, welche Aussicht und welche Gefühle sich einem Vogel bieten, wenn er durch die Lüfte gleitet. Oder was der Falke alles sieht, wenn er sich im Sturzflug seiner Beute nähert. Doch wer sich im Urlaub in Italien am Lago Maggiore aufhält, kann sich diese Fragen vielleicht bald selbst beantworten. Denn hier ist das Fliegen am Drahtseil in einer Höhe von 350 Metern über dem Boden möglich.Ein Seil zwischen zwei Bergen
Gänzlich grün präsentiert sich das Valle Intrasca dem Besucher – ein weitgehend naturbelassenes Tal in den Lepontinischen Alpen im italienischen Piemont. Zwischen den Orten Verbania und Aurano gibt es für Touristen vieles zu entdecken: Malerische Landschaften, Dörfer mit jahrhundertealten Häusern sowie ein atemberaubendes Panorama, das neben den grün bewachsenen Bergen auch den meist strahlend blauen Himmel umfasst. Um die Idylle perfekt zu machen, liegt in der Mitte des Tales der Lago Maggiore, der zum Schwimmen, Tauchen und zu Bootsfahrten einlädt. Doch sogar die Freunde des gepflegten Nervenkitzels kommen hier ganz auf ihre Kosten.Denn zwischen den beiden höchsten Bergen im Valle Intrasca wurde ein Drahtseil gespannt, auf dem die besonders Mutigen das mehrere Sekunden andauernde Fliegen ausprobieren können. Die Distanz zwischen beiden Stationen beträgt 1.850 Meter – bei Geschwindigkeiten von bis zu 120 km/h wird zudem ein Höhenunterschied von rund 290 Metern bewältigt. Wer sich traut, wird fest mit der Lake Maggiore Zipline verbunden und kann – alleine oder zu zweit – den Sturzflug wagen, der natürlich vor allem bei gutem Wetter eine unvergleichliche Aussicht bietet und der mit einer Dauer von anderthalb Minuten nicht zu viel Zeit in Anspruch nimmt.
Stehend oder liegend
Grundsätzlich kann die Fixierung mit der Zipline auf zwei Arten erfolgen. Einerseits darf der Teilnehmer dabei die aufrechte Position einnehmen. Über einen Bauchgurt wird er mit dem Drahtseil verbunden. Die eingenommene Körperhaltung erinnert ein wenig an den Fallschirmspringer oder den Paraglider – und wirkt stets etwas gemütlich, da der stehende Körper der Person hier mehr Luftwiderstand bietet und somit die Geschwindigkeit beim Herabfahren spürbar reduziert. Gerade für Anfänger, die ein solches Wagnis noch nie versucht haben, ist das vielleicht ein sinnvoller Start.Andererseits kann auch eine auf dem Bauch liegende Position eingenommen werden. Bei ihr erhält der Teilnehmer – neben dem obligatorischen Helm – eine auf dem Rücken befindliche Fixierung mit der Zipline. Er ähnelt damit dem Falken im Sturzflug. Der sehr flache Körper bietet vor allem bei angelegten Armen kaum Luftwiderstand – das Tempo kann bis auf 120 Kilometer pro Stunde steigen. Ein Wert, der zwar nicht unterschätzt werden sollte, der zugleich aber den Spaßpegel bis zum Anschlag aufdreht. Ein kurzzeitiger Kick, der die üblichen Gedanken des Alltags einmal vergessen macht.
Auch ohne Vorkenntnisse jederzeit möglich
Der Flug beginnt auf dem rund 1.300 Meter über dem Meeresspiegel liegenden Gipfel des Pian d’Arla und endet nicht ganz zwei Kilometer entfernt auf der 960 Meter hohen Alpe Segletta. An beiden Stationen werden die Anwesenden eingewiesen und auf das vorbereitet, was sie erwartet. Das Abenteuer richtet sich dabei ausdrücklich an jedermann. Besondere Vorkenntnisse und das Tragen einer bestimmten Kleidung sind nicht erforderlich. Was benötigt wird, erhalten die Teilnehmer vor Ort. Ratsam ist allerdings die Online-Reservierung für die Tickets, um das lange Anstehen zu vermeiden.Ein ganz spezielles Highlight eröffnet sich den Besuchern übrigens, da die Mitnahme von Kameras durchaus erlaubt ist. Wer das Smartphone am Handystab oder die GoPro am Helm befestigen und damit während des Fluges schöne Aufnahmen erstellen möchte, darf das gern tun. Hier wie auch bei sonstigen Fragen gilt natürlich, dass den Anweisungen des Sicherheitspersonals zu folgen ist. Und dann heißt es: Allen Mut zusammennehmen, das grüne Tal unter sowie den blauen Himmel über sich bewundern – und den freien Fall genießen. Näher wird man kaum der Antwort auf die Frage kommen, wie sich wohl ein Vogel im Flug fühlt. Community: 0 Bewertungen
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