
Volkspark Potsdam
Der Volkspark Potsdam ist eine junge und moderne Parkanlage in der brandenburgischen Landeshauptstadt nahe Berlin. Während die Potsdamer Schlössergärten vor allem für ihre Historie, ihre Schönheit und die damit verbundenen, strengen Verhaltensregeln bekannt sind, stellt der Volkspark einen bewussten Kontrast dar: Es handelt sich um einen 65 Hektar großen Gebrauchs- und Bürgerpark, der explizit für aktive Bewegung, Sport und Veranstaltungen konzipiert wurde.Der Park entstand im Rahmen der Bundesgartenschau 2001 (BUGA) und wird deshalb von vielen Potsdamern immer noch BUGA-Park genannt. Die vielfältige Begrünung umfasst rund 8.000 Bäume und zahlreiche Stauden. Aufgrund der weitläufigen Flächen und der Verbindung von Sport-, Bildungs- und Erholungsangeboten wird das Areal gern von Schulen und Jugendgruppen genutzt.
Ein Ort für aktive Bewegung
Das Herzstück des Parks für junge Besucher ist das umfangreiche Sport- und Freizeitangebot, das fest in den Volkspark Potsdam integriert ist. Anders als in vielen anderen Parkanlagen ist das Betreten der Rasenflächen hier ausdrücklich erwünscht. Eine zentrale Attraktion ist der Disc-Golf-Parcours. Auf 15 Bahnen versuchen Spielerinnen und Spieler, Frisbeescheiben mit möglichst wenigen Würfen in fest installierte Metallkörbe zu befördern. Da die Ausrüstung unkompliziert vor Ort ausgeliehen werden kann und das Spielprinzip leicht verständlich ist, eignet sich dieser Sport hervorragend für Gruppen, die Spaß und Abwechslung suchen.Für alle besonders aktiven und mutigen Leute steht eine professionelle Skater-Anlage zur Verfügung. Mit verschiedenen Rampen und Street-Elementen gehört sie zu den populärsten Spots der Skater-Szene im Berliner Umland. Direkt daneben befinden sich Multifunktionsfelder für Basketball und Fußball, die überdacht sind, damit auch unsicheres Wetter kein Hindernis ist. Im Sommer sorgt der Wasserspielplatz für Abkühlung. Ein großer Kletterspielplatz mit verschiedenen Elemneten wie Hürdenparcours oder Stehwippe rundet das Angebot ab.
Historischer Wandel im Bornstedter Feld
Für den Geschichts- und Politikunterricht bietet das Gelände einen spannenden Ansatzpunkt, der sich mit der Umwandlung militärischer Flächen beschäftigt. Über 300 Jahre lang war das Bornstedter Feld militärisches Übungsgebiet. Preußische Könige ließen hier ihre Truppen exerzieren. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahmen die sowjetischen Streitkräfte das Gelände und nutzten es als Kaserne und Übungsplatz – ein Sperrgebiet mitten in Potsdam, das für die Zivilbevölkerung unzugänglich war.Erst nach der Wende und dem Abzug der Truppen in den 1990er Jahren begann die Umwandlung der Brache. Die Wälle, die den Park heute strukturieren, sind teilweise aus den Trümmern der abgerissenen Kasernenanlagen aufgeschüttet worden. Diese Transformation vom Grenzstreifen und Exerzierplatz hin zu einem offenen Ort der Begegnung und aktiven Freizeitgestaltung lässt sich bei einem Rundgang thematisieren. Informationstafeln und geführte Touren zur Geschichte des Ortes helfen dabei, die Historie des heutigen Parks greifbar zu machen.
Lernen im Grünen Klassenzimmer
Neben Sport und Geschichte spielt die Umweltbildung im Volkspark Potsdam eine zentrale Rolle. Das etablierte „Grüne Klassenzimmer“ ist ein anerkannter außerschulischer Lernort, der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) praktisch vermittelt. Das Angebot richtet sich an alle Altersstufen und nutzt die Vielfalt des Parks als Labor. In den Biotopen des Parks können Schüler Gewässeruntersuchungen durchführen, die Welt der Insekten erforschen oder sich mit Themen wie erneuerbaren Energien und Klimawandel auseinandersetzen.Die Kombination aus diesen Bildungsangeboten und den freien Sportmöglichkeiten macht den Volkspark Potsdam zu einem idealen Ort für einen Tagesausflug während einer Klassenfahrt.
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