Das berühmte Laima-Schokoladenmuseum in Riga: Ein Workshop zur Herstellung von Süßigkeiten

Im Jahr 1870 eröffnete der livländische Unternehmer Theodor Rieger in Riga die erste Schokoladenfabrik Lettlands. Mit der Zeit wurde die Fabrik zum größten Unternehmen im Baltikum. Die Produkte wurden weit über Lettland hinaus exportiert – Schokolade war oft in großen russischen Städten zu finden. Elf Jahre später, 1881, gründete Goegginger seine eigene Schokoladenfabrik. Sie wurde zu einem wichtigen Konkurrenten für die Fabrik.

Im Jahr 1921 gründeten europäische Händler eine weitere Süßwarenfabrik, „Maķedonija“. Zu Beginn gibt es nur 4 Mitarbeiter. Doch schon bald beginnt der Umsatz der Fabrik zu steigen.

Im Jahr 1925 gründeten die Gründer der Fabrik „Maķedonija“ ein neues Unternehmen namens „Laima“. Es wurde nach der alten baltischen Göttin des Glücks und des Wohlstands benannt. Bis 1930 wuchs die Zahl der Beschäftigten auf 500 an. Im Jahr 1933 verkaufen die Gründer die Schokoladenfabrik. Dies hatte keine Auswirkungen auf die Produktion von Süßigkeiten. Im Jahr 1936 fusionierte die lettische Regierung die beiden Fabriken Laima und Rigerts. Dieses Jahr markiert den Beginn einer neuen Geschichte der Schokoladenherstellung in Lettland.

Bis 1938 hatten lettische Schokoladenprodukte ihren Weg auf den europäischen Markt gefunden. In der Fabrik werden legendäre Süßigkeiten hergestellt:

  • Serenade-Schokoladenbonbons
  • Süßigkeiten „Trüffel“, „Roter Mohn“
  • Bonbons „Roter Mohn“, Bonbons „Eichhörnchen“
  • Süßigkeiten „Belochka“
  • Süßigkeiten zum Gedenken an die Olympischen Spiele 1980
  • Marshmallows
  • Karamell

Statistiken zufolge produzierte eine Schokoladenfabrik während der Sowjetzeit 40-45 Tonnen Karamell pro Tag.

Die Geheimnisse der Schokolade

Das berühmteste Schokoladenkonfekt ist Serenade. Dahinter steckt eine interessante Geschichte. Es wird seit 1937 produziert. Es wird erzählt, dass zu dieser Zeit ein junger Konditor in der Fabrik arbeitete. Mit Schokolade beschloss er, seiner Freundin seine Liebe zu gestehen. Er entwickelte ein einzigartiges Bonbonrezept, das er Serenade nannte.

Ursprünglich war die Verpackung mit einem Bild von einem sonnigen Himmel, Palmen und exotischen Vögeln verziert. Im Laufe der Zeit änderte sich das Design in ein sanftes Blau.

Serenade-Bonbons werden auch heute noch hergestellt. Das Design der Verpackung unterscheidet sich vom Original. Dies ist das 9. oder 10. Design der Verpackung.

Schokoladenmuseum

Im Jahr 2005 eröffnete die Fabrik einen kleinen Schokoladensaal. Fünf Jahre später wurde er in ein ganzes Museum umgewandelt. Jeder kann das Schokoladenmuseum besuchen und etwas über die Geschichte der Schokoladenherstellung erfahren. Wenn Sie möchten, können Sie an einer Führung und an einem Kreativ-Workshop teilnehmen und Ihre eigenen Pralinen herstellen.

Laima-Werksbesichtigung

Die Süßigkeiten aus der Laima-Schokoladenfabrik in Riga sind jedem bekannt. Sie fragen sich, warum Riga und Lettland plötzlich zum Zentrum der Schokolade geworden sind? Der Fremdenführer in der Schokoladenfabrik in Laima wird Ihnen erklären, dass es so viele Heringe gab und diese so salzig waren, dass die Ostseebewohner eine Alternative suchten und beschlossen, Schokolade herzustellen. Das klingt nach einem vernünftigen Grund!

Die Werksbesichtigungen werden in verschiedenen Sprachen angeboten und Sie müssen sich im Voraus informieren, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit.

Bevor die Tour beginnt, werden alle Gäste mit heißer Schokolade verwöhnt. Die interaktiven Tafeln zeigen, wie Schokolade aus Kakao gewonnen wird, wie Pralinen hergestellt werden (wir empfehlen, alle Clips anzusehen – sehr interessant) und wie die Pralinen verpackt werden. Die Atmosphäre ist wie in einer Schokoladenfabrik, eine Kinderfantasie. Im zweiten Saal sind ein Film, alte Schokoladenverpackungen und das älteste erhaltene Stück Schokolade – eine 120 Jahre alte Schokoladenpuppe – zu sehen.

Die Geschichte der ältesten Schokoladenpuppe

1984 ging ein Mädchen namens Elsa jeden Tag mit ihrem Vater in die Konditorei, wo er Geschenke für seine Kinder kaufte. Die Schokoladenpuppe gefiel ihr am besten. Sie träumte davon, traute sich aber nicht, darum zu bitten. Dann, am Geburtstag des Mädchens, klopfte es an die Tür. Es war der Bote eines Schokoladengeschäfts, der ihr eine Schachtel mit einer Schokoladenpuppe überreichte, in der sich eine Karte befand, die von Theodor Rieger, dem Direktor der Schokoladenfabrik, unterzeichnet war. Elsa legte die Puppe in den Schrank und teilte ihre Geheimnisse mit ihr. Später schenkte sie die Puppe ihrer Tochter. So wurde das Schokoladenspielzeug zu einem Glückssymbol in der Familie. 2008 schenkte Ilge Plüksne-Strause es dem Laima-Fabrikmuseum. Community: 0 Bewertungen
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